22. Juli 2011

Grundkurs zur monetären Alphabetisierung____________________________ Teil1 – warum wir Geld eigentlich nicht denken können

Es ist eines der erstaunlichsten Phänomene unserer Gesellschaft, von früh bis spät geht es an jeder Ecke um Geld. Jedoch bestehen kollektiv große Unklarheiten was Geld ist und wie die genauen Zusammenhänge mit der Wirtschaft sind. Die Eskalation dieses Nichtwissens in der aktuellen Finanzkrise ist da nur eine logische Folge. Aber selbst diese Krise hat bisher keinen großen Erkenntnisschub geliefert – wie ist dies nur möglich?

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18. Juli 2011

Wer hat’s (neu) erfunden - die Schweizer

SNB soll Minuszinsen einführen - “da chat es doch einige Verwunderung - oooder?”

Ich hatte die Idee, mit nominalen Minuszinsen die Guthabenkrise zu bekämpfen schon fast abgehakt. Einfach weil ich so wenig Akzeptanz für diesen Gedanken auch beim “kleinen Mann” spüre. In der Schweiz diskutiert man wohl ganz offen die Minuszinsen und hat auch kein emotionales Problem damit.

Warum?

Rationalitätenfalle ausgetrickst - es betrifft die Anderen - die Ausländer sollen Sie zahlen, weil Sie zu gern Geldhaltung in SFR betreiben und damit die Exportchancen der Schweiz ruinieren. Und da hat Axel aus “dem grauen Forum” heute was wichtiges geschrieben:

Du hattest doch mal die Idee mit dem Freibetrag - ja genau - 50.000€ Hortungsfreibetrag für jeden Kopf, und schon gehen 95% der Menschen die schröckelichen Minuszinsen persönlich gar nichts mehr an - mal sehen ob die Schweiz dies nun tatsächlich durchzieht, dann könnten ausbaufähige Bilder für eine Kommunikation des eigentlich Undenkbaren dabei rauskommen.

 

5. Juli 2011

Modellprojekt Griechenland - wie man mit dem Geld-Sparwahn die Welt ruiniert

Wie man die Kiste mit verstärktem Geld-Sparen so richtig in den Dreck fährt, wird man uns jetzt in Griechenland mal in einem ökonomischen Feldversuch am (noch) lebenden Griechen vorführen - ein schaurig-”schöner” Artikel in der Zeit dazu.

Ich hoffe, dass dies amerikanischen Schuldenbremsern eine Warnung und ansonsten eine Anregung ist, den kollektiven deutschen Monetär-Analphabetismus auch in der Politik und der Ökonomie zu überwinden. Beiträge zur monetären Alphabetisierung finden sich in diesem Blog reichlich - man muss nur auch über das Tabuthema Geld auch etwas dazulernen wollen. Ökonomie ist so trivial - man darf insbesondere als Ökonom und Politiker folgendes wissen:

Schuldenkrise = GUTHABENKRISE, wachsende Schulden haben Ihre Ursache in wachsenden Guthaben, Guthaben sind ungetilgte Nachfrageschulden

selbstverstärkende deflationäre Depression =
Geldsparpläne + Kredittilgungen > Neuverschuldungspläne/möglichkeiten bereinigt um die Exportsalden

meine Ansage vom 7-Mai - Ignoranz der Saldenmechanik = Explosion Europas

Guthabenkrise - der grundlegende Fehler im System - Guthaben fehlt der Rückzahltermin

 

5. Juni 2011

Ich brauch mal Eure Hilfe - welcher Teil der Realität bei “der Welt” zensiert wird

Ich brauche mal Eure Hilfe verfasst von Gaby, 05.06.2011, 08:30

Moin,ich bin wirklich etwas ratlos. Kann mir einer von Euch erklären, warum unten stehender Kommentar (meines GöGa = Göttergatte) bei Welt-Online auf diesen Artikel hier zunächst binnen kurzer Zeit (Ich bin ja einiges gewohnt - aber … ist es “wirklich schon so weit?”Hier der Kommentar von “bernardo”

“Griechenland ist vor allem ein Feigenblatt, um die massive Steuersubvention der deutschen und französischen Banken zu Lasten der Steuerzahler zu kaschieren
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17. Oktober 2010

Piratenspot zu Unternimm das JETZT!

 

2. August 2010

Das unbedingte Grundeinkommen - (marktlehre.de)

von Robert Pawelke-Klaer - www.marktlehre.de

Der Wunsch nach Einführung eines „Bedingungslosen Grundeinkommens“ löst immer
wieder Unbehagen aus. Viele Menschen können einer solchen Forderung weder bedingungslos
folgen, noch können sie diese Forderung guten Gewissens ablehnen. Man scheint
zwischen zwei Stühlen zu sitzen. Wie kommt es dazu? Die Ursache hierfür liegt in der Forderung
selber, die sich als ein neues Lebensprinzip und nicht als eine bloße Forderung versteht,
die sich gegen die kapitalistischen Missstände richtet, auch wenn diese Missstände der
Anlass für das Entstehen dieser Forderung sind. Gemessen an den Missständen, ist die Forderung „berechtigt“. Gemessen am Leben, ist die Forderung von zweifelhafter Natur. Diese
beiden Dinge, die sich in dieser Forderung überschneiden, sollen hier voneinander unterschieden
werden.

hier geht es zum ganzen Dokument

 

28. Juni 2010

Arbeitsmarktgleichgewicht in Abhängigkeit vom Sozialsystem

Michael Hönnig

Die neoklassische Theorie der Volkswirtschaftslehre geht davon aus, dass der Arbeitsmarkt wie der Gütermarkt funktioniert und es insbesondere immer genau einen Gleichgewichtszustand gibt. Schon Keynes führte zwar die Nominallohnstarrheit ein, was nach heutiger Interpretation zu Verzögerungen bei der Marktgleichgewichtsfindung führt, und zeigte auf, dass bedingt durch unser Geldsystem eine strukturelle Arbeitslosigkeit entsteht, behielt aber den wesentlichen Zusammenhang zwischen Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage bei. Dieser Artikel zeigt, dass das Vorhandensein eines Gleichgewichtszustands aber abhängig vom Sozialsystem ist und dabei ein bedingungsloses Grundeinkommen den Arbeitsmarkt dem neoklassischen Markt am nächsten bringt.

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15. Mai 2010

Schnuddel baut ein Wolkenhaus

Von Erika Reglin-Hormann - nach einem ersten realen Zusammentreffen in Hamburg mit Jörg Buschbeck und Michael Hönnig.

Wie der Finanzkollaps gestoppt werden kann

Seit etwa dreißig Stunden (nicht eingerechnet die Wochen und Monate zuvor, in denen das Thema immer mal wieder den sorgenvollen Geist beschäftigte) quäle ich mich nun mit der Finanzkrise herum und habe - schon ein wenig besessen - zahlreiche Quellen und Veröffentlichungen im Internet studiert. Jetzt, nach dieser intensiven Lesekur, raucht mir der Kopf, aber dennoch bin ich um einiges klarer darin. Das Wichtigste ist, dass ich folgendes Gefühl habe: Nein, ich bin nicht ohnmächtig angesichts einer globalen Finanzkrise. Ich kann etwas tun. Doch noch etwas anderes vorweg:

Gestern am frühen Abend traf ich mich mit dem Gründer dieses Portals erstmalig von Angesicht zu Angesicht, nachdem ich ihm vor einiger Zeit angeboten hatte, hier im Forum “Grundeinkommen” meine Beiträge zu veröffentlichen. Auf meinem eigenen Blog geht es vornehmlich um das Grundeinkommen - die immer intensivere Beschäftigung mit der Thematik führt aber auch zwangsläufig dazu, dass man sich irgendwann mit dem Geldsystem auseinandersetzt.

Mittlerweile bin ich zu der Ansicht gelangt, dass ein Grundeinkommen allein nicht die Probleme lösen wird, die wir gegenwärtig haben. Aber gemeinsam mit anderen sinnvollen Maßnahmen erschaffen wir höchst wunderbare, außerordentlich starke und sehr sinnvolle Instrumente, um sowohl das Geldsystem zu evolutionieren als auch die Kehrtwende in den sozialen Bereichen unseres Lebens zu erreichen; hin zu mehr Kooperation und dem Auffrischen uns allen bekannter und intuitiv verstandener Wertvorstellungen. Read the rest of this entry »

 

29. April 2010

Stolpersteine der Freiheit

Von Erika Reglin-Hormann

Das „Philosophische Quartett“ aus Berlin über das Grundeinkommen

Zunächst sollte das Grundeinkommen unter dem Freiheitsbegriff diskutiert werden und Herr Matthias Möhring Hesse, der an der Uni Vechta philsophische und theologische Grundlagen des sozialen Handelns unterrichtet, sagte hierzu ein paar kluge Dinge.

Wie, dass der Freiheitsbegriff als Handlungsfreiheit verstanden werden könne und diese Art der Handlungsfreiheit bedingt, dass die Gesellschaft dafür einige Voraussetzungen erfüllen müsse. Äußere Bedingung von Handlungsfreiheit sei, etwas zu wollen und das dann auch zu tun. „Wir müssen diese Handlungsfreiheit anderen zusprechen, wir sind nicht alleine frei, die Freiheit beruht auf der Vorleistung von anderen.“ Freiheit sei nicht „solitär“, also immer nur in der Verbindung mit anderen möglich. Freiheit müsse zudem eine Gleichheitsdimension haben (Egalität) – „als Freie sind wir alle gleich und als Gleiche sind wir frei.“

Um auszuführen, dass alleine frei sein, keinen Sinn macht, zog er ein Beispiel aus der Literatur heran. „Robinson Crusoe ist nicht frei, sondern einsam. Erst mit dem Auftauchen von Freitag ist er auch frei.“ Freiheit bedeute deshalb nicht nur die Gleichheit aller Freien, sondern die Zugehörigkeit zu den Freien sowie der wechselseitigen Gewährleistung von Freiheit. Diese drei Bedingungen von Freiheit beschreibt er mit den Attributen „nicht solitär, „egalitär“ und „inklusiv“.

Götz Werner, ebenfalls als Redner geladen, drückt es noch einfacher aus, indem er sagt, „Freiheit ist die Befähigung, nein zu sagen.“

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12. April 2010

Lebensgefahr?

von Erika Reglin-Hormann

Um aufzugreifen, das im Zusammenhang mit der Idee des BGE diese als gedankliche Theorie bzw. Annahme betitelt werden kann, die nicht den Anspruch auf wissenschaftliche Nachweisbarkeit liefert, im Besonderen aufgrund der angenommenen oder auf Wunschdenken basierenden pro Argumente, lässt sich Folgendes sagen:

Man kann die Befürworter als ideologisch, religiös, fanatisch, egozentrisch und sonstwie begreifen – zum Teil sind sie es auch. Es bleibt dann immer noch die Frage, ob die so unterschiedlichen Annahmen, die genauso gut aus vernünftigen, vorausschauenden, umsichtigen oder humanistischen Gründen angeführt werden, auch die entsprechende Wirkung hätten, die von den Zweiflern der Grundeinkommensidee geäußert werden. Um die Balance herzustellen, könnte man aufseiten der Kritiker ein eben solches Fass aufmachen und ihnen Attribute wie lösungsfremd, sicherheitsdenkend, risikogehemmt, ängstlich, emotionslos, wissenschaftsgläubig zuschreiben. Häufig, wenn es nichts mehr zu argumentieren gibt, die einen den guten Glauben der anderen nicht aushalten und umgekehrt, zieht man das vermeintliche As aus dem Ärmel und beruft sich auf die rein logische, planvolle und sachlich fundierte Argumentationsschiene. Auf beiden Seiten.

Dass der Mensch, der kein logisches Wesen ist, sich entgegen jeder Logik und jeder Vorhersagbarkeit verhält, ist auch richtig.

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