2. August 2010

Das unbedingte Grundeinkommen - (marktlehre.de)

von Robert Pawelke-Klaer - www.marktlehre.de

Der Wunsch nach Einführung eines „Bedingungslosen Grundeinkommens“ löst immer
wieder Unbehagen aus. Viele Menschen können einer solchen Forderung weder bedingungslos
folgen, noch können sie diese Forderung guten Gewissens ablehnen. Man scheint
zwischen zwei Stühlen zu sitzen. Wie kommt es dazu? Die Ursache hierfür liegt in der Forderung
selber, die sich als ein neues Lebensprinzip und nicht als eine bloße Forderung versteht,
die sich gegen die kapitalistischen Missstände richtet, auch wenn diese Missstände der
Anlass für das Entstehen dieser Forderung sind. Gemessen an den Missständen, ist die Forderung „berechtigt“. Gemessen am Leben, ist die Forderung von zweifelhafter Natur. Diese
beiden Dinge, die sich in dieser Forderung überschneiden, sollen hier voneinander unterschieden
werden.

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5 Kommentare

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  1. Hans

    Interessanter Vortrag von Dr. Sascha Liebermann zum bedingungslosen Grundeinkommen:
    http://www.vimeo.com/14154426

  2. Andreas

    Zitat:
    Der Wunsch nach Einführung eines „Bedingungslosen Grundeinkommens“ löst immer
    wieder Unbehagen aus.
    —/-
    Ja, weil die Leichtlohngruppen dann eine lupenreine Schattenwirtschaft basteln.
    Ein Grundeinkommen ist in einer funktionierenden Wirtschaft völlig überflüssig und eine Freiwirtschaft braucht schon erst recht kein Grundeinkommen, denn wenn Geld nur noch über Arbeit verfügbar wird, läßt sich der Wert der Arbeit erst richtig bewerten, eben weil Arbeitsleistung, so das Arbeitsangebot nicht künstlich verknappt wird, gemessen am Bedarf, immer ein knappes Gut sein wird und schon daraus ergibt sich ein ordentlicher Preis.
    Arbeiten die nicht gerade zu den Favorisierten gehören, werden erheblich teurer und deswegen werden sie auch gemacht.
    Wenn aber ein Grundeinkommen gezahlt wird, kann das nur zu Wettbewerbsverzerrungen führen.
    Ein für seien Bezieher leistungsloses Einkommen, ist es was die Wirtschaft ruiniert, ob das jetzt Renditen sind oder Massenalimentationen, das spielt keine Rolle.
    Die BGE Fritzen die sich den Gesell auf’s Fähnchen heften, haben die Freiwirtschaftslehre jedenfalls nicht verstanden!

  3. Rudi

    Warum sollte das im Widerspruch stehen? Schau Dir doch mal Deutschland an so die letzten 15 Jahre, was ist passiert? Durch Atrbeitszwang sicher wird dir das Wort der Begriff nicht gefallen entstand eine Lohnspirale nach unten und Arbeit wurde und wird defakto so viel wert das der Mensch kaum noch genug zum Leben hat und ergänzendes H4 beantragen muss.
    So wie willst du das auflösen? Antwort erwünscht!
    So auch die Abhängigkeit von Scheidungskindern gegenüber Ihren Erzeugern die nicht zahlen wollen/können weil siehe oben wie willst Du das auflösen= Antwort erwünscht!
    Die Aufteilung des Proletariat in neue untere Schicht mit noch weniger Lohn und noch weniger Einkommen!
    So wie willst Du das auflösen? Antwort erwünscht!

    Sicher nach deinem Verständnis der Lehren von Gesell gibt es ja diesen Gegensatz nicht, aber ich sage Dir der ist noch schlimmer geworden als das was Karl Marx in den ersten Seiten seines Kapitals schreibt!

    Du setzt eine funktionierende Freiwirtschaft voraus defakto haben wir keine!

    Auch bin ich der Ansicht und nun schlag mich ruhig das zuerst das System verändert gehört und dann kümmere man sich um die Ökonomie.

    Ja und das BGE ist eine Systemveränderung hin aber nicht zudem was Du als Schreckens Szenario unscharf umreisst denn es macht die Menschen unabhängig und beseitigt die Klasse der Prekaristen deren Arbeit dir anscheinend immer noch zu teuer ist!
    Ausserdem ist die Arbeit für den Menschen da und nicht umgekehrt von Automation Rationalisierung die Du ausblendest und die es zu Zeiten eines Gesells faktisch nicht gab fängst Du erst garnicht an.

    Jede Idee und ein System sollte sich weiterentwickeln und nicht verharren viel wesentlicher erscheinen mir das Freiland und das Freigeld zu sein.

    Und dann ganz grundsätzlich 3warum sollte auch Dreckarbeit die dann dennoch da ist nicht höher bezahlt werden.

    Diese hat für mich einen Gesllschaftlich höheren Ansatz und somit auch Wertigkeit….

    Ne ich glaube Einstein der sich sehr wohlwollend über Gesell und seine Lehren geäußert hat würde das jetzt so sehen wie die von Dir so freundlich bedachten BGE Fritzen….

    Dann mal grundsätzlich auch im Kommunismus gab es Strömungen der verschiedensten Denkschulen wie nur mal als Beispiel die Wertkritik die diametral zu Marx steht.

    Kein System und keine Überzeugung sollte als unveränderliche Konstante bestehen bleiben denn dann drehen wir das Rad zurück und sind Dogmatiker mit dem absoluten Anspruch eines Paptes

    Systeme sind von Menschen gemacht und können zu jedweden Zeitpunkt von diesen beendet werden, der entscheidende Faktor hier ist nur die Zeit…

    Tunesien Libyen Ägypten Bahrain Yemen Jordanien Fortsetzung folgt

    mfg rudi der kein Kommunist ist und auch kein Kommunist wird, denn ohne die Freiheit ist alles andere genau gar nichts wert….
    Prekaristen haben keine

  4. Rudi

    So ergänzend Stichwort Freizügigkeit in Europa!

    Du schreibst;
    #
    Arbeiten die nicht gerade zu den Favorisierten gehören, werden erheblich teurer und deswegen werden sie auch gemacht.
    #

    Wäre ja zu schön und setzt schon etwas Naivität voraus, denn dann werden diese Arbeit Menschen verrichten aus Europa die noch weniger verdienen der Markt wird unterboten genauso wie heute!

    Wenn das dann noch zu teuer ist kommt man mit dem Instrument der Werkverträge und unterbietet dann selbst diese auch das ist heute Realität!

    Geht dann einher mit noch weniger Rechten und Lebensbedingungen der Arbeiter/inen die Du nicht wirklich wissen willst!

    Und so wie das bei Drecksarbeiten sein wird! Wird es auch bei anderen Tätigkeiten sein, denn der Gegensatz ist doch da schaue Dir einfach die Realität an dazu muss man kein Kommunist sein.

    mfg

  5. michel.S

    An Andreas:
    Nichts an deiner Kritik ist untermauert, es sind lediglich klischeehafte Behauptungen.
    * was verstehst du unter “lupenreine Schattenwirtschaft” ?
    * betrachtest du die derzeitige Ökonomie als “funktionierende Wirtschaft”?
    * worin liegt der Sinn, Arbeitsangebote “künstlich” zu verknappen?
    * ist es nicht sinnvoll, gefährliche “nicht favorisierte Arbeiten” wertgerecht zu entlohnen?
    * Arbeit und Einkommen sind zweierlei paar Schuhe. Was ist mit der Arbeit, die massenweise unentlohnt und ehrenamtlich geleistet wird ?
    * siehst du keine Wettbewerbsverzerrungen in der jetzigen Wirtschaft ? - warum dies dann dem Grundeinkommen unterstellen ?
    * Einkommen sichert die Arbeitsleistung für das Gemeinwohl, nicht umgekehrt. Die Wirtschaft wird durch den Konsum gesteuert, sie
    wäre erst ruiniert, wenn keiner mehr konsumiert. Glaubst du dass es jemals möglich wäre, ohne Konsum zu leben ?
    * Kannst du oder willst du nicht sehen, dass ein Grundeinkommen (Massenalimentation = hässliches Wort!) für eine Solidargesellschaft die Basis des Konsums bedeutet und somit erst das Wirtschaften ermöglicht ?
    * gehörst du auch zu den Irrgläubigen, die leistungslose Renditen (Zinsen) für die Krönung derzeitiger Ökonomie halten ?
    * willst du auch dein “Geld arbeiten lassen” ? - und dafür Lohndumping für die schwer arbeitende Bevölkerung in Kauf nehmen ? -ist das deine Auffassung von Gerechtigkeit ?

    Wir bGE-Fritzen haben uns weder Freiwirtschaft noch Gesell auf die Fahnen geheftet; wir kämpfen für eine uralte Idee, die in vielen Fazetten das Wohl der gesamten Bevölkerung (jung, alt, reich, arm, krank und irrgläubig) im Fokus hat.
    Deine Äußerungen sind jedoch weit davon entfernt.

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