Unser Geld ist zu 100% Kredit.
Diese Aussage bringt immer wieder ungläubiges Staunen hervor - selbst bei sogenannten Finanzexperten. Nun muss man dies einem gelernten Elektromonteur nicht glauben. Aber sollte man diesbezüglich an der Bundesbank zweifeln?
Hier geht es zur monetären Weiterbildung bei der Bundesbank.
Herzliche Grüße Jörg Buschbeck
13 Juni, 2009 um 14:15 Uhr
“Unser Geld ist zu 100% Kredit.”
???
===> “Kredit”(*) … ist zu 100% Geld !
===> … so wird ein Schuh draus
Grüsse,
~ Halbgott ~
(*) … gemeint ist das “Kreditgeld”, welches den “Debitisten” im Kopf rumschwurbelt. Die Debitisten haben KEINE echte Geldtheorie. “Geld entsteht aus Kredit!” … ist KEINE Geldtheorie, sondern ein schlechter Witz. Dieses “debitistische” Geld/Kredit-”Verständnis” basiert auf …
1.) Selektiver Wahrnehmung
2.) (oft auf ( 1.) aufsetzenden) unzulässigen Verallgemeinerungen
Letztendlich ist das fundamentale Problem des “Debitismus”, dass seine Erfinder und Jünger auf (den in seiner Bedeutung für die Existenz der Sterblichen auf Erden nicht ganz unerheblichen Teilbereich ;-)) “REALWIRTSCHAFT” … gänzlich verzichten !
“Realwirtschaft”, deren Voraussetzungen und Auswirkungen, kommen im fiktiven Theoriengebäude “Debitismus” NICHT vor (exemplarisch belegt durch diese (sachlich grundverkehrte !) Äusserung eines debitistischen Buchhalters: http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=105510 ) .
Man beschränkt sich auf die Schreibtischtäter-Perspektive, gibt sich mit der hinteren Schreibtischkante als ökonomischen Horizont zufrieden. Man “erklärt” (besser: “definiert”!) die WELT als Abbild von Machttheorie, Schuldrecht und Bilanzrecht und lehnt sich dann selbstgerecht, nach vermeintlich getaner Arbeit, im Chefredakteurs-Chefsessel zurück. Nein, an realwirtschaftlichen Aspekten, wie Produktion und Konsumption (Verteilung), macht man sich als Schreibtischtäter doch nicht die akademischen Hände schmutzig
Meine Literaturempfehlung (vor allem Kapitel 6, Geldtheorie, und Kapitel 4, Kapitaltheorie): http://www.mein-parteibuch.com/blog/2005/06/30/buchtip-hans-h-lechner-waehrungspolitik/ (am besten über die Bibliothek der TU Berlin erhältlich)
13 Juni, 2009 um 16:06 Uhr
Oha der Halbgott,
lustig, dass Du auf eine Diskussion von mir mit unserem gemeinsamen Freund @wgn hier verlinkst.
Die hat dort noch andere definitive Höhepunkte.
oder dies Marx,dottore und der Topf
Also ich schätze ja Querdenker sehr - ein Anspruch den der gute Volldebitist @WGN nicht mehr immer gerecht wird. :o)
Hier ist aber nicht das akademische Schwurbelforum - also sei bitte nicht trollig sondern konkret wenn Du kannst.
Bestreitest Du die Schaffung von umlauffähigen Bankengiralgeld im Zuge der Kreditvergabe der Geschäftsbanken?
Also den Buchungssatz:
Forderung gegen Kunden an Sichtguthaben
oder die Entstehung des Notenbankgeldes aus
der Verpfändung von Staatsschuldtiteln?
Wenn ja, dann sag bitte konkret und in kurzen klaren Sätzen warum.
Danke Jörg
05 Juli, 2009 um 12:47 Uhr
Perfect!