16. Juni 2010

99% der Menschen fragen zu oft “WER” - fragt bitte mehr “WARUM”,

damit wir es lernen, unsere sachlichen Probleme ruhig auch mal zu lösen
- für notorische Wer-Frager :-) hier der Film über die Gründer (März 2009)

Hier geht es zum Global-Change Film aus 2009

54 Kommentare

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  1. Hans

    Hallo Jörg,

    mittlerweile bin ich der Ansicht, dass die Ansätze von GC zwar gut, aber m.E. “leider” schon wieder veraltet sind (obwohl sie noch nicht mal umgesetzt worden sind).

    Ich bin auf einen Lösungsansatz für unsere Wirtschafts- und Umweltprobleme gestoßen, der einfach einen Schritt weiter geht als ihr und somit das gesamte Geldsystem obsolet werden lässt: eine ressourcenbasierte Wirtschaft.

    Jeder, der den Film “Zeitgeist Addendum” gesehen hat, ist mit diesem Lösungsansatz schon mal in Berührung gekommen. Ich habe den Film zwar kurz nachdem er erschienen ist (2008) gesehen, aber mit dessen Lösungsvorschlägen habe ich mich erst jetzt ausführlich beschäftigt und ich muss sagen, sie machen perfekt Sinn.
    Die einzige Frage, die offen bleibt, ist: Sind wir schon so weit, um dieses Konzept umzusetzen?

    Meine Antwortet: Das will ich doch stark hoffen - uns bleibt gar nichts anderes übrig (die 2. Option wäre uns selbst zu vernichten).

    (2. Frage, die offen bleibt: Warum war ich so blöd und hab mich erst jetzt mit diesem Lösungsansatz beschäftigt?)

    Hier die Links dazu:
    http://www.thezeitgeistmovement.com
    http://zeitgeistmovement.de
    http://www.venusproject.de
    http://vimeo.com/6838896
    http://vimeo.com/user2234363/videos
    http://vimeo.com/9471418

    Tschüs Global Change, hallo Venus Projekt!
    (bitte nicht persönlich nehmen; euer Ansatz ist super-ich habe einiges bei euch dazugelernt-, aber warum nicht gleich einen Schritt weiter gehen?)

    Liebe Grüße
    Hans

  2. Jörg Buschbeck

    @Hans -Zeitgeist - Schritt weiter? Habe Zweifel, weil die Systemversion “Homo SapSap” aufgrund privater Nutzenorientierung nun mal nicht für den Kommunismus gemacht ist? Ich habe die finstere Seite solcher Ideologien selbst erleben - weil sich nämlich immer die Frage stellt - was Du mit den “Unedlen” machst. Trotzdem alles Gute, Jörg
    PS
    Habe nichts gegen Sozialismus/Kommunismus - solange die Teilnahme freiwillig ist

  3. Hans

    @ Jörg

    Keine Frage, das Venus Projekt hat einen kommunistischen “touch” (”Kommunismus 2.0″) - da brauchen wir uns gar nichts vormachen.
    Auch wenn das manche bestreiten:
    http://www.youtube.com/watch?v=RllxmBd8oWA

    Viele Leute assoziieren mit Kommunismus allerdings folgendes:
    1) zentrale Planwirtschaft (Mangelwirtschaft)
    2) Diktatur
    3) Gleichmacherei

    …da kann man dann getrost sagen, dass das Venus Projekt in diesem Fall kein Kommunismus ist.

  4. Hans

    Kurzer Nachtrag: Selbst wenn wir ein nicht hortbares Geldsystem hätten, wäre trotzdem noch immer Geld im Spiel und somit Profit und Gier im System inherent.
    Eine auf Profit und Konkurrenz ausgelegte Wirtschaft ist auf Selbstzerstörung programmiert - trotz aller Ethik und Moralbekundungen.

    Peter Joseph bringt in einem seiner Vorträge ein gutes Beispiel:
    Angenommen die weltweit zehn führenden Handy-Hersteller würden miteinander zusammenarbeiten anstatt gegeneinander zu konkurrieren.
    Würde ein auf diese Weise hergestelltes Handy den heutigen Handys in Qualität und Technologie überlegen sein?
    Ich glaube die Antwort erübrigt sich…

    Den “freien Markt” gibt es nicht (wie auch von GC richtig erkannt) und wird es auch nie in einer geldbasierten Wirtschaft geben (auch die Monopolbesteuerung wie von GC gefordert wird Korruption und Machtmissbrauch in so einem System nicht verhindern können).
    Es hilft nur, das System komplett auszutauschen (gutgemeinte Symptombehandlungen werden ein krankes System nicht heilen).

  5. Jörg Buschbeck

    @Hans,

    “Angenommen die weltweit zehn führenden Handy-Hersteller würden miteinander zusammenarbeiten anstatt gegeneinander zu konkurrieren.
    Würde ein auf diese Weise hergestelltes Handy den heutigen Handys in Qualität und Technologie überlegen sein?
    Ich glaube die Antwort erübrigt sich…”

    Ja Hans, für mich erübrigt sich die Antwort eigentlich, weil ich schon mal in einem System ohne Konkurrenz gelebt habe - die Handys währen grottenschlecht und man müsste sich in eine Bestelliste mit 5 Jahren Wartezeit einschreiben.

    Wenn wir nicht in DDR eine echte Marktwirtschaft nach Feierabend gehabt hätten ,wäre es uns echt schlecht gegangen. Wenn die Rohmaterialversorgung für diese Feierabendmarktwirtschaft nicht so anstrengend gewesen wäre - dann wäre es uns sauwohl gegangen - monopolfreie Marktwirtschaft+ bedingungsloses Grundeinkommen im VEB - wäre schon fast GC-Modell :-)

  6. Hans

    @ Jörg

    Du hast zwar in einem System ohne Konkurrenz gelebt, das allerdings auf Geld/Planwirtschaft/diktatorischer Kontrolle basiert hat.

    Wir leben alle auf demselben Planeten mit denselben (begrenzten) Ressourcen.
    Es macht überhaupt keinen Sinn “gegeneinander” zu wirtschaften und uns voneinander getrennt zu sehen (Stichwort Quantenphysik).
    Wir sind ein einziger lebender Organismus und solange wir das nicht kapieren, werden wir immer gegeneinander kämpfen, wirtschaften, betrügen usw.

    Die meisten argumentieren dann, “ja das liegt ja in der menschlichen Natur”. Nö, tut es nicht. Die Umwelt formt uns zu dem, was wir sind (schau dir ein oder zwei Vorträge von Peter Joseph an).
    Und wenn wir in einer kranken Umwelt mit einem kranken Wirtschaftssystem leben, ist es nur logisch, dass die Menschen dementsprechend auch krank handeln.

    Wie gesagt, die Ansätze von GC sind gut, aber sie sind dennoch in einem kranken System verhaftet.
    Das Venus Projekt ist so ziemlich das Gegenteil von unserem heutigen System.

    Jörg, du hast selbst hast gesagt, dass es eines der größten Probleme der Menschheit ist, Erkenntnisse hinterfragen zu können.
    Schau dir bitte diese Vorträge an (auch wenn es zeitintensiv sein mag) und sag mir, welche Ungereimtheiten du dabei gefunden hast (ich habe keine gefunden) - wäre dir echt dankbar dafür:
    http://vimeo.com/6838896
    http://vimeo.com/user2234363/videos

  7. Jörg Buschbeck

    @Hans,
    sorry, aber die Erkenntnisse dieses Films hatte ich vor 20Jahren schon:

    Der Sozialismus/Kommunismus ist das bessere System - wenn die Menschen rationale Maschinen wären. Und der Film schlägt nun eine Gesellschaft der Maschinen vor, dass wird in der Praxis schlicht unmenschlich.

    Von Technikern - für Techniker - nicht für normale Menschen Hans.
    Das ist kein Paradies, wenn Du alles auf Knopfdruck haben kannst, das ist eher die Hölle - der Mensch braucht unerfüllte Wünsche, Missstände, Ziele - sonst gerät er aus dem Lot.

    Die Problemanalyse sehe ich zumeist ähnlich, habe auch kein Problem gehört, für dass wir keine marktwirtschaftliche Antwort hätten. Aber dies sind Sachen, da wird jeder seine eigene Weltanschaung haben. Grüße, Jörg

  8. Hans

    Hallo Jörg,

    danke für deine Einschätzung!
    Ich hätte überhaupt kein Problem, wenn morgen das GC-Modell umgesetzt werden würde (im Gegenteil, ich würde mich sogar tierisch freuen, weil es 100 mal besser als das jetzige System wäre). Trotzdem glaube ich persönlich, dass das Venus Projekt der bessere/nachhaltigere Ansatz ist, da es ganz einfach überhaupt kein Geld mehr gäbe und m.E. somit der Nährboden für eine Profit- und Neidgesellschaft verschwinden würde.
    Aber vielleicht hast du recht, dass das lediglich eine Weltanschauungssache ist…

    Grüße
    Hans

  9. Michael Hoennig

    Ich hatte in die Zeitgeist Filme mal kurz reingeguckt, war aber von Verschwörungs-Andeutungen abgeschreckt. Mit Verschwörungszeugs will ich nichts zu tun haben. Und damit sage ich nicht, dass ich davon ausgehe, dass es keine gäbe, sondern dass - angenommen es gäbe sie - man auch dann nur etwas dagegen tun könnte, wenn man das System versteht. Daher ist das Systemverständnis in meinem Fokus.

    Aber ich bin immer an neuen Lösungsansätzen und Visionen interessiert. Daher: Wo findet man denn konkrete Informationen zum Venus Projekt? In den o.g. Quellen fand ich auf Anhieb nur “das Venus Projekt ist ein tolles neues blablabla”, aber nicht, WAS es denn nun ist. Gibt es dazu eine Kurzinformation, um entscheiden zu können, ob sich tiefere Information lohnt? Danke.

  10. Hans

    @ Michael Hoennig

    Prinzipiell haben mir diese drei Vorträge die Augen geöffnet:
    http://www.youtube.com/watch?v=4O67AZfUMXw
    http://www.youtube.com/watch?v=YxPPnCW6sMo
    http://www.youtube.com/watch?v=yPmHaTirnCc

    Hier noch ein paar Links für mehr Infos:
    http://www.zeitgeist-movement.at/index.php?option=com_content&view=article&id=149&Itemid=31
    http://www.zeitgeist-movement.at/index.php?option=com_content&view=article&id=169
    http://www.thezeitgeistmovement.com/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=28&Itemid=66
    http://www.thezeitgeistmovement.com/joomla/index.php?option=com_kb&Itemid=100091
    http://thevenusproject.com/a-new-social-design/essay#the
    http://weltvereinigung.de/aktiv.htm

    Ich hoffe, die Links konnten auch ihnen die Augen öffnen, dass wir Geld gar nicht brauchen (auch mit Negativzinsen wäre es noch immer Geld und somit der Grundstein für eine profitorientierte/selbstzerstörerische Gesellschaft, da wir uns nach wie vor als voneinander getrennte Wesen betrachten würden).
    Der Anreiz (”Profit”) für eine Gesellschaft nach Vorbild des Venus Projekts ist das Wohlergehen der Menschheit und dafür ist Geld höchst kontraproduktiv.

  11. Hans

    Achja, nur nebenbei erwähnt, die 3 oben genannten Vorträge von Peter Joseph sind m.E. definitiv besser als seine 2 Zeitgeist Filme.
    Obwohl seine Filme gut und als sie erschienen sind sicher auch wichtig waren, sind seine letzten Vorträge einfach einen Level weiter in Bezug auf Problemanalyse und Beschreibung einer möglichen Lösung dafür.

    Hut ab vor Jörg, der diese Erkenntnisse schon vor 20 Jahren hatte, aber zu anderen Lösungsvorschlägen kam (ohne diese Ansätze hier jetzt abwerten zu wollen).

  12. Jörg Buschbeck

    ja Hans, ich hatte das zweifelhafte Vergnügen schon an ähnlichen Großversuchen teilnehmen zu dürfen.
    der Sozialismus(mit seinem völlig wertlosen Geld) sollte natürlich nur der Zwischenschritt zum Kommunismus sein.
    “Jeder nach seinen Bedürfnissen” höre ich wirklich nicht das erste mal.

    Und genau da liegt auch die Lösung - einfach mal praktisch loslegen -das schafft ganz neue Erkenntnisse. Zeitgeist ist doch schon eine recht große Bewegung, da muss doch mal ein Inselprojekt möglich sein. Inseln braucht man auch nicht einmauern - es reicht Boote zu verbieten.

  13. Michael Hoennig

    @Hans

    Ich dachte eigentlich an sowas wie 1 DIN A4 Seite oder 5min Film, welches kurz anreisst worum es geht, und nicht an 150 Links. Meine Zeit ist nämlich extrem knapp.

    Es geht auch nicht darum, alles über das Projekt zu erfahren, sondern nur zu erfahren, ob es sich lohnt, Stunden und Tage mit weiterer Recherche zu verbringen.

  14. David.P

    Eigentlich wollte ich ja rasch was versöhnliches schreiben, à la das wird in der Tat wohl so kommen wie in den Videos in Hans’ letztem Link (wenn das erste auch nen bisschen stark verschwörungslastig ist) — aber lasst uns trotzdem HIER was KONKRETES tun usw.

    Doch dann las ich den Namen im Abspann des zweiten Videos (seltsamerweise hatte ich aber auch zwischendurch in dem Video schon so eine Ahnung)….

    Aaaaaarrrrgggghhhh………. Tut mir leid, da bin ich raus. Braden’s Fractal Time, das dümmste, verblödetste Machwerk von einem Buch, das ich bedaure jemals gelesen zu haben……….

    Sorry das musste raus. Habe mich hier http://kuerzer.de/Braden auch schon vor längerem zweimal zu diesem (sicherlich nicht mit Absicht, aber trotzdem…) unsäglich dummen Schundwerk geäußert….

    Nee, ansonsten wie gesagt hätte ich gegen das Zeitgeistdingens wenig einzuwenden. Dort sollte man nur aufpassen, dass es nicht ins esoterisch Wahnhafte abgleitet und dann nach hinten losgeht. Kann man sich zur Entspannung aber durchaus mal anschauen.

    Ihr könnt mich auch gerne hier wieder löschen, wenn ich diesmal zu unsachlich war. Wollte das nur eben loswerden (muss jetzt schnell die Kindies ins Bett bringen).

    Grüße David.P

  15. Hans

    @ Jörg
    1. Schritt ist, die Leute aufzuklären bzw. auf die Lösungsvorschläge aufmerksam zu machen
    2. Schritt ist tatsächlich eine Modellstadt
    Abschotten (à la Insel) wollen wir uns nicht - im Gegenteil.

    @ Michel Hoennig
    Hier haben Sie nur einen Link (wenn das als grober Überblick zu viel zu lesen ist, dann sorry, ich kenne keine kürzere Zusammenfassung):
    http://www.zeitgeist-movement.at/index.php?option=com_content&view=article&id=149&Itemid=31

    @ David.P
    Das Buch Fractal Time von Gregg Braden habe ich ebenfalls überflogen und anschließend wieder weitergeschenkt - soviel zu Gregg Braden.
    Ich weiß auch nicht inwiefern Braden mit dem Venus Projekt verbunden ist. Zumindest ist mir nicht bewusst, dass Braden in den drei Vorträgen von Peter Joseph überhaupt erwähnt wurde.
    Kann schon sein, dass Peter Joseph den Gregg Braden in irgendeiner Weise toll findet und ihn im Abspann würdigt, aber mehr schon nicht.
    Diskreditiert das jetzt das gesamte Projekt für dich, nur weil in einem Abspann irgendein Name vorkommt, den du nicht leiden kannst?
    Wenn ja, bleibt mir nur mehr zu sagen…wow, ganz schön oberflächlich!

  16. Hans

    @ David.P

    Sorry, vergiss meine letzten zwei Sätze.
    Ich hab in der Eile deinen Kommentar nur überflogen und gleich auf “Verteidigung” geschaltet…..diese verdammte Konditionierung :-D
    Übrigens: ich finde Bruce Lipton auch nicht schlecht.

  17. David.P

    Ein Name diskreditiert natürlich noch nicht das ganze Projekt. Nur passt der Schwurbelprediger Braden halt wie die Faust aufs Auge auf diese Metropolis-Atlantis-Schwebeautos-Für-Alle-Fantasmosen auf den verlinkten Seiten. Oder wie der Fresco-Jacques da vor seinem Nierentischpavillon mit dem Fuß auf seinem Hubschrauber posiert…….. so eine Art Welt-Colani…. Nee nee.

    Sicher wird das alles in ein paar tausend Jahren so kommen. Oder auch anders. Aber was wir jetzt brauchen ist was das auch die Merkel oder der Ackermann zumindest THEORETISCH kapieren könnten. Oder der Abgeordnete von nebenan aus der Ortschaft.

    Ehrlich, diese Links enthalten n.m.Empfinden hauptsächlich luftschlossiges Geschwurbel. Da les ich lieber HIER was mit Hand und Fuß. Entschuldige meine plastische Ausdrucksweise, für mehr Diplomatie fehlt mir einfach die Zeit……

    Ich finde jedenfalls das Thema könnte vielleicht woanders besser diskutiert werden. Hier sind dann doch mehr die ZukunftsHANDWERKER (!) versammelt, und die hält dieses US-Fantastopia-Gedöns irgendwie doch von der Arbeit ab.

    Bitte nicht persönlich nehmen.

    Grüße David.P

  18. Hans

    “Sicher wird das alles in ein paar tausend Jahren so kommen.”

    Ich hoffe nicht, dass es so lange dauert….aber vielleicht ist ja tatsächlich das GC-Modell auf diesem Weg dorthin der realistischere Ansatz, sozusagen eine Übergangslösung.

    Und mal ehrlich: glaubst du wirklich, dass Merkel, Ackermann & Co keinen Schimmer haben wie unser System funktioniert (obwohl bei der Merkel bin ich mir nicht so sicher, dafür aber bei Joe)?
    Es liegt doch in deren Interesse, dieses kranke System genauso weiterzuführen - aber nicht aus Dummheit, sondern weil sie und ihre Spezis davon profitieren.

    Aber genug geredet, ich lass euch dann hier mal handwerken.

  19. David.P

    Ich glaube nicht, dass irgendein Politiker auch nur einen Schimmer davon hat, was es mit dem Geld tatsächlich auf sich hat. Merkel nicht, Schäuble nicht, und Ex-Köhler schon gar nicht. Ich hab diverse Schwager in Managementpositionen bei internationalen Banken, und die haben ebenfalls nur die interne Blickweise aufs System.

    Was HIER diskutiert und erkannt wird, ist Lichtjahre von dem tatsächlichen Verständnis der derzeitigen Akteure entfernt. Allerdings nicht Lichtjahre von deren VerständnisMÖGLICHKEITEN! Kleiner Unterschied.

  20. Jörg Buschbeck

    @Hans
    1. Ja, wenn den Ökonomen schon nachweislich nicht bewusst ist, wie Geld und Wirtschaft funktioniert, musst Du davon ausgehen, das in der WER-frager-Elitenwelt erst recht keiner durchblickt. Wir haben es mit einer emotional hochintelligenten und rational verblödeten Gesellschaft zu tun. Ich glaube an die Welt - Verschwörung der Wohlstandsseuche Egomanie und Ihrer WER-Frage.

    Da komm ich jetzt mal zu einem Vorteil des Sozialismus /Kommunismus -der kausale materielle Mangel dieser Systeme erzeugt automatisch einen Grad an Aufgabenorientierung der durchaus auch Vorteile hat.

    Trotzdem läuft es mir heute - 21Jahre später - immer noch kalt den Rücken runter wenn ich bei Hof (Grenze Sachsen/bayern) an dem Wachturm vorbeifahre - von dem die Idee des MENSCHENVERBESSERNS auf mich schießen wollte, wenn ich mich ihr entziehen wollte.
    Entschuldige deshalb bitte eventuelle unsachliche Reaktionen eines bekennenden “Versachlichers”

    Wir(GC) wollen ein SYSTEM VERBESSERN ,was den Mensch mit seinen zwei Seiten so nimmt wie er ist, aber seine Sonnenseite rauskitzelt und seine Schattenseite einschränkt.

    Die Idee der MENSCHENVERBESSERER klingt noch viel besser -damit ist ja die Schattenseite theoretisch verschwunden?

    Stalin hat dafür mal 20 Millionen umgebracht - die Idee des Menschenverbesserns ist schlussendlich so faschistisch wie unrealistisch. Der Mensch scheitert als der rationale faire Führer eines solchen Systems dabei schon an der Selbstreflektion!
    Frag doch mal geisteskranke Diktatoren - die haben alles richtig gemacht und sind absolut ok. Genau diese Unmöglichkeit der “vernünftigen” Selbstreflektion lässt auch eine Leistungsbewertung losgelöst von Märkten kaum zu.

    Dort liegt der sachliche Fehler des Kommunismus - in der Unsachlichkeit des Menschen, die beim Blick auf sich selbst am stärksten ist. der Mensch belügt of andere -aber fast immer sich selbst.

    liebe Grüße, Jörg

  21. Michael Hoennig

    @Hans: Habe mir den Text durchgelesen. Klingt nach mehr oder weniger guten Zielen, aber einen Weg dorthin kann ich dort nicht entdecken.

    Eine gar nicht so unähnliche Welt könnte allerdings durchaus erreicht werden, wenn das Geldsystem so geändert wird, dass der der Zins um den Gleichgewichtszins herum pendeln kann, auch wenn dieser zeitweilig negativ ist. Nicht dass ich das für hinreichend halte, aber für notwendig schon.

  22. Hans

    “Dort liegt der sachliche Fehler des Kommunismus - in der Unsachlichkeit des Menschen, die beim Blick auf sich selbst am stärksten ist. der Mensch belügt of andere -aber fast immer sich selbst.”

    Stimme dir völlig zu. Genau aus diesem Grund wird vom Venus Projekt vorgeschlagen, Entscheidungsprozesse nicht irgendwelcher Meinungen oder Gefühlslagen von Polikern zu überlassen, sondern vernetzten Großrechnern, die die besten Lösungen für Probleme vorschlagen.

    Ich bin ebenfalls davon überzeugt, dass ein Großteil der Politiker keinen blassen Schimmer hat wie unser Geldsystem funktioniert (Gott sei Dank gibt es natürlich auch Ausnahmen wie z.B. Frank Schäffler), ABER das sind meiner Ansicht nach auch nicht die Entscheidungsträger, sondern lediglich die ausführenden Organe.
    Horst Seehofer bestätigt mich in dieser Sichtweise:
    http://www.youtube.com/watch?v=BjSP3kqMvCQ

    Haben die Entscheidungsträger eine Ahnung wie unser System funktioniert?
    Aber sicher doch!
    Die Politikerkaste und das dumme Volk brauchen bzw. sollen das doch gar nicht verstehen. Ein aufgeklärtes Volk lässt sich nur ungern ausbeuten…..darum haben wir DSDS, Bauer sucht Frau usw.
    Brot und Spiele.

    Jeder, der glaubt, dass das alles nur Zufall ist bzw. das ganze nur als “Verschwörungstheorie” abtut, ist meiner Meinung nach einfach nur naiv.

  23. Jörg Buschbeck

    @Hans
    wenn Du wie DavidP oder auch Ich durchaus mal Kontakt hast - zu den sog. Eliten - bekommst Du es schon mit - die sind wirklich so sachlich beschränkt - die müssen das nicht spielen.

    Und für zeitgeistliche marktferne Ideen -must Du halt nicht nur die eliten sondern auch das Volk durch Maschinen ersetzen.

    Matrix halt - und vergiss Produktivität ohne Markt -die ganze Sache muss ja erst mal jemand aufbauen.

    Der Sozialismus/Kommunismus hat exakt ein Problem gelöst -
    dass der “Überproduktionskrise!!!

    Und Geld war deswegen nichts in der Zone - es spielte fast keine Rolle - du musstest direkte Gegenleistung anbieten - oder einen schon ein paar Jahre alten Wartezettel auf einen Trabi. Dass war oft geldfreie ressourcenbasierte Wirtschaft.

  24. Andreas712

    Hallo David.P,
    ich kann Dir nur beipflichten: schon vor ca. 43 - 44 Jahren haben wir in der Schule genau solche Städte und Autos gemalt und wir haben uns gedacht, dass man kein Geld mehr braucht und jeder lebt nach seinen Bedürfnissen. Wir sollten damals unsere Vorstellungen äußern, wie wir uns das Leben im Jahr 2000 vorstellen… Mein Kalender jedenfalls ist schon 10 Jahre drüber und es gibt nun Dinge (technischer Art), von denen wir uns damals keinerlei Vorstellungen hätten machen können.
    Aber das Geld gibt es immer noch und geißelt uns schlimmer denn je!
    Was nun?
    Auf die da oben können wir wohl nicht nicht hoffen (höchstens dass Sie zurück treten, mehr können wir wohl da derzeit nicht erwaten).
    Wir müssen uns vorerst auf den mühsamen langen und breiten Weg in den Ebenen konzentrieren.
    Aber zumindest haben wir doch schon den die steilen Berge hinter uns gelassen, denn wir wissen ja schon mal, wo es lang geht…

  25. Hans

    @ Jörg
    Bei aller Hochachtung, die ich vor die habe, aber ich bezweifle stark, dass du oder auch David.P schon jemals mit der Elite in Berührung gekommen seid, die ich meine.
    Ich glaube, wir reden hier von zwei unterschiedlichen Eliten. Für mich sind nicht die Politiker, Bankmanager oder irgendwelche Hochschulprofessoren die Elite.
    Als “Elite” bezeichne ich Familiendynastien, die seit Generationen an der Spitze der Gesellschaft stehen - der so genannte Geldadel.
    Diese Leute müssen nicht mehr arbeiten gehen. Dieses oberste Prozent der Bevölkerung braucht lediglich am Ende des Jahres auf ihr Konto zu schauen und merkt wie aus viel Geld auf wundersame Weise noch viel mehr Geld geworden ist - glaub mir, die haben die Wirkungsweise des Zinses sehr wohl verstanden.

    Achja und die Politiker brauchen tatsächlich nicht zu schauspielern, da gebe ich dir schon recht, die glauben wirklich was sie reden.

    Glaubst du tatsächlich, dass unser heutiges Geld- bzw. Wirtschaftssystem einfach so “aus Zufall” entstanden ist (das Federal Reserve System, die Deregulierung der “Märkte” usw.)?
    Wissen diese “Eliten”, von denen ich rede, wie jetzt dieses System funktioniert?

    Das ist in etwa genauso naiv wie wenn ich einen Freund fragen würde: “Glaubst du, der Jörg Buschbeck hat eine Ahnung wie das Global Change Modell funktioniert?”

    Sind wir uns einig, dass mindestes 95% des Fernsehprogramms Müll ist, den man ungefiltert in die Tonne kippen kann?
    Welchen Sinn hat das Fernsehen überhaupt - sicher nicht Information und Aufklärung, wenn man sich das Programm anschaut.
    Die Devise lautet “Unterhaltung” oder besser gesagt “Unten-Haltung”.
    Darum leben wir eben in jener unaufgeklärten Gesellschaft, wie wir sie heute vorfinden.

    Aber Gott sei Dank gibt es das Internet und es wachen täglich mehr Leute auf.

  26. Jörg Buschbeck

    @Hans
    die POPULARITÄT der ganzen VT-Sachen (wobei ich auch vermute, dass 9/11 der Anfang von “konventionller Umlaufsicherung” durch “konservative Kreise” war) muss man auch vor dem Hintergrund der

    WER-Präferenz der Wohlstandsmenschen sehen.

    WARUM -systemische Ansätze sind nicht halb so geil wie WER - VT-Ansätze.

    Das beliebte FED-Bashing, hat für mich keinerlei sachlich nachvollziehbaren Ansatz - gerade große Vermögen halten übrigens kaum Cash -es ist die Unsitte der schwäbischen Hausfrau GELD zu sparen.

    Zum Verblöden der Menschen gehören immer zwei - die WER-Frager bekommen Ihr WER-Programm in den Medien. Da reagiert n.m.E. eher der Markt auf den Mensch.

    Dass sämtliche wirtschaftlichen Mächte enormen Einfluss auf die Politik ausüben, ist natürlich unbestritten. Deshalb ist es auch so wichtig den Staat im Kampf gegen Marktvermachtung “umzudrehen”. Dann erst haben wir Demokratie statt Plutokratie

  27. David.P

    @ Hans: Das ist alles richtig, und es gibt sicher auch ein paar Leute, die verstanden haben, dass der Zins dazu führt, dass sich ihr Geld auf dem Konto vermehrt. Kleiner Scherz.

    Richtig ist wohl auch, dass weltweit eine immer kleiner werdende Anzahl von Superreichen die Vermögen bei sich konzentrieren — aber nicht aus lauter Bosheit und Verdorbenheit, sondern das ist halt einfach die mathematisch zwangsläufige Auswirkung des aktuellen Zinssystems. Richtig ist auch, dass es bei den Betreffenden natürlich starke Interessen dafür gibt, dass das so bleibt.

    Ich glaube allerdings nicht an eine bewusste Weltverschwörung in dieser Richtung. Die diesbezügliche “Weisheit” (=Dummheit) des aktuellen Systems ist zwar vorhanden, sie liegt aber nicht in Form von ein paar ultrageheimen Verschwörern vor, die das alles so steuern, sondern schlicht als Trägheit des autopoietischen Gesamtsystems selbst (Stichwort: Intelligenz des Ameisenhaufens).

    Was aber wirklich nur eine handvoll Leute bisher überhaupt verstanden haben, ist dass es tatsächlich Alternativen zum aktuellen Zinssystem mit seinem zwangsläufigen Exponentialcrash und seiner zwangsläufigen Versklavung der Massen gibt. Noch weniger haben verstanden, wie vergleichsweise unkompliziert diese Alternativen aussehen, und was für ein ungeheures Potenzial darin liegt.

    Es muss jetzt nur noch “gemacht” werden, und dann kann es passieren, dass das alte System einfach hinweggefegt wird, wie es schon immer mit anachronistischen Systemen war (Pferdekutsche, Konversationslexikon, Schreibmaschine, Silberhalogenidfilm, Autoatlas, you name it). Solche Systemumwälzungen kommen aber niemals aus dem System selbst oder gar in Form zentraler Entscheidungen, sondern werden immer von extern als winziger Keim eingeimpft. Nichtsdestotrotz haben ausreichend gute Innovationskeime ohne weiteres das Potenzial, ein noch so verbreitetes, scheinbar uneinnehmbares, altes System in kürzester Zeit obsolet zu machen.

    Für mich immer ein plastisches Beispiel (von vielen möglichen), dass zwei Nerds namens Sergey und Larry innerhalb eines Jahrzehnts den gesamten Planeten, den Alltag und die Möglichkeiten jedes einzelnen so gut wie auf den Kopf gestellt haben.

    So, muss jetzt wieder was arbeitern,

    Grüße David.P

  28. Hans

    @ Jörg:
    “WARUM -systemische Ansätze sind nicht halb so geil wie WER - VT-Ansätze.”

    Also ich persönlich finde auch die WARUM-Fragen viel spannender als die WER-Fragen.

    Und das FED-Bashing ist meiner Meinung nach insofern gerechtfertigt, dass wir 1. eben noch keine Negativzinsen haben und 2. es nicht im Interesse der Gesellschaft liegen kann, dass eine nichtgewählte private Institution die Geldmengenausweitung/-kontraktion beeinflussen kann.
    Aber auch da scheiden sich die Geister (ich hab mal vor ein paar Jahren mit einem Uni.-Prof von mir darüber geredet und der meinte nur: “Na klar, das muss eine vom Staat unabhängige Institution sein.”).

    @ David.P
    Sehe ich genauso.
    Nichtsdestotrotz glaube ich nicht, dass die jetzigen Systemprofiteure ihr altes System einfach kampflos aufgeben werden.
    Abgelöst wird es trotzdem - da habe ich keine Zweifel.

  29. Michael Hönnig

    Gerade der US$ hatte sogar fast immer negative Realzinsen (auf T-Bonds bezogen). Dazu gibt es eine Studie von isrealischen Wissenschaftlern. Habe den Titel leider gerade nicht zur Hand.

    Aber da auch beim US$ die Inflation über Staatsverschuldung gemacht wird, ist auch dieser Zins immer noch zu hoch. Nur weil ein Realzins negativ ist, ist er nämlich noch lange nicht in jedem Fall niedrig genug.

  30. David.P

    @Hans

    Klar, in der Geschichte hat noch nie ein altes System “kampflos” aufgeben — so natürlich auch hier. Der Brockhaus hat auch nicht bei Gründung der Wikipedia gesagt, o.k. wir produzieren demnächst nur noch Briefbeschwerer und Staubfänger, lassen wir es einfach gleich bleiben.

    Erfolgreiche Systemumwälzungen passieren aber immer dann, wenn das neue System von ein paar Tüftlern einfach mal fertiggebastelt wird, ANSTELLE sich mit dem alten System zu streiten. Nicht ganz unwichtiger Punkt. Denn hätten wir das Kfz, wenn sich der Benz (anstelle im Hobbykeller zu schrauben) auf die Straße gestellt und den Kutschern Reden über ihre anachronistischen Transportmittel gehalten hätte? Oder hätten wir heute Google Earth, wenn Larry und Sergey Workshops mit den Kartenverlegern einberufen hätten, um diese endlich vom anachronistischen Papier abzubringen?

    Spaß beiseite aber ihr versteht was ich meine. Systemisch betrachtet hat es ganz klar nicht nur keinerlei Erfolgsaussicht, ein überkommenes System zum noch so notwendigen Wandel ÜBERREDEN zu wollen — nein, Kommunikation mit dem alten System ist sogar die beste Methode, den Wandel zuverlässig zu VERHINDERN, da das alte System die potentiellen Innovatoren auf diese Weise entweder einfach absorbiert, oder sie durch die ganze Streiterei schlicht vom erfolgreichen Basteln abhält.

    Grüße David.P

  31. Hans

    @ David.P
    Du hast meine vollste Zustimmung!
    Also, wie gehts jetzt weiter mit GC außer dass wir uns alle einig sind, dass das jetzige System abgelöst gehört und nur darüber zu diskutieren wie schön die GC-Idee ist uns nicht weiterhilft?
    Wie gesagt, ich halte das Venus Projekt zwar für den besseren (utopischeren?) Ansatz, das GC-Modell erscheint mir allerdings kurzfristig als die realistischere Lösung.

  32. Michael Hönnig

    @Hans: Und ich verstehe, wie an anderer Stelle schon geschrieben, nicht, wie das Venus-Projekt überhaupt funktionieren soll. Es scheint mir nur eine Ziel-Vision zu sein, ohne jeden Weg dorthin. Das mit “Computer machen das schon” ist jedenfalls ein bisschen dünn für meinen Geschmack.

  33. Guido Schwelm

    David.P
    “Was aber wirklich nur eine handvoll Leute bisher überhaupt verstanden haben, ist dass es tatsächlich Alternativen zum aktuellen Zinssystem mit seinem zwangsläufigen Exponentialcrash und seiner zwangsläufigen Versklavung der Massen gibt. Noch weniger haben verstanden, wie vergleichsweise unkompliziert diese Alternativen aussehen, und was für ein ungeheures Potenzial darin liegt.

    Erfolgreiche Systemumwälzungen passieren aber immer dann, wenn das neue System von ein paar Tüftlern einfach mal fertiggebastelt wird

    Es muss jetzt nur noch “gemacht” werden, und dann kann es passieren, dass das alte System einfach hinweggefegt wird..”

    Genau meine Worte… Ich würd’ ja gerne:
    http://www.piratenmarkt.de/info
    Nur sind Piraten dazu leider zu doof.

  34. Hans

    @ Michael Hoennig

    Der Weg dorthin kann nur sein, eine Modellstadt nach VP-Vorbild zu errichten.
    Wie schon von David.P richtig erkannt - nur darüber zu reden bringt wenig und hat noch nie wirklich was verändert. Man muss mit gutem Beispiel vorangehen.
    Aber zuerst muss das Bewusstsein dafür geschaffen werden. Die Menschen müssen erst kapieren, WARUM unser System krank ist (und nicht wer “Schuld” hat).
    Viele Leute merken zwar, dass mit diesem System irgendwas nicht stimmt, aber sie sind viel zu sehr mit ihren eigenen Problemen (die aber zumeist auch systemischer Natur sind) beschäftigt, um das System tiefgreifender zu hinterfragen.

    Darum meine These: Solange Ottonormalverbraucher ein Fußballmatch auf seinem Plasmafernseher ansehen und dabei sein Bier trinken kann, wird sich gar nichts ändern.
    Es muss zuerst ordentlich krachen - leider.

  35. Alfred Reimann

    Die Warum-Frage scheint mir die alles entscheidende Frage zu sein.

    Warum schreibe Ich jetzt diesen Text?

    Solange Ich diese Frage nicht einigermassen überzeugend, für mich überzeugend, beantworten kann, brauche Ich über andere Sachen nicht nachdenken.

    OK, Ich habs auch getan, bevor Ich mir einigermassen sicher war.

  36. Michael Hönnig

    @Guido: Ich glaube, du kennst das Problem, dass ich in dem Piratenmarkt sehe, ich kenne die Probleme gut genug vom Hansemark-Projekt, die ja nun seit über einem Jahr aufgrund ihrer “Nichtvermittelbarkeit” eingefroren ist.

    Mittlerweile ist mir auch das Problem klar: Geld ist eben nicht nur eine einheitliche nullfristige Forderung, sondern vor allem eine solche gegen dem als solventesten (vertrauenswürdigsten) angesehenen Marktpartner. Auch wen die EZB viel Federn lassen musste, sie wird immer noch als millionenfach vertrausenswürdiger angesehen als jede Komplementärwährung.

    In kleinen Gemeinschaften kann eine Komplementärwährung dennoch funktionieren, und zwar weil sich die Leute vertrauen. Diesen Bonus hat Jörg Buschbeck an seinem Wohnort, die Hansemark in Hamburg und der Piratenmarkt aber leider nicht. Solange nicht wie - um es mit Hans Worten zu sagen - Ottonormalbürger noch mit seinem Bier ungestört Fußball gucken kann.

  37. e-lan

    Ich habe mir die Zeitgeist-Bewegung sehr intensiv im Netz angeschaut, habe den kompletten Film gesehen (etwa 120 Minuten lang) und die Handlungsaufforderungen, die es hierzu gibt.

    Erstmal geht es bei der Informationsbeschaffung nicht darum, schnell etwas zu verstehen oder sich in konsumierbaren Häppchen etwas einzuverleiben, um dann genauso schnell eine Meinung zu vertreten bzw. eine Entscheidung zu fällen.

    Vieles, was das Venus Projekt publiziert, regt neue Fragen an. Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass hier so schnell Meinungen gefasst werden. Schlussendlich geht’s dann doch wieder um die Wer-Fragen. Ob Jacques Fresco nun posiert oder nicht, wen interessiert denn das? Das Projekt dient eindeutig der Bewusstseinsveränderung und es zeigt einen sehr interessanten alternativen Weg hinaus aus dem Geld-System.

    Klar, kriegt man ungute Gefühle, wenn man von Computer gesteuerten Regierungsformen liest. Hier ist doch spannend, ins Detail zu gehen und zu fragen: Wie würde das KONKRET aussehen? Insoweit ich über diese Frage nur spekulieren kann, bleibe ich dem gegenüber skeptisch. Echte Entscheidungsgrundlagen habe ich mir jedoch noch nicht geliefert.

    Jeder hat irgendwelche eigenen diffusen Vorstellungen, Angst bricht sich Bahn, wenn wir nicht so genau wissen, wie das alles gemeint ist. Statt hier in Abwesenheit der Zeitgeistaktiven zu sprechen, sollte man bei Kritik und offenen Fragen in den Dialog gehen. In München gibt es am 29. August eine Tagung. Der beste Weg, um den direkten Kontakt zu suchen.

    Die Dinge, die wir als Einzelne verändern können, darauf kommt es an.

    Wenn neunzig Prozent der Internetuser sich für sauberen Strom aussprechen und alle für Umweltschutz sind, dann müsste man davon ausgehen, dass neunzig Prozent ihren Stromanbieter wechseln. Dass das nicht so ist, können wir am besten an uns selbst ablesen. In welcher eigenen Konsequenz betreiben wir Umweltschutz und nachhaltigen Konsum?

    Sparen wir bewusst Energie in unseren eigenen vier Wänden? Gehen wir sorgsam mit dem Wasser um, das wir täglich verbrauchen? Welchen Schrott kaufen wir uns, den wir nicht brauchen? Bei welcher Bank haben wir unser Konto? Gibt es Alternativen? Sind alle unsere Versicherungen für unsere Altersvorsorge sicher? Und was passiert, wenn der Peak einsetzt und in der alleinigen Befürchtung, dass das Finanzsystem kollabieren könnte: wie viele Menschen kriegen ihre Einlagen zurück?

    Meine Konsequenz lautet: ich werde meine sämtlichen Riester- und Fondgebundenen Lebensversicherungsverträge auflösen und mit dem Rückkaufswert in meine eigene unmittelbare Zukunft investieren. Versicherungen und Finanzkonzerne sind nicht mit mir befreundet. Ich kenne keinen einzigen der Menschen persönlich.

    Die gigantischen Konzerngebäude, der Einsatz der Mittel, mit denen Versicherer ihre Geschäfte abwickeln: Das alles ist nur möglich, weil ICH ihnen mein Geld dafür gegeben habe.

    Es ist lächerlich, anzunehmen, dass eine ungewisse Zukunft versichert werden könnte. Risiken können nicht versichert werden. Wenn ich alt bin, dann werde ich tunlichst insoweit vorgesort haben, dass meine Angehörigen und engen Freunde mit mir an einem Strang ziehen. Ich brauche darum HEUTE Geld.

    Eine Wahrheit, die wir alle kennen, ist: Geld ist die Wurzel allen Übels. In der Welt gibt es nichts mehr umsonst außer das Sonnenlicht und die Luft, die wir atmen. Wie absurd ist das eigentlich?

    Ich denke, dass ein Grundeinkommen nach wie vor ein erster Schritt in die richtige Richtung ist. Damit ein Umdenken erst einmal stattfinden kann. Die kleinen Schritte können wir nur vor den großen Veränderungen vornehmen.

    Zu diesem Thema habe ich einen Artikel geschrieben: http://bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/2010/06/04/eine-welt-ohne-geld/

    GC, Grundeinkommen, regionale Währungen, Gleichwertzins etc.: diese Maßnahmen zahlen auf das große Ganze ein. Dass wir eine Welt erschaffen können, die ohne Geld auskommt, ist eine schlüssige Konsequenz.

  38. e-lan

    noch etwas: es steht mir bis zu Halskrause, wenn ich von “doofen …”, “Biertrinkern” und so weiter lesen muss. Gerade in Weltverbessererkreisen fällt mir auf, dass sich häufig der eigene Ehrenwert über andere erhebt. Keine Ahnung, wieso. Hat das was mit Humor zu tun? Dann entgeht mir da wohl was.

    Dieses Mokieren mag vielleicht ein Ausdruck von Verzweiflung sein oder von “verdammt, sind die denn alle blind?”.

    Mir geht das manchmal auf die Nerven, sorry:-)

    Habe gestern mit zwei jungen Studenten im Park ein Gespräch angefangen, weil ich mitbekam, dass sie sich über die Finanzkrise unterhielten. Die waren unglaublich aufgeschlossen und engagiert. Ich war total happy, nachdem ich den Mut gefasst hatte, mich als Fremde einfach in eine Unterhaltung einzumischen. Ich empfahl ihnen mehrere Projekte und Internetseiten und wir gingen auseinander, in der Hoffnung, uns auf dem grünen Rasen bald wieder zu treffen.
    Ich bin gespannt, was bis dahin passiert und ob sie sich mit den Themen auseinandergesetzt haben werden.

    Jedenfalls gab mir das den Mut und die Hoffnung, dass unsere Folgegenrationen durchaus Augen im Kopf haben, sich intensive Gedanken machen und aktiv werden wollen. Sie müssen nur wissen, wie und wo. Ihre Kritikfähigkeit und Neugier setze ich voraus.

  39. Jörg Buschbeck

    @e-lan

    der Kommunismus auch in der hier mit Zeitgeist beworbenen Form, läuft schlussendlich auf die Idee hinaus, den Menschen zu ändern.

    Dieser Idee kann man tatsächlich nur als “WESSI” unvoreingenommen entgegentreten. Aber selbst die müßten von den Millionen Toten in China und Russland gehört haben. Auch der Nationalsozialismus
    ist doch die Idee vom verbesserten Menschen gewesen?

    Diese Idee scheitert gerade an der Menschlichkeit - der emotionalen Sicht auf andere und sich selbst.

    “Aber ich liebe Euch doch alle”

    Dieses Zurückfallen hinter die relative Gerechtigkeit und Rationalität der Märkte ist niemals ein Fortschritt - das einzige gelöste Problem ist dass der Überproduktion.

  40. Hans

    @ e-lan

    Das mit dem Biertrinken ist einfach nur eine Beobachtung aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis - diese Leute machen sich definitiv keine system-/ wirtschaftskritischen Gedanken (aber nur, weil sie derzeit noch nicht selbst von der Krise betroffen sind und wenn sie dann mal betroffen sind, haben sie sicher andere Sorgen).
    Wie gesagt, das ist nur eine persönliche Beobachtung - vielleicht habe ich aber auch nur die falschen Freunde?

    Und nein, ich sehe mich auch nicht als “etwas Besseres” nur weil mir Bier nicht schmeckt und ich mir öfter (eigentlich täglich) kritische Gedanken über unser Geld- und Gesellschaftssystem mache.

    Ich behaupte sogar, dass meine biertrinkenden Zeitgenossen höchstwahrscheinlich viel glücklicher und zufriedener sind als ich…….vielleicht sollte ich doch auch zum Biertrinken anfangen ;-)

    @ Jörg

    Angenommen, es würde in naher Zukunft einen eindeutigen wissenschaftlichen Beweis dafür geben (manche sagen, dass es den bereits heute gibt), dass wir Menschen alle miteinander (quantenphysikalisch, energetisch) verbunden sind - welchen Sinn würde dann eine auf Konkurrenz basierende Wirtschaft noch machen?

    Insofern hast du vollkommen recht, dass der Kommunismus oder jede ähnliche Form ohne diese Erkenntnis nie funktionieren kann, da wir uns nach wie vor als voneinander getrennte Wesen betrachten würden und jeder wieder nur für “sich selbst” und zu seinem “eigenen Vorteil” wirtschaften würde.

    Ich stimme dir allerdings nicht zu, dass der Mensch geändert werden müsste - nein, lediglich die Glaubenssysteme gehörten geändert.
    Es gibt so viele Beispiele in der Geschichte, wo als unumstößlich geltende Glaubenssysteme mehr oder weniger über Nacht über den Haufen geworfen worden sind (z.B. von den Wright Brüdern).
    Warum sollte das also nicht auch heute noch seine Gültigkeit haben, nämlich dass die einzige Konstante gesellschaftlicher Entwicklung, der stetige und meist abrupte Wandel der Glaubenssysteme ist?

  41. Hans

    @ e-lan

    Damit da keine Missverständnisse aufkommen: Die Leute aus meinem Freundeskreis sind Ärzte, Lehrer und Techniker…..die sind bestimmt alles andere als “doof”. Trotzdem stellen sie das System nicht in Frage - sie funktionieren einfach.

    Ein sehr guter Freund von mir hat Philosophie studiert. Mit dem kann man echt super über Gott und die Welt reden. Solange es nur beim Reden bleibt (und es nicht ums “Handwerken”/Umsetzen geht) ist auch für ihn die Welt in Ordnung.

  42. e-lan

    Auf das Argument Zeigeist = Kommunismus habe ich eine längere Antwort formuliert, die ich auf meinem Blog veröffentlicht habe:

    http://bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/2010/06/06/global-change/

    @ Hans: Prost!:-)

  43. e-lan

    @ Hans: Ja, was tun wir also?

    Ich mache Folgendes: Ich arbeite ehrenamtlich für das BGE (sprich, ohne dafür Geld zu bekommen), ich betreibe meinen Blog zum Zwecke der Information und Verbreitung von Bewusstsein. Ich habe einen Sohn, den ich erziehe und dem ich ein Vorbild anhand meines Konsumverhaltens sein will.

    Ich spreche Leute auf der Straße an und versuche, Handlungsmotive zu geben.

    Ich schreibe an die Ethik-Bank, um herauszufinden, ob ich dort ein Konto eröffnen will. Ich wechsele meinen Stromanbieter von konventionell auf Öko.

    Ich kündige meine Altersvorsorge-Verträge.

    Ich binde mich in ein soziales Netz ein. Meine Familie, meine Freunde. Damit die mir beistehen, wenn ich mal alt und krank bin. Bedeutet, dass ich die familiären Bande nicht kappe, sondern die Verbindungen festige.

    Ich stelle meinen Freunden unbequeme Fragen.

    Gerne würde ich noch mehr tun. Aber auch meine Möglichkeiten finden schließlich ein (finanzielles) Ende.

  44. Hans

    @ e-lan:

    Sehr vorbildlich!
    So ähnlich versuche auch ich, meinen Beitrag zum Wandel zu leisten.
    Den großen Crash (das “böse” Erwachen) wird das m. E. trotzdem nicht verhindern, da noch zu viele Leute pennen.
    Aber dann sind sie wenigstens mal wach :-D

    Es wäre fein, wenn Global Change oder ähnliche Organisationen, am “Tag des Erwachens” dementsprechend vorbereitet reagieren, damit die erwachte Masse nicht wieder irgendwelchen Bauernfängern ins Netz gehen.

  45. Global Change! « welcome the future

    [...] in Geld, Maschinen, System, Umwelt. 14 Kommentare Eine auf Global Change 2009 (GC) geführte Diskussion zum Thema „99 % der Menschen fragen zu oft „WER“ – fragt bitte mehr [...]

  46. Der Amtsberger

    Hallo Jörg,
    @all,
    vielen Dank für die gute Seite und die interessanten Lösungsansätze.

    Ich finde aber hier wird nur eines außer Acht gelassen: Die Breite Masse ist noch nicht soweit.

    Es gibt kein breites Verständnis für die Ursachen unserer Probleme. Es werden ja noch nicht mal die Probleme wahrgenommen. Dank der Systemmedien hat die Verblödung weiter Teile der Bevölkerung staatgefunden. Und genau das stabilisiert das System. Solange die große Masse nicht finanziell und materiell am Ende ist, wird hier leider gar nicht passieren.
    Da wären wir schon bei der Ursache des ganzen Übels: Der Mensch selbst und die Gier die in uns wohnt. Mehr oder weniger. Die Gier ist ja auch eine Triebfeder der Entwicklung. Das wird ja nur über das Geldsystem gesteuert und durch den, der die Spielregeln aufgestellt hat. Insofern ist das schon sehr genial gemacht.

    Die Frage ist doch: Ist der Mensch bereit für etwas gänzlich Neues?
    Ist ein Mensch ohne materielle Gier überhaupt noch ein Mensch?
    Können wir eine höhere Stufe erreichen: Die Gier nach Wissenserlangung in der breiten Masse ? Materielle Dinge spielen dann eine untergeordnete Rolle.
    Da solche Übergänge fliessend sind, muß man als erstes das Bildungssystem reformiern. Die Kinder die dieses dann verlassen sind für eure neuen Ansätze bereit, da diese gelehrt werden.
    Zuerst müßte man aber in einer Unterrichtsstunde einem 10-Klässler die
    Grundlagen unseres Schuldgeldsystems beibringen.
    Im Moment geschieht in der Bildung genau das Gegenteil.
    Trotzdem bin ich guter Dingen. Manchmal gehts ja auch sehr schnell.

    VG aus Amtsberg

  47. Jörg Buschbeck

    Hallo Amtsberger,

    Ja, der Mensch mit seinen Schwächen, ist für uns als Fixgröße hinzunehmen - dies unterscheidet uns von Konzepten den Menschen zu verbessern - welche schlussendlich wohl faschistisch werden.

    In einer Marktwirtschaft, wo der Staat Monopolisierung, und ökonomische und ökologische Gefangendilemma etc. verhindert ohne die Marktordnung zu zerstören, ist dies n.u.E. umsetzbar.
    Konzept dazu ist das BeSTEUERn dieser Probleme und ab ins BGE mit den Erträgen.

    liebe Grüße nach Amtsberg von Jörg

  48. gerscht

    Hallo Herr Buschbeck,

    ich finde ihre Ansichten und das ganze GlobalChange Projekt sehr gut und ich denke auch, dass ich das “Warum” einigermaßen verstanden habe. Ich glaube aber für Leute die das erste mal auf dieser Seite sind ist es sehr schwer zu verstehen “Was” GC genau will und “Wie” es umgesetzt werden könnte. Daher finde ich, dass für ein besseres Verständnis, diese beiden Fragen hier möglichst auch noch mal kurz beantwortet werden sollten.

    z.B. in der Art:

    Was (soll geändert werden/will GC)?
    -> Warum (soll das gändert werden)?
    -> Wie (kann es umgesetzt werden)?

    viele Grüße und Viel Erfolg weiterhin!

  49. Jörg Buschbeck

    @gerscht,

    Danke für Anregungen - werde Sie demnächst versuchen umzusetzen

    liebe Grüße Jörg Buschbeck

  50. Markus

    Hallo,

    leider konnte ich zu diesem interessanten Thema nicht alle vielen Beiträge lesen. Doch hier meine Ansichten dazu in Kurzform:

    Weder Kommunismus noch Kapitalismus sind bisher in wirklicher Form gelebt worden. Was es bisher gibt ist Bolchewismus, das Herrscherprinzip des Stärkeren drängelt sich immer wieder durch. Ich sitz am Drücker und du nunmal nicht.

    Alle bisherigen Umstürze und Revolutionen haben die jeweilige Situation bisher immer nur verschlimmert weil die Qualifikation dabei abnahm. Arbeiter können nicht regieren weil ihnen dazu die Qualifikation fehlt.

    Situationen, besonders ungeliebten, bewusst standzuhalten ist ein tief emotionaler Zustand und eine rein menschliche Qualifikation, die zum regieren qualifiziert. Das ist weder durch Maschinen noch durch Gefühlsduselei zu ersetzen.

    Diese Qualifikation kann nur auf Basis von Freiwilligkeit erreicht werden. Sie lässt sich nicht erzwingen. Alle bisherigen auf Zwang aufgebauten Systeme scheitern dadurch.

    Es geht daher nicht darum, ein System gegen das andere zu ersetzen oder statt Menschen dem System die Schuld zu geben. Es geht darum, auf Basis von Freiwilligkeit Menschen zu ihrer höchsten Qualität anzuleiten und dort leben zu lassen wo ihre besten Eigenschaften zum Wohl aller Beteiligten frei hervorsprudeln.

    Die Frage ist daher weder “wer?” noch “warum?” sondern “wie?”.

    Wie können wir Situationen bewusst standhalten ohne zu Maschinen oder Marionetten zu werden?

    Wie kann jeder auf seinem besten Platz leben wo seine besten Talente gefördert werden und zum Wohl aller Beteiligten ungehindert fließen?

    Lieben Gruß
    Markus

  51. Pressnitztaler

    @Amtsberger
    “Die Frage ist doch: Ist der Mensch bereit für etwas gänzlich Neues?
    Ist ein Mensch ohne materielle Gier überhaupt noch ein Mensch?”

    Haben Sie schon mal von folgendem gehört:

    gegenseitige Hilfe und Kooperation als Grundlage für gelingende soziale Beziehungen die wiederum neurophysiologisch
    die Grundlage darstellen für Gesundheit und Wohlbefinden…

    Kann sich hier jemand vorstellen von was die Rede ist…?

    @Markus:
    “Alle bisherigen Umstürze und Revolutionen haben die jeweilige Situation bisher immer nur verschlimmert weil die Qualifikation dabei abnahm”

    Das ist einfach komplett falsch.
    Siehe Allende Chile, Chavez,Venezuela, Morales Bolivien und natürlich trifft das auch für die russische Revolution 1917 nicht ansatzweise zu.

    Also Ihre Meinungen würden mich schon davon abhalten bei GC 2009
    mitzumachen, wenn sie dort auch aktiv sind. …Dummes Hayek- und Friedman-Gequatsche…Da könnte ich ja gleich bei der FDP mitmachen.

    Nix für ungut.

    Pressnitztaler

  52. Der Sachse

    “Also Ihre Meinungen würden mich schon davon abhalten bei GC 2009
    mitzumachen, wenn sie dort auch aktiv sind. …Dummes Hayek- und Friedman-Gequatsche…Da könnte ich ja gleich bei der FDP mitmachen.

    Nix für ungut.

    Pressnitztaler
    Kommentar ”

    Antwort:

    Eine Frage ist noch keine Meinung!

    “Haben Sie schon mal von folgendem gehört:

    gegenseitige Hilfe und Kooperation als Grundlage für gelingende soziale Beziehungen die wiederum neurophysiologisch
    die Grundlage darstellen für Gesundheit und Wohlbefinden…

    Kann sich hier jemand vorstellen von was die Rede ist…?”

    Sie scheinen mir etwas voreingenommen. Nichts anderes tue ich in ca. 20 h ehrenamtlicher Tätigkeit im Monat. Vom finanziellen Aufwand, ich bin in der Lage Geld zu verdienen und geben der Gesellschaft dadurch etwas zurück, ganz zu schweigen.

    Vielleicht ist die Idee mit der FDP ja gar nicht so schlecht.

    Viele Grüße

  53. Markus

    Hallo nochmal,

    ich sehe tatsächlich, dass meine Ausführung in der Kürze etwas provokant bis oberflächlich klingt. War insgesamt auch nur eine kurze Zusammenfassung.

    Allerdings bin ich immer wieder erstaunt wie leicht Leute sich von etwas abhalten lassen bloß weil sie nicht sofort mit allen Meinungen konform gehen (vielleicht auch wieder etwas provokant bis oberflächlich?)

    So oder so halte ich daran fest, dass bei Umstürzen und Revolutionen auf die Qualifikation zu Regieren geachtet werden sollte. Es gibt aus meiner Sicht 2 wesentliche Dinge dem eine neue Partei oder Regierung standhalten muss. Das Eine natürlich dem Druck und der Kraft des bisher herrschenden Systems. Und zum Anderen natürlich auch der eigenen Verantwortung und Kompetenz etwas Besseres daraus zu machen.

    Und bei allem Verlaub - ist die russische Revolution von 1917 die bei der das Zarentum vom Bolchewismus abgelöst wurde? Und sprechen wir danach vom angeblichen Kommunismus für den bereits mehrere Hunderttausende sterben mussten und der als unhaltbar aufgelöst wurde?

    Jedes auf Zwang und Besitzdenken aufgebaute System ist aus meiner Sicht zum Scheitern verurteilt weil die freie individuelle und verantwortungsbewusste Entfaltung fehlt. Das ist meine Grundaussage - es geht nicht um ein System oder das andere, es geht darum ein Bewusstsein für Selbständigkeit, Verantwortung und Freiwilligkeit zu fördern.

    Und im Übrigen kenne ich die Herren Hayek und Friedman gar nicht :-)) passiert mir aber öfter ungefragt mit anderen in einen Topf geworfen zu werden.

    Lieber sind mir da offene und aufrichtige Fragen, um zu klären wie eine Aussage gemeint ist. Dann klärt sich Vieles sehr schnell.

  54. Markus

    Ich glaube auch insgesamt in allen Diskussionen hier - wenn wir genau so viel Spaß daran hätten, uns zu freuen und durch aufrichtige Fragen Klärungen und Einigkeit zu erzielen wie oft daran uns aufzuregen und auf die Barrikaden zu gehen - dann wäre das mal eine gelungene Revolution :-))

    Eben wie bereits gesagt - nicht “wer?”, nicht “warum?” sondern “wie?” heißt die Frage :-))

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