26. Mai 2010

WARUM besteht akute Kriegsgefahr?

Sei wachsam – der Kapitalismus braucht den Krieg.
Dieser Aussage meines DDR-Staatsbürgerkundelehrers habe ich vor ca. 30 Jahren nicht geglaubt – so wie Sie sicherlich auch heute diese Aussage in Zweifel ziehen.

Bei unserer Untersuchung zu den Problemen des bestehenden (Geld-)Systems sind wir darauf gestoßen, dass der gute Mann wohl leider recht hat. Wenn es zu lange keinen Krieg gibt, sinken die realwirtschaftlichen Renditen der Sachkapitalien. Es werden dann die nicht zum Konsum gebrauchten Einkommen in größerem Umfang als Bankguthaben gespart bzw. mit ihnen spekuliert.

„Die Ursache für das Sinken des Zinsfußes wird vorzüglich darin gefunden, daß die besonders rentablen Kapitalanlagen großen Maßstabes heute erschöpft sind und nur Unternehmungen von geringer Ergiebigkeit übrig bleiben. … Nur ein allgemeiner europäischer Krieg könnte dieser Entwicklung Halt gebieten durch die ungeheure Kapitalzerstörung, welche er bedeutet.“
(Aus der Zeitschrift des Sparkassenverbandes, 1891)

Der Staat kann diese systemzerstörende Nachfragelücke noch eine Weile mit eigenem Konsum, eigenen Investitionen sowie Investitionssubventionen auf Kredit ausgleichen. Weiterhin kann er „Subprime-Verschuldung“ und Exportüberschüsse dulden bzw. fördern, für die er aber irgendwann auch aufkommen muß. Demnächst ist der Staat deshalb bankrott, was wohl extreme innere Konflikte zur Folge haben wird. Der Kapitalismus entgeht dem Krieg wohl nicht – selbst wenn man „nicht hingeht“, kommen die Konflikte im Land nach dem Staatsbankrott.

„Wer das bestehende (Geld-)System verstanden hat, ist damit gestraft, die Kriege vorherzusehen“ – so sagte der Geldsystemversteher“ Silvio Gesell 1918 den zweiten Weltkrieg vorher.

Irgendein „Terrorangriff“ findet sich immer – die Sache läuft nach der „Göring-Methode“:
Man braucht nichts zu tun als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen!

Bitte lasst uns jetzt die Alternativen diskutieren!

3 Kommentare

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  1. Wolfram Marx

    Hm, ist ein Vierteljahr und ist immer noch kein Krieg ausgebrochen - zumindest nicht hier in Europa.

    P.S.: Krieg war gestern, heute gibt es wesentliche elegantere Methoden.

    P.S. 2: Erst wenn Herr Guttenberg die Armee zur Berufsarmee gemacht und noch zwei Schritte weiter ist, wird hier das Spiel gespielt, das der Texasranger und seine Konsorten in den Staaten spielen - bis dahin gibt es Abwrackpraemien und Rettungspakete fuers Volk, aeh `tschuldigung for the Kumpels …

  2. Hans

    Wenn dieser Krieg “heiß” werden sollte, dann geht er uns alle an - auch uns hier in Europa (mit oder ohne Berufsarmee).
    Die Gefahr eines “Systemabbruchs” durch Krieg ist definitiv nicht zu unterschätzen.

  3. Unterstützen - Mitmachen | Global Change 2009 e.V.

    [...] wichtigsten für den Weltfrieden ist es momentan, die Identität von Staatsschulden und privaten Geldvermögen allgemein bekannt zu [...]

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