ich würde mich freuen, wenn man mir folgende Fragen beantwortet:
Es heißt, dass man Sparen durch niedrigen Zins unattraktiv machen solle, damit die Leute ihr Geld lieber ausgeben statt zu auf der Bank zu horten - zu sparen -, weil es keinen Gewinn abwirft. Sparen kann ich ja nur, wenn ich etwas übrig habe.
Was ich nicht verstehe, wenn ich mein gespartes Geld nicht brauche, warum sollte ich es dann ausgeben, nur weil ich weniger Zinsen bekomme? Wieso sollte ich mir wegen der niedrigen Zinsen einen Kühlschrank kaufen, obwohl ich keinen brauche? Bei Negativzins leuchtet es mir ja ein. Da gebe ich es lieber aus, bevor ich fürs’s Rumliegen lassen noch was drauf zahle.
Dann noch was. Angemommen alle leben im Wohlstand und ihre Bedarfe sind gedeckt. Dann ist der Markt doch eigentlich gesättigt und die Nachfrage sinkt wieder, weil man ja alles hat. Autos, Waschmaschinen, Möbel etc. braucht man ja nicht so oft wie Lebensmittel, Schuhe etc. Dann gibt es in best. Wirtschaftszweigen ja auch wieder Absatzprobleme.
Jörg Buschbeck
13 September, 2009 um 14:44 Uhr
hi Cirwalda,
ausgeben heist auch Investitionsgüter konsumieren.
Beispiel - eine Investition in ein Windrad bringt ohne Subventionen 4% Rendite.
Ist der Sparzins 3,8 % wirst Du wohl das Risiko der realwirtschaftlichen Investition in das Windrad nicht eingehen.
Ist der Sparzins -2% ist die Investition in das Windrad sehr interessant. Das Windrad könnte auch in Fondsform verbrieft sein und
so auch eine Handelbarkeit sicherstellen wenn du für eine Ereignis sparst z.B. Hausbau.
Darum geht es - realwirtschaftliche Investitionen bei beliebig geringen Renditen interressant zu machen!
Sachwertsparen statt Geldwertsparen ohne natürlichen solventen Kreditbedarf dazu!
Es kann niemals realwirtschaftliche Nachfrage fehlen, wenn der realwirtschaftliche Nachfrageverzicht(monetäres Sparen)
nicht größer als die realwirtschaftliche Zusatznachfrage(Kreditaufnahme) ist. Für die globale Gültigkeit dieser Aussage sind
aber freie Wechselkurse der Währungen die Vorraussetzung. Überregionale Währungen wie der Euro sollten auch aus diesem
Grund wieder abgeschafft werden. Ansonsten muß ein Ausgleich über sozialistische Umlagen bei Ungleichgewichten in der EU
erfolgen.
Meint Jörg
Andi
24 Oktober, 2009 um 20:12 Uhr
Wer Konsumiert am meisten?
Ein 67 Jähriger oder einer mit 21 Jahren?
Lass die Leute mit 60 in die Rente gehen und überlasst den Jungen Leuten Arbeitsplätze und Konsum!
Zeitarbeitsfirmen Abschaffen Schwachsinn
Gute Bezahlung viele Einkäufe!
Manu
30 Oktober, 2009 um 23:34 Uhr
Hallo,
ich habe noch eine Frage dazu:
Wenn es, mal angenommen, kein Bargeld mehr gibt und der Sparzins negativ ist, wie sollte man dann bspw. für einen Urlaub oder ein neues Auto sparen? Ist das so gedacht, dass man dann einen Teil von seinem Gehalt jeden Monat in Sachgüter investiert und diese, wenn man das Geld für einen Urlaub benötigt, wieder verkauft?
Gruß
Chris
26 November, 2009 um 21:11 Uhr
Hallo Manu!
Ich erlaube mir mal hierauf zu antworten.
Gegen ein kurzfristiges Sparen, wie für einen Urlaub, ist nichts einzuwenden, da dies innerhalb eines Jahres realisiert werden sollte und dann dieses Geld wieder der Realwirtschaft, indem Fall dem Reiseunternehmen oder der Fluggesellschaft, zufließt. … Eine größere Anschaffung, wie ein Auto oder ein Haus, wird sukzessive - wie in einer Art Leasing - finanziert. Es ist doch Wurscht, ob du jeden Monat etwas bei Seite legst und dann ein Auto kaufst oder ob du es gleich nimmst und es abzahlst. Angenommen du verlierst deinen Arbeitsplatz in der Zeit der Zahlung/ Ansparung. In beiden Fällen, wäre keine Zahlung mehr möglich. Nicht auf dein Sparkonto und nicht als Leasingrate. Also wo ist das Problem? ;o) Es gibt keins. Es ist einfach eine Frage des Umdenkens. … Geld horten wird dir schon als Kind beigebracht, wenn die Omi was für die Spardose hat. Kredite haben immer einen negativen Charakter, weil keiner die Hintergründe erfragt und unser Geldsystem nimmt, wie es ist.
Es muss einfach alles fließen. Die Menschen müssen ebenso kapieren, dass es Schwachsinn ist, materielle Dinge anzuhäufen, um sich im Konsumrausch zu befriedigen. Wenn wir diese irdische Welt irgendwann ein Mal verlassen, müssen wir diesen ganzen angehäuften Sachen hier lassen. Also warum anhäufen???
Ich hoffe, ich konnte ein paar Denkanstöße geben?
Gruß Chris
Christian
10 Dezember, 2009 um 14:58 Uhr
“Marktwirtschaft ist die natürliche Wirtschaftsordnung, die der Natur des Menschen entspricht.”
So redet man nicht als Wissenschaftler, so reden Priester. Ihr ganzes wenig originelles Konzept basiert also vorrangig auf religiöser Auslegung der Glaubensfrage Markt.
“Sein naturgegebenes Streben nach Eigennutz schafft den Wohlstand der Menschheit.”
Wer sind Sie festzulegen, was in meiner Natur liegt ? Ich behaupte, in meiner Natur liegt es, Mitgefühl für meine Mitmenschen zu empfinden und sie nicht in einer Konkurrenzsituation auszustechen und auf der Strecke zu lassen.
Da sie auch noch Adam Smith zitieren (vermutlich ohne seine Werke gelesen zu haben) sei noch auf Folgendes hingewiesen.
Adam Smith war von Beruf Moralphilosph, er selbst betrachtete die TMS als sein Hauptwerk. Hier legt er nämlich ganz bestimmte moralische Vorbedingungen fest die notwendig sind, damit sein “Wohlstand der Nationen” eintreten kann.
Bevor Sie also solchen Unsinn hier verzapfen empfehle ich Ihnen, die ganze “Bibel” zu lesen und nicht nur die Teile die Sie für ihre kapital-religiösen Interessen auszunutzen gedenken.
Jörg Buschbeck
11 Dezember, 2009 um 00:52 Uhr
Lieber Christian,
die ganz bestimmten Bedingungen für eine Funktion der Marktwirtschaft sind laut Smith wohl die Abwesenheit von Monopolen. Moral ist auch sehr wichtig -aber Sie ist Folge eines gerechten Systems - und nicht umgekehrt.
Sie haben recht - ich bin Praktiker und kein Wissenschaftler - aber auch mit dem praktischen Blick auf ein marktfernes System der DDR. Auch dort wollte man über bessere Moral ein besseres System und ich habe die faschistische Fratze dieses Gedankens ganz praktisch erleben dürfen.
Wir wollen das bedingungslose Grundeinkommen für’s Kapital durch ein solches für jeden Menschen ersetzen und das Ungleichgewichtssystem Kaputalismus durch das Gleichgewichtssystem Marktwirtschaft.
Ihre Anwürfe bezüglich Kapitalinteressen schreiben Sie bitte lieber ins INSM -Forum - bei uns sind Sie damit falsch. Wir wollen die Kapitalrendite in einem Meer von Kapital ganz marktwirtschaftlich ersäufen.
Grüße Jörg Buschbeck
Peter
21 Dezember, 2009 um 20:44 Uhr
Hallo,
ich habe eine Frage zur Inflation und Deflation.
Wenn ich den Film richtig verstanden habe, frist der Zins bzw. ZinsZins das Geld auf und es liegt auf der Bank und gelangt nicht in die Realwirtschaft. Dadurch kommt es zu einer Deflation, weil das Geld in der Realwirtschaft weniger wird und die Güter steigen. Aber nach den Statistiken http://www.leitzinsen.info/charts/ieuro.htm hatten wir vor der Krise eine Inflation und keine Deflation. Also wie entsteht diese 2% Inflation pro Jahr bzw. wo kommt das ganze Geld her???
Jörg Buschbeck
22 Dezember, 2009 um 00:26 Uhr
Hallo Peter,
Inflation ensteht durch mehr Nachfrage als Angebot.
Dazu muß die Geldproduktion (Kreditvergabe) über der Sparquote oder korrekter Saldo Geldhaltung liegen.
Knapp 2% Inflationsziel!!! ist der Sicherheitsabstand zur Klippe
( Geldhaltung steigt über Kreditvergabe).
Deflation im Sinne sinkender Preise bekommen wir kaum, da die Märkte schon stark monopolisiert sind. Deflation im Sinne - private Geldproduktion(Kredit) unter private Geldnachfrage(Sparquote) haben wir schon längst.
Deshalb Staatsschulden = staatliche Geldproduktion bis es kracht - oder Einschränkung des Geldverbrauchs(monetäre Geldhaltung) zugunsten privatwirtschaftlicher Investitionen auch bei geringer Rendite! Dazu muß die monetäre risikolose Verzinsung auch unter den Nullpunkt fallen können.
Oder würden Sie zu 3% Rendite in die Realwirtschaft investieren, wenn Ihnen die Bank 2% Zinsen auch für monetäre Geldhaltung anbieten muß
damit Sie auf Liquidität verzichten?
Grüße Jörg Buschbeck
Peter
25 Dezember, 2009 um 10:49 Uhr
Hallo,
ich habe noch eine Frage.
Stimmt der folgende Sachverhalt ?
“Inflation entsteht durch mehr Nachfrage als Angebot.”
Daraus folgt: Inflation ist nicht die Folge von zu viel Geld. Zu viel Geld ist die Folge der Inflation.
Inflation ist die also Folge von Preisspekulationen (”Alles wird teuerer”).
Inflation bringt Geldvermehrung und Schuldenausweitung.
Alles richtig..?
Frage: Kann man die Geldmenge auch ohne Inflation wachsen lassen, wenn man sie einfach druckt ? Würde das zu einer Inflation führen….?
2)
Bei den Banken wuchert das Vermögen bzw. Geld durch den ZinsZins. Da Geld=Schuld ist müssen auch die Schulden wuchern, d.h. eine Zwangsverschuldung erfolgt, um die Zinslasten zu bedienen.
3)
Die Banken müssen somit die Geldmenge immer erhöhen. Aber ist die Erhöhung wirklich eine Folge der Inflation?
Die Erhöhung kommt wegen 2) durch die Zwangsverschuldung zu stande und nicht wegen der Inflation…?
Jörg Buschbeck
27 Dezember, 2009 um 12:26 Uhr
Lieber Peter,
die Antworten auf Deine Fragen setzen saubere Definitionen der Begriffe Geld, Geldmenge, Inflation usw. vorraus. Gerade die Frage was Geld ist, wird IMHO von der WiWi als auch der Öffentlichkeit kollektiv falsch gesehen und bedarf dringend einer Neudefinition.
Geld ist IMHO kein “Ding”sondern ein Schuldkontrakt - wird aber kollektiv als “Ding” betrachtet, was zu falschen Schlüssen führt. Nicht, dass die Buba
und insbesonder Ihr Ex Vorstand Prof. O.Issing die Realität nicht publizieren würde - es will aber anscheinend niemand hören.
Beispielsweise wird gerade kollektiv übersehen, dass das Zentralbankgeld(Zentralbankkredit -dass was man in verbriefter Form Geld nennt) nicht mehr der begrenzende Faktor der Kreditvergabe ist, sondern die Verfügbarkeit “freiwilliger solventer Schuldner”. Die momentane Inflationspropaganda(es ist noch so viel Zentralbankgeld da!) ist zur Aufrechterhaltung von Konsum hilfreich aber keineswegs logisch, zumindest wenn man monetäre Ursachen für eine solche verantwortlich machen möchte.
Wir werden unseren Standpunkt und unsere Neudefinitionen zu diesen Themen im Jahresgang 2010 aufgeräumt im Blog präsentieren - möchte mich derzeit dazu auch noch nicht abschließend äußern, da wir damit auch noch nicht “durch” sind. Nur so viel - Preissteigerungen können natürlich ganz verschiedene Ursachen haben.
Empfehle Ihnen bei Interesse bis dahin unbedingt den Issing der wohl auch
den Stand der Technik zur Inflation und “Geldschöpfung” sauber wiedergibt und nur einer Verständlichmachung /Vereinfachung für den Normalbürger bedarf. Auf meinen Lieblingsseiten 105 und 284 beschreibt er klar das “Global Change Problem”.
12 September, 2009 um 16:56 Uhr
Hallo,
ich würde mich freuen, wenn man mir folgende Fragen beantwortet:
Es heißt, dass man Sparen durch niedrigen Zins unattraktiv machen solle, damit die Leute ihr Geld lieber ausgeben statt zu auf der Bank zu horten - zu sparen -, weil es keinen Gewinn abwirft. Sparen kann ich ja nur, wenn ich etwas übrig habe.
Was ich nicht verstehe, wenn ich mein gespartes Geld nicht brauche, warum sollte ich es dann ausgeben, nur weil ich weniger Zinsen bekomme? Wieso sollte ich mir wegen der niedrigen Zinsen einen Kühlschrank kaufen, obwohl ich keinen brauche? Bei Negativzins leuchtet es mir ja ein. Da gebe ich es lieber aus, bevor ich fürs’s Rumliegen lassen noch was drauf zahle.
Dann noch was. Angemommen alle leben im Wohlstand und ihre Bedarfe sind gedeckt. Dann ist der Markt doch eigentlich gesättigt und die Nachfrage sinkt wieder, weil man ja alles hat. Autos, Waschmaschinen, Möbel etc. braucht man ja nicht so oft wie Lebensmittel, Schuhe etc. Dann gibt es in best. Wirtschaftszweigen ja auch wieder Absatzprobleme.
13 September, 2009 um 14:44 Uhr
hi Cirwalda,
ausgeben heist auch Investitionsgüter konsumieren.
Beispiel - eine Investition in ein Windrad bringt ohne Subventionen 4% Rendite.
Ist der Sparzins 3,8 % wirst Du wohl das Risiko der realwirtschaftlichen Investition in das Windrad nicht eingehen.
Ist der Sparzins -2% ist die Investition in das Windrad sehr interessant. Das Windrad könnte auch in Fondsform verbrieft sein und
so auch eine Handelbarkeit sicherstellen wenn du für eine Ereignis sparst z.B. Hausbau.
Darum geht es - realwirtschaftliche Investitionen bei beliebig geringen Renditen interressant zu machen!
Sachwertsparen statt Geldwertsparen ohne natürlichen solventen Kreditbedarf dazu!
Es kann niemals realwirtschaftliche Nachfrage fehlen, wenn der realwirtschaftliche Nachfrageverzicht(monetäres Sparen)
nicht größer als die realwirtschaftliche Zusatznachfrage(Kreditaufnahme) ist. Für die globale Gültigkeit dieser Aussage sind
aber freie Wechselkurse der Währungen die Vorraussetzung. Überregionale Währungen wie der Euro sollten auch aus diesem
Grund wieder abgeschafft werden. Ansonsten muß ein Ausgleich über sozialistische Umlagen bei Ungleichgewichten in der EU
erfolgen.
Meint Jörg
24 Oktober, 2009 um 20:12 Uhr
Wer Konsumiert am meisten?
Ein 67 Jähriger oder einer mit 21 Jahren?
Lass die Leute mit 60 in die Rente gehen und überlasst den Jungen Leuten Arbeitsplätze und Konsum!
Zeitarbeitsfirmen Abschaffen Schwachsinn
Gute Bezahlung viele Einkäufe!
30 Oktober, 2009 um 23:34 Uhr
Hallo,
ich habe noch eine Frage dazu:
Wenn es, mal angenommen, kein Bargeld mehr gibt und der Sparzins negativ ist, wie sollte man dann bspw. für einen Urlaub oder ein neues Auto sparen? Ist das so gedacht, dass man dann einen Teil von seinem Gehalt jeden Monat in Sachgüter investiert und diese, wenn man das Geld für einen Urlaub benötigt, wieder verkauft?
Gruß
26 November, 2009 um 21:11 Uhr
Hallo Manu!
Ich erlaube mir mal hierauf zu antworten.
Gegen ein kurzfristiges Sparen, wie für einen Urlaub, ist nichts einzuwenden, da dies innerhalb eines Jahres realisiert werden sollte und dann dieses Geld wieder der Realwirtschaft, indem Fall dem Reiseunternehmen oder der Fluggesellschaft, zufließt. … Eine größere Anschaffung, wie ein Auto oder ein Haus, wird sukzessive - wie in einer Art Leasing - finanziert. Es ist doch Wurscht, ob du jeden Monat etwas bei Seite legst und dann ein Auto kaufst oder ob du es gleich nimmst und es abzahlst. Angenommen du verlierst deinen Arbeitsplatz in der Zeit der Zahlung/ Ansparung. In beiden Fällen, wäre keine Zahlung mehr möglich. Nicht auf dein Sparkonto und nicht als Leasingrate. Also wo ist das Problem? ;o) Es gibt keins. Es ist einfach eine Frage des Umdenkens. … Geld horten wird dir schon als Kind beigebracht, wenn die Omi was für die Spardose hat. Kredite haben immer einen negativen Charakter, weil keiner die Hintergründe erfragt und unser Geldsystem nimmt, wie es ist.
Es muss einfach alles fließen. Die Menschen müssen ebenso kapieren, dass es Schwachsinn ist, materielle Dinge anzuhäufen, um sich im Konsumrausch zu befriedigen. Wenn wir diese irdische Welt irgendwann ein Mal verlassen, müssen wir diesen ganzen angehäuften Sachen hier lassen. Also warum anhäufen???
Ich hoffe, ich konnte ein paar Denkanstöße geben?
Gruß Chris
10 Dezember, 2009 um 14:58 Uhr
“Marktwirtschaft ist die natürliche Wirtschaftsordnung, die der Natur des Menschen entspricht.”
So redet man nicht als Wissenschaftler, so reden Priester. Ihr ganzes wenig originelles Konzept basiert also vorrangig auf religiöser Auslegung der Glaubensfrage Markt.
“Sein naturgegebenes Streben nach Eigennutz schafft den Wohlstand der Menschheit.”
Wer sind Sie festzulegen, was in meiner Natur liegt ? Ich behaupte, in meiner Natur liegt es, Mitgefühl für meine Mitmenschen zu empfinden und sie nicht in einer Konkurrenzsituation auszustechen und auf der Strecke zu lassen.
Da sie auch noch Adam Smith zitieren (vermutlich ohne seine Werke gelesen zu haben) sei noch auf Folgendes hingewiesen.
Adam Smith war von Beruf Moralphilosph, er selbst betrachtete die TMS als sein Hauptwerk. Hier legt er nämlich ganz bestimmte moralische Vorbedingungen fest die notwendig sind, damit sein “Wohlstand der Nationen” eintreten kann.
Bevor Sie also solchen Unsinn hier verzapfen empfehle ich Ihnen, die ganze “Bibel” zu lesen und nicht nur die Teile die Sie für ihre kapital-religiösen Interessen auszunutzen gedenken.
11 Dezember, 2009 um 00:52 Uhr
Lieber Christian,
die ganz bestimmten Bedingungen für eine Funktion der Marktwirtschaft sind laut Smith wohl die Abwesenheit von Monopolen. Moral ist auch sehr wichtig -aber Sie ist Folge eines gerechten Systems - und nicht umgekehrt.
Sie haben recht - ich bin Praktiker und kein Wissenschaftler - aber auch mit dem praktischen Blick auf ein marktfernes System der DDR. Auch dort wollte man über bessere Moral ein besseres System und ich habe die faschistische Fratze dieses Gedankens ganz praktisch erleben dürfen.
Wir wollen das bedingungslose Grundeinkommen für’s Kapital durch ein solches für jeden Menschen ersetzen und das Ungleichgewichtssystem Kaputalismus durch das Gleichgewichtssystem Marktwirtschaft.
Ihre Anwürfe bezüglich Kapitalinteressen schreiben Sie bitte lieber ins INSM -Forum - bei uns sind Sie damit falsch. Wir wollen die Kapitalrendite in einem Meer von Kapital ganz marktwirtschaftlich ersäufen.
Grüße Jörg Buschbeck
21 Dezember, 2009 um 20:44 Uhr
Hallo,
ich habe eine Frage zur Inflation und Deflation.
Wenn ich den Film richtig verstanden habe, frist der Zins bzw. ZinsZins das Geld auf und es liegt auf der Bank und gelangt nicht in die Realwirtschaft. Dadurch kommt es zu einer Deflation, weil das Geld in der Realwirtschaft weniger wird und die Güter steigen. Aber nach den Statistiken http://www.leitzinsen.info/charts/ieuro.htm hatten wir vor der Krise eine Inflation und keine Deflation. Also wie entsteht diese 2% Inflation pro Jahr bzw. wo kommt das ganze Geld her???
22 Dezember, 2009 um 00:26 Uhr
Hallo Peter,
Inflation ensteht durch mehr Nachfrage als Angebot.
Dazu muß die Geldproduktion (Kreditvergabe) über der Sparquote oder korrekter Saldo Geldhaltung liegen.
Knapp 2% Inflationsziel!!! ist der Sicherheitsabstand zur Klippe
( Geldhaltung steigt über Kreditvergabe).
Deflation im Sinne sinkender Preise bekommen wir kaum, da die Märkte schon stark monopolisiert sind. Deflation im Sinne - private Geldproduktion(Kredit) unter private Geldnachfrage(Sparquote) haben wir schon längst.
Deshalb Staatsschulden = staatliche Geldproduktion bis es kracht - oder Einschränkung des Geldverbrauchs(monetäre Geldhaltung) zugunsten privatwirtschaftlicher Investitionen auch bei geringer Rendite! Dazu muß die monetäre risikolose Verzinsung auch unter den Nullpunkt fallen können.
Oder würden Sie zu 3% Rendite in die Realwirtschaft investieren, wenn Ihnen die Bank 2% Zinsen auch für monetäre Geldhaltung anbieten muß
damit Sie auf Liquidität verzichten?
Grüße Jörg Buschbeck
25 Dezember, 2009 um 10:49 Uhr
Hallo,
ich habe noch eine Frage.
Stimmt der folgende Sachverhalt ?
“Inflation entsteht durch mehr Nachfrage als Angebot.”
Daraus folgt: Inflation ist nicht die Folge von zu viel Geld. Zu viel Geld ist die Folge der Inflation.
Inflation ist die also Folge von Preisspekulationen (”Alles wird teuerer”).
Inflation bringt Geldvermehrung und Schuldenausweitung.
Alles richtig..?
Frage: Kann man die Geldmenge auch ohne Inflation wachsen lassen, wenn man sie einfach druckt ? Würde das zu einer Inflation führen….?
2)
Bei den Banken wuchert das Vermögen bzw. Geld durch den ZinsZins. Da Geld=Schuld ist müssen auch die Schulden wuchern, d.h. eine Zwangsverschuldung erfolgt, um die Zinslasten zu bedienen.
3)
Die Banken müssen somit die Geldmenge immer erhöhen. Aber ist die Erhöhung wirklich eine Folge der Inflation?
Die Erhöhung kommt wegen 2) durch die Zwangsverschuldung zu stande und nicht wegen der Inflation…?
27 Dezember, 2009 um 12:26 Uhr
Lieber Peter,
die Antworten auf Deine Fragen setzen saubere Definitionen der Begriffe Geld, Geldmenge, Inflation usw. vorraus. Gerade die Frage was Geld ist, wird IMHO von der WiWi als auch der Öffentlichkeit kollektiv falsch gesehen und bedarf dringend einer Neudefinition.
Geld ist IMHO kein “Ding”sondern ein Schuldkontrakt - wird aber kollektiv als “Ding” betrachtet, was zu falschen Schlüssen führt. Nicht, dass die Buba
und insbesonder Ihr Ex Vorstand Prof. O.Issing die Realität nicht publizieren würde - es will aber anscheinend niemand hören.
Beispielsweise wird gerade kollektiv übersehen, dass das Zentralbankgeld(Zentralbankkredit -dass was man in verbriefter Form Geld nennt) nicht mehr der begrenzende Faktor der Kreditvergabe ist, sondern die Verfügbarkeit “freiwilliger solventer Schuldner”. Die momentane Inflationspropaganda(es ist noch so viel Zentralbankgeld da!) ist zur Aufrechterhaltung von Konsum hilfreich aber keineswegs logisch, zumindest wenn man monetäre Ursachen für eine solche verantwortlich machen möchte.
Wir werden unseren Standpunkt und unsere Neudefinitionen zu diesen Themen im Jahresgang 2010 aufgeräumt im Blog präsentieren - möchte mich derzeit dazu auch noch nicht abschließend äußern, da wir damit auch noch nicht “durch” sind. Nur so viel - Preissteigerungen können natürlich ganz verschiedene Ursachen haben.
Empfehle Ihnen bei Interesse bis dahin unbedingt den Issing der wohl auch
den Stand der Technik zur Inflation und “Geldschöpfung” sauber wiedergibt und nur einer Verständlichmachung /Vereinfachung für den Normalbürger bedarf. Auf meinen Lieblingsseiten 105 und 284 beschreibt er klar das “Global Change Problem”.
http://www.amazon.de/Einf%C3%BChrung-die-Geldtheorie-Otmar-Issing/dp/3800633663
Grüße Jörg Buschbeck