Es ist eines der erstaunlichsten Phänomene unserer Gesellschaft, von früh bis spät geht es an jeder Ecke um Geld. Jedoch bestehen kollektiv große Unklarheiten was Geld ist und wie die genauen Zusammenhänge mit der Wirtschaft sind. Die Eskalation dieses Nichtwissens in der aktuellen Finanzkrise ist da nur eine logische Folge. Aber selbst diese Krise hat bisher keinen großen Erkenntnisschub geliefert – wie ist dies nur möglich?
Grundkurs zur monetären Alphabetisierung____________________________ Teil1 – warum wir Geld eigentlich nicht denken können
Wer hat’s (neu) erfunden - die Schweizer
SNB soll Minuszinsen einführen - “da chat es doch einige Verwunderung - oooder?”
Ich hatte die Idee, mit nominalen Minuszinsen die Guthabenkrise zu bekämpfen schon fast abgehakt. Einfach weil ich so wenig Akzeptanz für diesen Gedanken auch beim “kleinen Mann” spüre. In der Schweiz diskutiert man wohl ganz offen die Minuszinsen und hat auch kein emotionales Problem damit.
Warum?
Rationalitätenfalle ausgetrickst - es betrifft die Anderen - die Ausländer sollen Sie zahlen, weil Sie zu gern Geldhaltung in SFR betreiben und damit die Exportchancen der Schweiz ruinieren. Und da hat Axel aus “dem grauen Forum” heute was wichtiges geschrieben:
Du hattest doch mal die Idee mit dem Freibetrag - ja genau - 50.000€ Hortungsfreibetrag für jeden Kopf, und schon gehen 95% der Menschen die schröckelichen Minuszinsen persönlich gar nichts mehr an - mal sehen ob die Schweiz dies nun tatsächlich durchzieht, dann könnten ausbaufähige Bilder für eine Kommunikation des eigentlich Undenkbaren dabei rauskommen.
Modellprojekt Griechenland - wie man mit dem Geld-Sparwahn die Welt ruiniert
Wie man die Kiste mit verstärktem Geld-Sparen so richtig in den Dreck fährt, wird man uns jetzt in Griechenland mal in einem ökonomischen Feldversuch am (noch) lebenden Griechen vorführen - ein schaurig-”schöner” Artikel in der Zeit dazu.
Ich hoffe, dass dies amerikanischen Schuldenbremsern eine Warnung und ansonsten eine Anregung ist, den kollektiven deutschen Monetär-Analphabetismus auch in der Politik und der Ökonomie zu überwinden. Beiträge zur monetären Alphabetisierung finden sich in diesem Blog reichlich - man muss nur auch über das Tabuthema Geld auch etwas dazulernen wollen. Ökonomie ist so trivial - man darf insbesondere als Ökonom und Politiker folgendes wissen:
Schuldenkrise = GUTHABENKRISE, wachsende Schulden haben Ihre Ursache in wachsenden Guthaben, Guthaben sind ungetilgte Nachfrageschulden
selbstverstärkende deflationäre Depression =
Geldsparpläne + Kredittilgungen > Neuverschuldungspläne/möglichkeiten bereinigt um die Exportsalden
meine Ansage vom 7-Mai - Ignoranz der Saldenmechanik = Explosion Europas
Guthabenkrise - der grundlegende Fehler im System - Guthaben fehlt der Rückzahltermin
Ich brauch mal Eure Hilfe - welcher Teil der Realität bei “der Welt” zensiert wird
Ich brauche mal Eure Hilfe verfasst von Gaby, 05.06.2011, 08:30
Moin,ich bin wirklich etwas ratlos. Kann mir einer von Euch erklären, warum unten stehender Kommentar (meines GöGa = Göttergatte) bei Welt-Online auf diesen Artikel hier zunächst binnen kurzer Zeit (Ich bin ja einiges gewohnt - aber … ist es “wirklich schon so weit?”Hier der Kommentar von “bernardo”
“Griechenland ist vor allem ein Feigenblatt, um die massive Steuersubvention der deutschen und französischen Banken zu Lasten der Steuerzahler zu kaschieren
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Das unbedingte Grundeinkommen - (marktlehre.de)
von Robert Pawelke-Klaer - www.marktlehre.de
Der Wunsch nach Einführung eines „Bedingungslosen Grundeinkommens“ löst immer
wieder Unbehagen aus. Viele Menschen können einer solchen Forderung weder bedingungslos
folgen, noch können sie diese Forderung guten Gewissens ablehnen. Man scheint
zwischen zwei Stühlen zu sitzen. Wie kommt es dazu? Die Ursache hierfür liegt in der Forderung
selber, die sich als ein neues Lebensprinzip und nicht als eine bloße Forderung versteht,
die sich gegen die kapitalistischen Missstände richtet, auch wenn diese Missstände der
Anlass für das Entstehen dieser Forderung sind. Gemessen an den Missständen, ist die Forderung „berechtigt“. Gemessen am Leben, ist die Forderung von zweifelhafter Natur. Diese
beiden Dinge, die sich in dieser Forderung überschneiden, sollen hier voneinander unterschieden
werden.
Arbeitsmarktgleichgewicht in Abhängigkeit vom Sozialsystem
Die neoklassische Theorie der Volkswirtschaftslehre geht davon aus, dass der Arbeitsmarkt wie der Gütermarkt funktioniert und es insbesondere immer genau einen Gleichgewichtszustand gibt. Schon Keynes führte zwar die Nominallohnstarrheit ein, was nach heutiger Interpretation zu Verzögerungen bei der Marktgleichgewichtsfindung führt, und zeigte auf, dass bedingt durch unser Geldsystem eine strukturelle Arbeitslosigkeit entsteht, behielt aber den wesentlichen Zusammenhang zwischen Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage bei. Dieser Artikel zeigt, dass das Vorhandensein eines Gleichgewichtszustands aber abhängig vom Sozialsystem ist und dabei ein bedingungsloses Grundeinkommen den Arbeitsmarkt dem neoklassischen Markt am nächsten bringt.
Stolpersteine der Freiheit
Von Erika Reglin-Hormann
Das „Philosophische Quartett“ aus Berlin über das Grundeinkommen
Zunächst sollte das Grundeinkommen unter dem Freiheitsbegriff diskutiert werden und Herr Matthias Möhring Hesse, der an der Uni Vechta philsophische und theologische Grundlagen des sozialen Handelns unterrichtet, sagte hierzu ein paar kluge Dinge.
Wie, dass der Freiheitsbegriff als Handlungsfreiheit verstanden werden könne und diese Art der Handlungsfreiheit bedingt, dass die Gesellschaft dafür einige Voraussetzungen erfüllen müsse. Äußere Bedingung von Handlungsfreiheit sei, etwas zu wollen und das dann auch zu tun. „Wir müssen diese Handlungsfreiheit anderen zusprechen, wir sind nicht alleine frei, die Freiheit beruht auf der Vorleistung von anderen.“ Freiheit sei nicht „solitär“, also immer nur in der Verbindung mit anderen möglich. Freiheit müsse zudem eine Gleichheitsdimension haben (Egalität) – „als Freie sind wir alle gleich und als Gleiche sind wir frei.“
Um auszuführen, dass alleine frei sein, keinen Sinn macht, zog er ein Beispiel aus der Literatur heran. „Robinson Crusoe ist nicht frei, sondern einsam. Erst mit dem Auftauchen von Freitag ist er auch frei.“ Freiheit bedeute deshalb nicht nur die Gleichheit aller Freien, sondern die Zugehörigkeit zu den Freien sowie der wechselseitigen Gewährleistung von Freiheit. Diese drei Bedingungen von Freiheit beschreibt er mit den Attributen „nicht solitär, „egalitär“ und „inklusiv“.
Götz Werner, ebenfalls als Redner geladen, drückt es noch einfacher aus, indem er sagt, „Freiheit ist die Befähigung, nein zu sagen.“