10. März 2012

Gesell im “Neuen Deutschland”

Ich finde es toll, wie das Geldsparproblem im “Marxistenblatt” angesprochen wird – wenn es auch nur der böse Unternehmer ist, der Geld spart.

Wir sitzen alle in einem Boot, Liberale wie Linke, welches die Geldsparer gerade versenken.

dazu mein Kaputtalismus-Quickie:

1. Geld-Sparen ermöglicht Verschuldung Dritter
und
2. Geld-Sparen erzwingt Verschuldung Dritter.

Der erste Fall ist nach dem Krieg – der zweite Fall ist vor dem Krieg.

 

10. März 2012

Mein Reden – Geld ist kein “Ding”

 

4. März 2012

“Buschi der Große” (1,92 m :-) fragt: “Hunde, wollt ihr ewig retten?”

Krise und Wahn nimmt ihren Lauf – ich ertrage die Nachrichtenlage kaum noch im Kopf: Deutsche ökonomische Schildbürgerstreiche werden zum Exportschlager – “europäische Schuldenbremse” beschlossen, max. 0,5 % BIP Staatsschuldenwachstum bedeutet:

Die privaten Pläne zur Geldvermögensbildung müssen auf 0,5 % BIP begrenzt werden!

Habt ihr “Schuldenbremser” schon irgendetwas dafür unternommen?

Aktuell liegen die Geldsparpläne in Deutschland fast beim 20-fachen!

Buschi hat euch ein Konzept dazu aufgeschrieben,
ihr müsst es nur machen – daraus:

Grundgesetzliche Schildbürgerstreiche

“Was in der sogenannten Schuldenkrise in den letzten Jahren alles passiert ist, erinnert mich an die Geschichte der Bürger von Schilda. Der Versuch, Staatsschulden mit grundgesetzlichen Schuldenbremsen zu bekämpfen, liegt nicht weit von dem Versuch, Licht in Säcken in ein falsch geplantes Gebäude zu tragen. Die kollektive Kritiklosigkeit dazu in allen gesellschaftlichen Gruppen und Medien bestätigt die These eines Volkes von monetären Analphabeten. Dass ein Staatshaushalt anderen Gesetzen unterliegt als ein Privathaushalt, sollte den Kindern bereits in der Grundschule beigebracht werden. Ebenso, dass Geldvermögen kein Ding aus einer Schatztruhe oder von einer Zentralbank, sondern anderer Leute Schulden sind. Mit Grundlagenwissen zu solchen eigentlich trivialen Dingen sind fatale Missverständnisse und ökonomische Katastrophen gut vermeidbar. Dazu braucht es natürlich erst einmal Lehrkräfte, die selbst wissen, was Geld ist und wie die Wirtschaft damit funktioniert.”

 

22. Februar 2012

Nun auch noch der Spiegel – Exportsalden sind Mist

Wartet mal noch ein Jahr – dann kommt, dass das Geldsparen heute auch Mist ist.

 

21. Februar 2012

Schäuble ist nicht dumm, die gefürchtete Öffentlichkeit ist es

Wann lernt ein deutscher Staatsbürger in der Schule, dass ein Staatshaushalt völlig anders funktioniert als ein Privathaushalt?

 

21. Februar 2012

So viel Nachfrageverzicht hält keine Volkswirtschaft aus…

Das Schlusswort gebührt dem Euro-Kritiker Dieter Spethmann, Ex-Vorstandschef des Stahlriesen ThyssenKrupp. Er schätzt, dass die Bundesrepublik so jedes Jahr auf bis zu zehn Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes verzichtet. Spethmanns bitteres Fazit: „Das sind 250 Milliarden Euro – und das hält keine Volkswirtschaft aus.“…

Irrsinn Exportüberschuss: Wir haben unsere Autos und Maschinen verschenkt! - weiter lesen auf FOCUS Online:

Dann sprecht es doch auch mal auf Deutsch aus und legt den Focus richtig - Nachfrageverzicht = Geldvermögensaufbau, das Geldsparen bringt uns um - deshalb Anreize für nachfragendes Sparen JETZT schaffen. Hab den Plan lange fertig, IHR müsst nur noch machen.

 

20. Februar 2012

Aber die Umfragewerte sind doch gut?

Angela Merkel hat also mit ihrer Sparpolitik nicht nur Griechenland verbrannt, sondern auch noch die EZB ausgehebelt. Im Vergleich dazu war Reichskanzler Heinrich Brüning schon fast ein wirtschaftspolitisches Naturtalent.

Werner Vontobel, Publizist und Buchautor
Merkel schlägt Reichskanzler Brüning

Welche Schlüsse sollte man nun aus den 2 Sachverhalten ziehen?

a. suizidale Wirtschaftspolitik
b. gute Umfragewerte

 

19. Februar 2012

Der dringend nötige Bewusstseinswandel ist die Wahrnehmung unserer Wahrnehmungsstörungen? (Teil1 - das Sichtbarkeitsproblem)

Ich hab es ja eigentlich nichts so mit dem Bewusstseinswandel - aber was kümmert mich mein Geschwätz von gestern. :-)

These: die Begrenztheit der menschlicher Wahrnehmung auf das im Alltag Sichtbare zeigt die Defizite von Bildungssystem und Wissenschaft. Ich habe in meiner Schulzeit in der DDR zu dieser Sache nichts gelernt, obwohl auch Marx sich schon dazu geäußert hat.

… Alle Wissenschaft wäre überflüssig, wenn die Erscheinungsform und das Wesen der Dinge unmittelbar zusammenfielen ... K. Marx, Kapital III, MEW 25, 825.

3. Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen,
Und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
Die wir getrost belachen,
Weil unsre Augen sie nicht sehn.

Matthias Claudius (Wikipedia)

Die Denkblockaden bei einfachsten volkswirtschaftlichen Zusammenhängen und dem Geldsystem (Wesen der Dinge), kommen aus dem Bereich der betriebswirtschaftlichen Wahrnehmung (Erscheinungsform). Abhilfe kann nur die Reflexion des Grundproblems der gestörten Wahrnehmung und der Defizite in der Schulbildung bringen?

Ist die ökonomische Erde eine Scheibe?

 

17. Februar 2012

“Über Geld spricht man nicht”

In dem Video geht es auch um die grundsätzliche Geldfunktion - nix Tauschmittel, nie gewesen…

von Strobl sollte man auch diesen Beitrag kennen - die analerotische Finanzkrise

 

15. Februar 2012

EU kuscht vor dem Schulden-Exportweltmeister?(FTD) Oder lachen Sie über die dummen Deutschen?

welche natürlich die Suppe auslöffeln werden, die Sie sich hier selber einbrocken. Exportüberschüsse sind am Ende ein Geschenk - enmenemu, Michel wie dumm bist Du?

Wenn Du auf Deine “alten Tage” mal schlau wirst, lieber Michel, besteuerst Du deine Exportüberschüsse selbst

Aufgabe 3 der Monetative: Herstellung außenwirtschaftlichen Gleichgewichts

National gilt für ein Exportüberschussland wie Deutschland:
Staatsschuldenwachstum = Wachstum der privaten Geldvermögen abzgl. Exportüberschüsse

National gilt für ein Importüberschussland wie Griechenland:
Staatsschuldenwachstum = Wachstum der privaten Geldvermögen zzgl. Importüberschüsse

Dauerhafte Exportüberschüsse sind deshalb keine gute Sache – sie haben schon einige Kriege ausgelöst. Heute wird auf uns Deutschen deswegen wohl nicht geschossen werden, vielmehr wird man uns zu einem Transfer der „überschüssigen“ Einnahmen zwingen. Spätestens an diesem Punkt sollten wir keine Zeit mehr auf Diskussionen verschwenden, wer denn nun an dieser Situation des Ungleichgewichts schuld sei. Wir haben jetzt mit der Monetative das bisher fehlende Instrument, binnenwirtschaftliches Gleichgewicht auch ohne Exportüberschüsse oder extreme Staatsschulden herzustellen. Mit Werkzeug E, der variablen Ausfuhrumsatzsteuer, können wir mit der Besteuerung von Exporten eine Einnahme schaffen, die wir direkt über Werkzeug B wieder der Stärkung der Binnennachfrage zuführen können.

Dabei ist vorerst bedächtig mit kleinen Steuersätzen vorzugehen, denn die etwas stärkere Ausrichtung der deutschen Wirtschaft auf den Binnenmarkt ist ein längerfristiges Projekt. Wichtig ist jetzt vor allem, dass es überhaupt ein Mittel und einen Plan für dieses Projekt gibt. Mit einer internationalen Umsetzung der Monetative-Reform in der gesamten Euro-Zone haben wir dafür auch sehr viel Zeit – die Euro-Krise wäre endlich beendet.

Nullzinsfinanzierung von Staatsschulden erlaubt Prolongierung statt Abschreibung

Unbedingt sollten wir deshalb die Monetative als Lösungsansatz auch in den EU-Krisenländern vorschlagen. Eine Sanierung von deren Staatshaushalten ist mit dem vorgeschlagenen Lösungsansatz ebenso möglich. Die Nullzinsfinanzierung der neuen Staatsschulden verhindert die Abschreibung der bestehenden Schulden. Die Staatsschuldenstände selbst Griechenlands liegen noch deutlich unter der Japans, und es gibt bei Nullzins keinen Grund, dort Forderungsabschreibungen vorzunehmen – Nicht nur wegen des wirtschaftlichen Schadens, sondern auch wegen der moralischen Demütigung der Schuldnerländer und unnötiger Vorwürfe der Gläubigerländer. Dies alles kann einer erfolgreichen europäischen Entwicklung nicht zuträglich sein.