Global Change 2009 e.V.

Das Global Change Modell für eine
menschlichere Marktwirtschaft

7. März 2010

Prof. Otmar Issing - Einführung in die Geldtheorie

Prof. Otmar Issing ist einer der renomiertesten Experten zum Thema Geld. Er war Vorstand bei Bundesbank und der Europäischen Zentralbank. In seinem Standardwerk “Einführung in die Geldtheorie” erläutert er sowohl die Geldentstehung aus Kredit als auch auf Seite 105 das Global-Change-Problem:

“In Zeiten des konjunkturellen Abschwungs und extrem pessimistischer Erwartungen kann es folglich sein, dass es keinen positiven Zinssatz gibt, bei dem Angebot und Nachfrage nach Ersparnissen zum Ausgleich kommen. Das Sparen führt dann also zu einem teilweisen Nachfrageausfall, der Kreislauf gerät in einen Schrumpfungsprozess (siehe Abb. 21).“

wie auch auf Seite 284 die Ursache im hortbaren Bargeld:

“Die besonderen Schwierigkeiten für die Geldpolitik liegen darin, dass sie ihre Zinsen höchstens bis auf Null reduzieren kann (Null-Grenze) (siehe Abschnitt 11). Vorschläge, diese Grenze für den Nominalzins durch eine Art Steuer auf das Halten von Geld aufzuheben, sind kaum praktikabel…

Solange mit dem Bargeld ein liquides, risikoloses alternatives Aktivum zur Verfügung steht, kann der Nominalzins nicht unter Null sinken – die Anleger würden Aktiva mit negativer Verzinsung meiden und Bargeld halten.“

Er erläutert auf Seite 284 also sogar die Global Change Lösung - hält Sie aber, obwohl ohne benannte nachhaltige Alternative, für kaum praktikabel.

Dabei ist es ganz einfach - man kann den Euro sogar nachrüsten!

 

20. Februar 2010

2 + 2 = 4…Wirtschaftsweiser Wolfgang Stützel hat es lange vor Global Change erkannt

Saldenmechanik Seite 1/2/3 - Wolfgang Stützel 1978

..wird aber leider manchmal übersehen, dass es neben Zusammenhängen, die vom menschlichen Verhalten abhängen, und häufig auch als Zwischenglieder solcher Zusammenhänge, viele Größenbeziehungen in der Wirtschaft gibt, über die sich streng Allgemeingültiges aussagen lässt…
Es geht freilich bei diesen Zusammenhängen häufig um recht primitive Dinge.

So besteht zwischen der Wirtschaftstätigkeit des Herrn Schulze und der Tätigkeit aller übrigen Mitglieder der Weltwirtschaft außer zahllosen anderen Beziehungen auch noch der primitive Zusammenhang, dass stets, sooft Herr Schulze mehr verkauft und einnimmt als er selbst kauft und ausgibt, die „übrige Weltwirtschaft“ im gleichen Zeitraum einen gleichgroßen Überschuss Ihrer Käufe über Ihre gleichzeitigen Verkäufe haben wird, da offensichtlich jeder Verkaufsakt für den Partner einen Kaufakt darstellt. Man braucht, um derartige Zusammenhänge darzustellen, keine höhere Mathematik, es genügt, im Bewusstsein zu halten, dass eben auf dieser Erde stets 2 + 2 = 4 bleibt.

Man könnte vermuten, dass solche arithmetischen Zusammenhänge….stets so primitiv und so selbstverständlich sind….muss man leider feststellen, dass gerade diese primitiven Zusammenhänge vielfach nicht beachtet werden.

Buchinhalt teilweise bei google verfügbar

Unsere Umsetzung der stützelschen These hier.
Habe schon einige Kritik bekommen - sooo einfach könnte dies alles ja wohl nicht sein. :o)

2 + 2 ist 4?
Muss man dies nicht differenzierter betrachten?
Ist es sinnvoll solche absoluten Behauptungen aufzustellen?
Welche Experten sind der gleichen Meinung?
Wurde alle Fachliteratur dazu geprüft?
2 + 2 ist 4?
Spiegelt dies tatsächlich auch den aktuellen Stand der Forschungen?
Lässt sich diese Behauptung sauber historisch herleiten und belegen?
Wie ist die soziologische Betrachtung mit der Behauptung abzustimmen?
Ist die Meinung politisch korrekt, muss man dies noch gendern?
2 + 2 ist 4?
Ist es nicht ein ganz schlechter Stil mit solchen Behauptungen seine Gesprächspartner zu provozieren?
Gibt es eine EU-Richtlinie dazu?
Ordnet sich diese Aussage in ein strategisches Gesamtkonzept ein?
Was sagt die Zielgruppe dazu?

 

10. Februar 2010

Zur Kulturfrage auch die Geldfrage stellen - zum 80. von Michael Ende

Heute vor achtzig Jahren wurde der Schriftsteller Michael Ende (1929-1995) geboren. Was viele nicht wissen: Für eines seiner berühmtesten Werke, “Momo”, ist die Idee des “alternden Geldes” grundlegend. INWO-Autor Werner Onken hat Kontakt zu Ende aufgenommen und auch die “Unendliche Geschichte” unter die Lupe genommen.

In einem Schreiben von Michael Ende an Onken ist zu lesen:

“Übrigens sind Sie bis jetzt der erste, der bemerkt hat, dass die Idee des alternden Geldes im Hintergrund meines Buches Momo steht. Gerade mit diesem Gedanken von Steiner und Gesell habe ich mich in den letzten Jahren intensiver beschäftigt, da ich zu der Ansicht gelangt bin, dass unsere ganze Kulturfrage nicht gelöst werden kann, ohne dass zugleich oder vorher sogar die Geldfrage gelöst wird.”

weiter bei der INWO

 

31. Januar 2010

Karl Walker – Geld in der Geschichte – Nikol Verlag

Karl Walker, ein Historiker, der sich wie nur wenige intensiv mit der Geschichte des Geldes beschäftigte, kam zu dem Ergebnis, daß die wohlständigste Epoche Europas das gotische Hochmittelalter gewesen ist. Seinerzeit galt eine dem Rheingold äußerst ähnliche Geldverfassung, Brakteaten genannt.

weiter im Rheingold-Blog

 

4. Juni 2009

“Flexible” Zinsen ein Traum oder bald Realität?

also, dass es so ein ehemaliges Tabuthema immer öfter in die Medien schafft bringt Hoffnung!

FTD

Chefökonom Buiter zur besseren Welt

readers edition

Zeit - Herdentrieb

Spekulantenblog