Prof. Otmar Issing ist einer der renomiertesten Experten zum Thema Geld. Er war Vorstand bei Bundesbank und der Europäischen Zentralbank. In seinem Standardwerk “Einführung in die Geldtheorie” erläutert er sowohl die Geldentstehung aus Kredit als auch auf Seite 105 das Global-Change-Problem:
“In Zeiten des konjunkturellen Abschwungs und extrem pessimistischer Erwartungen kann es folglich sein, dass es keinen positiven Zinssatz gibt, bei dem Angebot und Nachfrage nach Ersparnissen zum Ausgleich kommen. Das Sparen führt dann also zu einem teilweisen Nachfrageausfall, der Kreislauf gerät in einen Schrumpfungsprozess (siehe Abb. 21).“
wie auch auf Seite 284 die Ursache im hortbaren Bargeld:
“Die besonderen Schwierigkeiten für die Geldpolitik liegen darin, dass sie ihre Zinsen höchstens bis auf Null reduzieren kann (Null-Grenze) (siehe Abschnitt 11). Vorschläge, diese Grenze für den Nominalzins durch eine Art Steuer auf das Halten von Geld aufzuheben, sind kaum praktikabel…
Solange mit dem Bargeld ein liquides, risikoloses alternatives Aktivum zur Verfügung steht, kann der Nominalzins nicht unter Null sinken – die Anleger würden Aktiva mit negativer Verzinsung meiden und Bargeld halten.“
Er erläutert auf Seite 284 also sogar die Global Change Lösung - hält Sie aber, obwohl ohne benannte nachhaltige Alternative, für kaum praktikabel.
Dabei ist es ganz einfach - man kann den Euro sogar nachrüsten!