Eine Graswurzelbewegung nimmt den Kampf gegen die Großbanken auf
Die Allgemeinheit rettet das Bankensystem mit astronomischen Summen und die Banker zeigen sich nicht etwa dankbar, lernen nichts aus ihren Fehlern und machen schon wieder so weiter, als hätte es nie eine Krise gegeben. Weltweit richtet sich der Zorn der Völker gegen die Groß- und Investmentbanken, die die Welt mit ihren “Finanzinnovationen” an den Rand des Abgrundes gebracht haben. Die Regierungen können und wollen dem Treiben der Turbobanker jedoch keinen Riegel vorschieben. Wer aber soll die Banker sonst zähmen? Wir, so lautet die Antwort der Graswurzelbewegung Move your Money
weiter beim Spiegelfechter
Das Defizit im US-Haushalt war im Februar um 14 Prozent höher als im Vorjahr. Für das gesamte Haushaltsjahr 2009/2010 wird ein Defizit von 1,56 Billionen Dollar erwartet
Je mehr ich mich mit den Hintergründen des Geldsystems auseinandersetze, desto faszinierender wird dieses ganze Thema. Denn es geht hier um einen absolut konträren und komplementären Gesichtspunkt zu dem des etablierten Business. Aufklärung ist das genaue Gegenteil von Täuschung und Übervorteilung. Auf eine Weise ist es eine pure Detektivtätigkeit. Das Denken muß hier komplett anders ansetzen; man muß fähig sein, auf neue Art zu denken: unvoreingenommen, scharfsinnig, sachlich und zugleich mutig, frech und absolut respektlos (angstfrei). Der eigentliche Clou besteht darin, daß das Feld bereits komplett beackert und okkupiert erscheint — wie kann man dann als sogenannter außenstehender Laie überhaupt so dreist sein, Ansichten darüber zu äußern?
Die Krise - ein Schauspiel der Ohnmacht
Die Hauptverursacher der Krise sind gleichzeitig deren Gewinner. Den Kampf um eine Neuordnung der Finanzbranche haben Angela Merkel und ihre Kollegen gar nicht erst angetreten, Von Harald Schumann 7.3.2010 0:00 Uhr weiter beim Tagesspiegel
“Die Kriegszerstörungen: Es klingt banal, aber wenn man sich die Infrastruktur und Wirtschaft auf einer Skala von 0 (nicht vorhanden) bis 100 (perfekt) vorstellt, dann ist der Aufbau von 0 auf 70 leichter als von 95 auf 100, wie jeder weiß, der einmal eine sehr gute Leistung auf eine ausgezeichnete verbessern wollte. Es konnte nach 1945 eigentlich nur noch aufwärts gehen, die Frage war also nur, wie schnell.”
“Der Koreakrieg: Das Wirtschaftswunder kam nicht schon 1948 mit der Einführung der D-Mark richtig in Schwung, sondern 1950 mit dem Beginn des Koreakriegs. Die USA, deren brummende Wirtschaft zu dieser Zeit den Weltmarkt beherrschte, mussten erneut ein großes Militärbudget stemmen und waren nicht mehr in der Lage, den Weltmarkt wie vorher zu beliefern. In die so entstandene Lücke sprangen die deutschen Produkte, die ansonsten deutlich schlechtere Chancen gehabt hätten.”
Kolumne Thomas Fricke - Experiment am lebenden Griechen Die Kanzlerin drängt Athen zu etwas, was sie im eigenen Land als kontraproduktiv ablehnt: Mitten in der Rezession radikal zu konsolidieren. Ein waghalsiger Versuch, der auch für Deutschland teuer werden kann. von Thomas Fricke weiter in der FTD
aus einem Kommentar beim Spiegelfechter:
3.Chat Atkins am 3. März 2010 um 18:10 Die gesellschaftliche Konfliktlinie verläuft heute nicht zwischen ‘Leistungsträgern’ und ‘Leistungsverweigerern’, sie verläuft zwischen ‘Verantwortungsträgern’ und ‘Verantwortungsverweigerern’, also zwischen Grupp und Ackermann, zwischen Geißler und Westerwelle, um das Ganze auch mal zu personifizieren.
aus dem Beitrag bei Spiegelfechter: Der Konservative und die Linke
Fast scheint es so, als habe sich die Welt gedreht und Wolfgang Grupp ist stehengeblieben. Grupp hat nichts gegen einen Spitzensteuersatz von 54% wie zu Kohls Zeiten – aber nur dann, wenn der Staat mit diesem Geld ordentliche Verhältnisse schafft. Nicht die Banken, sondern die Menschen seien es, die den Standort Deutschland zu dem machten, was er ist. Grupp glaubt an den Standort Deutschland und verachtet die Banken. Ebenso verachtet er die moderne Wirtschaftspraxis – angestellte Manager, die Milliarden versenken, auf den Sharehoder-Value schielen und sich dann wieder vom Acker machen und bei einem neuen Unternehmen anheuern, sind ihm ein Graus. Dies ließ er gestern bei “Maischberger” auch seinen Sitznachbarn deutlich spüren. Der ehemalige Pleitier und heute gefeierte Immobilientycoon Thomas Kramer ist für einen Grupp ein “Hasardeur und Ausbeuter”. So bezeichnet der streitbare Textilfabrikant übrigens die halbe deutsche Wirtschaftselite. Wenn es denn eine Elite gibt, die diese Stellung auch verdient hat, so zählt Wolfgang Grupp sicher dazu
25. Februar 2010
Von Josef Riegler, Graz (siehe auch www.oekosozial.at)
“Wohlstand für alle!” So lautete das geniale Motto der Sozialen Marktwirtschaft. Das war maßgeschneidert für unsere Volkspartei: Leistung belohnen, Chancen für Tüchtige, aber auch Hilfe für Schwächere und Benachteiligte: “auf die kleinen Leute schauen!”
Seit gut 15 Jahren spielt eine “andere Musi”: Von der einzigen Weltmacht USA wurde der Welt eine ausschließlich profitorientierte Ökonomie aufoktroyiert. Die Instrumente dazu: Weltweit freier Kapitalverkehr, weltweit freie Wahl der Produktionsstandorte, weltweiter Freihandel ohne Rücksicht auf Sozial- und Umweltbelange – garniert mit “Steueroasen” als Plätze für Steuerhinterziehung, Bilanzfälschung und Geldwäsche. Das Motto: Schneller Reichtum ohne Arbeit, immer waghalsigere Spekulation, “Geiz ist geil”. Die Methode: Egoismus, Brutalität, Lüge, groß angelegter Betrug.
Ich habe Giegold bei einer Veranstaltung vorriges Jahr kurz gesprochen. Ja Geldreform, kennt er diese böse Ideologie, lieber nicht - er hat ja an einer Keynes-lastigen Uni studiert und ist ganz stolz drauf.