<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Arbeitsmarktgleichgewicht in Abhängigkeit vom Sozialsystem</title>
	<atom:link href="http://www.global-change-2009.com/blog/arbeitsmarktgleichgewicht-in-abhangigkeit-vom-sozialsystem/2010/06/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.global-change-2009.com/blog/arbeitsmarktgleichgewicht-in-abhangigkeit-vom-sozialsystem/2010/06/</link>
	<description>Lösungen statt Schuldige</description>
	<pubDate>Thu, 17 May 2012 13:51:13 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.7.1</generator>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
		<item>
		<title>Von: Hartmut Koller</title>
		<link>http://www.global-change-2009.com/blog/arbeitsmarktgleichgewicht-in-abhangigkeit-vom-sozialsystem/2010/06/comment-page-1/#comment-3197</link>
		<dc:creator>Hartmut Koller</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 May 2012 20:56:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-change-2009.com/blog/?p=3708#comment-3197</guid>
		<description>Meine Beobachtung des jetzigen sozialen Zustandes in Deutschland: Die, die wenig haben werden gegen die gehetzt die gar nichts haben -und- es bleibt alles irgendwie gleich, nur noch schlechter und noch komplizierter.
 
Hier setzt das BGE an:
 
 (1) Artikel 1 Grundgesetz kann endlich real umgesetzt werden. Menschenwürde muss man sich nicht erst "erarbeiten".
 (2) Wegfall der langsam explodierenden Bürokratieatombombe im Sozialen Bereich. "Einzelfallgerechtigkeit" bekommt endlich die korrekte Bedeutung.
 (3) Vorteil des Begriffs “Bedingungsloses Grundeinkommen”: Es lässt sich nicht als Phrase abschwächen oder umdeuten. Bedingungslos bleibt Bedingungslos. "Verhaltensunabhängig" wäre auch ein denkbarer Begriff.
 (4) Abbau der Steuerbürokratie durch Modell Konsumsteuer. Grundsatz: Steuern müssen nicht erhöht werden, Steuern müssen gezahlt werden. Wegfall von Steuerausnahmen und Subventionen
 (5) Wegfall der Hartz IV Problematik (immer mehr Arbeitslose durch immer mehr Maschinenarbeit). Keine Unterschwellige Diskriminierung von "Arbeitslosen" mehr (besserer Begriff: "Freigestellte").
 (6) BGE ist lebenslanges Bafög. Endlich ist Lebenslanges Lernen nicht nur ein politisches Motto, sondern auch praktisch durchführbar.
 (7) Wirtschaften ist ein Für-Andere-Arbeiten. Niemand hat jemals für sich selbst gearbeitet. Kein Friseur, Kein Bäcker, Kein Banker, Kein Lehrer. Alle leisten und arbeiten für andere. Nur das Einkommen bekommen Sie selbst.
 (8) Beginn der gedanklichen Trennung von Arbeit und Einkommen: Menschen streiken nicht für Arbeitsplätze, Menschen streiken für Einkommensplätze.
 (9) Betreungsgeld/Herdprämien-diskussionen haben ein unbürokratisches Ende. Eine Partnerin kann sich vom tyrannischen Partner ohne Existenzangst trennen.
 (10) Menschen können endlich "Nein" sagen (können, nicht müssen).

Provozierende Menschenbildfrage: Gönnst du auch dem bösen Nachbarn ein bedingungsloses Grundeinkommen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Beobachtung des jetzigen sozialen Zustandes in Deutschland: Die, die wenig haben werden gegen die gehetzt die gar nichts haben -und- es bleibt alles irgendwie gleich, nur noch schlechter und noch komplizierter.</p>
<p>Hier setzt das BGE an:</p>
<p> (1) Artikel 1 Grundgesetz kann endlich real umgesetzt werden. Menschenwürde muss man sich nicht erst &#8220;erarbeiten&#8221;.<br />
 (2) Wegfall der langsam explodierenden Bürokratieatombombe im Sozialen Bereich. &#8220;Einzelfallgerechtigkeit&#8221; bekommt endlich die korrekte Bedeutung.<br />
 (3) Vorteil des Begriffs “Bedingungsloses Grundeinkommen”: Es lässt sich nicht als Phrase abschwächen oder umdeuten. Bedingungslos bleibt Bedingungslos. &#8220;Verhaltensunabhängig&#8221; wäre auch ein denkbarer Begriff.<br />
 (4) Abbau der Steuerbürokratie durch Modell Konsumsteuer. Grundsatz: Steuern müssen nicht erhöht werden, Steuern müssen gezahlt werden. Wegfall von Steuerausnahmen und Subventionen<br />
 (5) Wegfall der Hartz IV Problematik (immer mehr Arbeitslose durch immer mehr Maschinenarbeit). Keine Unterschwellige Diskriminierung von &#8220;Arbeitslosen&#8221; mehr (besserer Begriff: &#8220;Freigestellte&#8221;).<br />
 (6) BGE ist lebenslanges Bafög. Endlich ist Lebenslanges Lernen nicht nur ein politisches Motto, sondern auch praktisch durchführbar.<br />
 (7) Wirtschaften ist ein Für-Andere-Arbeiten. Niemand hat jemals für sich selbst gearbeitet. Kein Friseur, Kein Bäcker, Kein Banker, Kein Lehrer. Alle leisten und arbeiten für andere. Nur das Einkommen bekommen Sie selbst.<br />
 (8) Beginn der gedanklichen Trennung von Arbeit und Einkommen: Menschen streiken nicht für Arbeitsplätze, Menschen streiken für Einkommensplätze.<br />
 (9) Betreungsgeld/Herdprämien-diskussionen haben ein unbürokratisches Ende. Eine Partnerin kann sich vom tyrannischen Partner ohne Existenzangst trennen.<br />
 (10) Menschen können endlich &#8220;Nein&#8221; sagen (können, nicht müssen).</p>
<p>Provozierende Menschenbildfrage: Gönnst du auch dem bösen Nachbarn ein bedingungsloses Grundeinkommen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Hajo Zeller</title>
		<link>http://www.global-change-2009.com/blog/arbeitsmarktgleichgewicht-in-abhangigkeit-vom-sozialsystem/2010/06/comment-page-1/#comment-3158</link>
		<dc:creator>Hajo Zeller</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 17:45:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-change-2009.com/blog/?p=3708#comment-3158</guid>
		<description>@jörg

Ich stehe zu meinen Fehlern, also kann das auch stehen bleiben :cool:</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@jörg</p>
<p>Ich stehe zu meinen Fehlern, also kann das auch stehen bleiben <img src='http://www.global-change-2009.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt=':cool:' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jörg Buschbeck</title>
		<link>http://www.global-change-2009.com/blog/arbeitsmarktgleichgewicht-in-abhangigkeit-vom-sozialsystem/2010/06/comment-page-1/#comment-3156</link>
		<dc:creator>Jörg Buschbeck</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 17:08:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-change-2009.com/blog/?p=3708#comment-3156</guid>
		<description>Nein, aber wenn es Michael recht und Dir peinlich - dann mach ich es? :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, aber wenn es Michael recht und Dir peinlich - dann mach ich es? <img src='http://www.global-change-2009.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Hajo Zeller</title>
		<link>http://www.global-change-2009.com/blog/arbeitsmarktgleichgewicht-in-abhangigkeit-vom-sozialsystem/2010/06/comment-page-1/#comment-3155</link>
		<dc:creator>Hajo Zeller</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 16:08:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-change-2009.com/blog/?p=3708#comment-3155</guid>
		<description>@michael

sorry, das kommt davon, wenn man sofort loslegt und den Rest nicht liest. Ich las zunächst nicht nur "nicht gründlich" ich las gar nicht. Als ich den Artikel und  die  Seite in Gänze gelesen hatte, war der Kommentar schon draußen. Wird nicht wieder vorkommen.

P.s.: Gibt es eigentlich eine Lösch- oder Korrekturtaste für eigene Beiträge?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@michael</p>
<p>sorry, das kommt davon, wenn man sofort loslegt und den Rest nicht liest. Ich las zunächst nicht nur &#8220;nicht gründlich&#8221; ich las gar nicht. Als ich den Artikel und  die  Seite in Gänze gelesen hatte, war der Kommentar schon draußen. Wird nicht wieder vorkommen.</p>
<p>P.s.: Gibt es eigentlich eine Lösch- oder Korrekturtaste für eigene Beiträge?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Michael Hönnig</title>
		<link>http://www.global-change-2009.com/blog/arbeitsmarktgleichgewicht-in-abhangigkeit-vom-sozialsystem/2010/06/comment-page-1/#comment-3154</link>
		<dc:creator>Michael Hönnig</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 15:45:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-change-2009.com/blog/?p=3708#comment-3154</guid>
		<description>&gt; Aber das erste Schaubild bildet die gesellschaftliche Wirklichkeit nicht ab. 

Sie hätten gründlicher lesen sollen. Denn genau um das Problem geht es.

Das erste Schaubild zeigt die Sicht der Mainstream-Ökonomie. Der Artikel zeigt eben genau auf, was sie schreiben:

&gt; Aus eigener Anschauung weiß ich, dass zu der Zeit, als ich als Wachmann 
&gt; gearbeitet habe, mein Stundenlohn so gering war, dass ich gezwungen war, 
&gt; mehr Stunden zu arbeiten

Und desweiteren, wie verschiedene Sozialsysteme dazu führen, dass das erste SChaubild doch richtig wird. Denn nur wenn der Markt so funktioniert, wie die Maisntream-Ökonomen glauben, kann er funktionieren. Bei herrschenden Sozialsystemen funktioniert er aber eben nicht so - ganz wie Sie richtig erkannt haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt; Aber das erste Schaubild bildet die gesellschaftliche Wirklichkeit nicht ab. </p>
<p>Sie hätten gründlicher lesen sollen. Denn genau um das Problem geht es.</p>
<p>Das erste Schaubild zeigt die Sicht der Mainstream-Ökonomie. Der Artikel zeigt eben genau auf, was sie schreiben:</p>
<p>&gt; Aus eigener Anschauung weiß ich, dass zu der Zeit, als ich als Wachmann<br />
&gt; gearbeitet habe, mein Stundenlohn so gering war, dass ich gezwungen war,<br />
&gt; mehr Stunden zu arbeiten</p>
<p>Und desweiteren, wie verschiedene Sozialsysteme dazu führen, dass das erste SChaubild doch richtig wird. Denn nur wenn der Markt so funktioniert, wie die Maisntream-Ökonomen glauben, kann er funktionieren. Bei herrschenden Sozialsystemen funktioniert er aber eben nicht so - ganz wie Sie richtig erkannt haben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Hajo Zeller</title>
		<link>http://www.global-change-2009.com/blog/arbeitsmarktgleichgewicht-in-abhangigkeit-vom-sozialsystem/2010/06/comment-page-1/#comment-3153</link>
		<dc:creator>Hajo Zeller</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 13:50:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-change-2009.com/blog/?p=3708#comment-3153</guid>
		<description>Ich habe den Artikel nur bis zum ersten Schaubild gelesen. Aber das erste Schaubild bildet die gesellschaftliche Wirklichkeit nicht ab. Wenn die Grundannahmen bereits falsch sind, kann das, was anschließend daraus geschlossen wird, nicht mehr richtig sein, oder?

Hier meine Interpretation des ersten Schaubildes und meine Wahrnehmung in der gesellschaftlichen Wirklichkeit:

Das Schaubild zeigt, dass wenn die Löhne steigen, die Arbeitnehmer mehr Arbeitszeit nachfragen und wenn die Löhne sinken, die Arbeitnehmer weniger Arbeitszeit nachfragen.

Aus eigener Anschauung weiß ich, dass zu der Zeit, als ich als Wachmann gearbeitet habe, mein Stundenlohn so gering war, dass ich gezwungen war, mehr Stunden zu arbeiten. Bei 24-Stunden-Schichten, in denen auch die Ruhe- und Schlafzeit bezahlte Arbeitszeit war, kam ich so auf mehr als 300 Stunden im Monat. Die 300 Stunden erbrachten ein halbwegs auskömmliches Einkommen. Es konnte also keine Rede davon sein, dass das geringe Lohnniveau mich zu einer kürzeren Arbeitszeit animierte im Gegenteil (das war Anfang der 90er Jahre; tarifvertraglich und arbeitszeitgesetzlich war das sicherlich weit jenseits des Erlaubten, aber 168 Stunden für weniger als 10 DM ergaben eben wenig bis nichts, 324 Stunden zuzüglich Nacht,- Sonntags- und Feiertagszuschlägen erbrachte nicht selten deutlich mehr als 4500 DM brutto)

Auch heute beobachte ich in meiner Umgebung, dass einige Menschen zwei oder sogar drei Stellen besetzen, weil sie mit dem Lohn von einer oder zwei Stellen nicht auskommen. Weil die Löhne so niedrig sind, weil Fixkosten gedeckt werden müssen, arbeiten die Menschen so lange bis die Kosten zumindest halbwegs sicher gedeckt sind. Die zeigt meines Erachtens, dass mit dieser Gleichgewichtskurve irgendetwas nicht stimmen kann. Und wenn die Grundannahmen siehe oben!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe den Artikel nur bis zum ersten Schaubild gelesen. Aber das erste Schaubild bildet die gesellschaftliche Wirklichkeit nicht ab. Wenn die Grundannahmen bereits falsch sind, kann das, was anschließend daraus geschlossen wird, nicht mehr richtig sein, oder?</p>
<p>Hier meine Interpretation des ersten Schaubildes und meine Wahrnehmung in der gesellschaftlichen Wirklichkeit:</p>
<p>Das Schaubild zeigt, dass wenn die Löhne steigen, die Arbeitnehmer mehr Arbeitszeit nachfragen und wenn die Löhne sinken, die Arbeitnehmer weniger Arbeitszeit nachfragen.</p>
<p>Aus eigener Anschauung weiß ich, dass zu der Zeit, als ich als Wachmann gearbeitet habe, mein Stundenlohn so gering war, dass ich gezwungen war, mehr Stunden zu arbeiten. Bei 24-Stunden-Schichten, in denen auch die Ruhe- und Schlafzeit bezahlte Arbeitszeit war, kam ich so auf mehr als 300 Stunden im Monat. Die 300 Stunden erbrachten ein halbwegs auskömmliches Einkommen. Es konnte also keine Rede davon sein, dass das geringe Lohnniveau mich zu einer kürzeren Arbeitszeit animierte im Gegenteil (das war Anfang der 90er Jahre; tarifvertraglich und arbeitszeitgesetzlich war das sicherlich weit jenseits des Erlaubten, aber 168 Stunden für weniger als 10 DM ergaben eben wenig bis nichts, 324 Stunden zuzüglich Nacht,- Sonntags- und Feiertagszuschlägen erbrachte nicht selten deutlich mehr als 4500 DM brutto)</p>
<p>Auch heute beobachte ich in meiner Umgebung, dass einige Menschen zwei oder sogar drei Stellen besetzen, weil sie mit dem Lohn von einer oder zwei Stellen nicht auskommen. Weil die Löhne so niedrig sind, weil Fixkosten gedeckt werden müssen, arbeiten die Menschen so lange bis die Kosten zumindest halbwegs sicher gedeckt sind. Die zeigt meines Erachtens, dass mit dieser Gleichgewichtskurve irgendetwas nicht stimmen kann. Und wenn die Grundannahmen siehe oben!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Partei der Vernunft</title>
		<link>http://www.global-change-2009.com/blog/arbeitsmarktgleichgewicht-in-abhangigkeit-vom-sozialsystem/2010/06/comment-page-1/#comment-1609</link>
		<dc:creator>Partei der Vernunft</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 10:50:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-change-2009.com/blog/?p=3708#comment-1609</guid>
		<description>Flexibilisierung des Arbeitsmarktes

Das wichtigste Thema ist der Arbeitsmarkt. Durch völlige Deregulierung bzw. vollständige Flexibilisierung des Arbeitsmarktes verschwindet die Arbeitslosigkeit. Gleichzeitig wird der einzelne Arbeitsplatz sicherer, weil es zu einem Arbeitskräftemangel kommt und die Unternehmen stärker wachsen. Die Dauer der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz sinkt drastisch.

Für Deutschlands Zukunft ist die Arbeitsmarktpolitik fast noch wichtiger als die Steuerpolitik. Unglücklicherweise sind in diesem Feld die Widerstände gegen die vernünftigen Maßnahmen am allergrößten. Das ist noch nicht mal der der Fehler unserer Politiker. Es liegt im wesentlichen daran, dass die meisten Bürger, ängstlich oder nicht informiert sind. Manchen fehlt auch einfach die Fähigkeit, logisch zu denken. Wahrscheinlich spielt psychologisch betrachtet Angst die größte Rolle. Unsere Partei orientiert sich aber nicht an der Angst, sondern am Mut, nicht an der Dummheit, sondern an der Vernunft, nicht an der Lüge sondern an der Wahrheit.

Unsere Maßnahmen werden kombiniert mit der Steuerpolitik und niedrigeren Sozialabgaben, das heißt niedrigeren Bruttoarbeitskosten, mit absoluter Sicherheit zu einer Arbeitslosigkeit von Null führen. Deshalb werden wir für sie kämpfen. Kämpfen heißt auch um die Köpfe der Menschen kämpfen. Deshalb erklären wir auch, warum diese Maßnahmen so wichtig sind:

Noch ist der flächendeckende Mindeslohn nicht eingeführt. Aber zum einen bildet das Arbeitslosengeld und die Sozialhilfe faktisch einen Mindestlohn, weil es sich unter diesem Transferlohn gar nicht lohnt zu arbeiten. Zweitens lässt sich am Beispiel des Mindestlohns exemplarisch erklären, worum es in Wirklichkeit bei unserer ganzen Philosophie geht.

Zurzeit wird überall das Schreckgespenst der Linkspartei an die Wand gemalt. In Wirklichkeit ist nicht diese Partei das Problem, sondern die Einstellung der Menschen. Insgeheim stimmen die meisten Deutschen den linken Ideen zu. 80 Prozent sind beispielsweise für einen Mindestlohn. Das teuflische an den linken Ideen ist, dass sie für schlichte Gemüter auf den ersten Blick vernünftig klingen. „Ein Mensch muss von seiner eigenen Hände Arbeit leben können“, hallt es von den Sozialisten durch die Straßen der Republik. Und die Republik nickt – unisono.

In dem Satz sind zwei Fehler enthalten. Erstens impliziert er, dass die Menschen nicht von Ihrer Arbeit leben können. Das ist so aber nicht richtig. Ohne die Belastung durch Sozialabgaben und Steuern könnten die Menschen sehr wohl von Ihrer Arbeit leben. Eine Putzfrau in München verlangt beispielsweise zehn Euro pro Stunde. Sie hat keine Ausbildung und kann oft nicht einmal deutsch. Trotzdem käme sie auf 1600 Euro netto im Monat, wenn die Abgaben nicht wären. Wenn also selbst jemand ohne Ausbildung und Sprachkenntnisse soviel verdienen kann, dann kann jeder von seiner Hände Arbeit leben. An anderen Orten ist dieser Satz sicherlich niedriger, aber dafür sind dort auch die Lebenshaltungskosten geringer.

Artikel weiterlesen: http://www.parteidervernunft.de/flexibilisierung_des_arbeitsmarktes.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Flexibilisierung des Arbeitsmarktes</p>
<p>Das wichtigste Thema ist der Arbeitsmarkt. Durch völlige Deregulierung bzw. vollständige Flexibilisierung des Arbeitsmarktes verschwindet die Arbeitslosigkeit. Gleichzeitig wird der einzelne Arbeitsplatz sicherer, weil es zu einem Arbeitskräftemangel kommt und die Unternehmen stärker wachsen. Die Dauer der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz sinkt drastisch.</p>
<p>Für Deutschlands Zukunft ist die Arbeitsmarktpolitik fast noch wichtiger als die Steuerpolitik. Unglücklicherweise sind in diesem Feld die Widerstände gegen die vernünftigen Maßnahmen am allergrößten. Das ist noch nicht mal der der Fehler unserer Politiker. Es liegt im wesentlichen daran, dass die meisten Bürger, ängstlich oder nicht informiert sind. Manchen fehlt auch einfach die Fähigkeit, logisch zu denken. Wahrscheinlich spielt psychologisch betrachtet Angst die größte Rolle. Unsere Partei orientiert sich aber nicht an der Angst, sondern am Mut, nicht an der Dummheit, sondern an der Vernunft, nicht an der Lüge sondern an der Wahrheit.</p>
<p>Unsere Maßnahmen werden kombiniert mit der Steuerpolitik und niedrigeren Sozialabgaben, das heißt niedrigeren Bruttoarbeitskosten, mit absoluter Sicherheit zu einer Arbeitslosigkeit von Null führen. Deshalb werden wir für sie kämpfen. Kämpfen heißt auch um die Köpfe der Menschen kämpfen. Deshalb erklären wir auch, warum diese Maßnahmen so wichtig sind:</p>
<p>Noch ist der flächendeckende Mindeslohn nicht eingeführt. Aber zum einen bildet das Arbeitslosengeld und die Sozialhilfe faktisch einen Mindestlohn, weil es sich unter diesem Transferlohn gar nicht lohnt zu arbeiten. Zweitens lässt sich am Beispiel des Mindestlohns exemplarisch erklären, worum es in Wirklichkeit bei unserer ganzen Philosophie geht.</p>
<p>Zurzeit wird überall das Schreckgespenst der Linkspartei an die Wand gemalt. In Wirklichkeit ist nicht diese Partei das Problem, sondern die Einstellung der Menschen. Insgeheim stimmen die meisten Deutschen den linken Ideen zu. 80 Prozent sind beispielsweise für einen Mindestlohn. Das teuflische an den linken Ideen ist, dass sie für schlichte Gemüter auf den ersten Blick vernünftig klingen. „Ein Mensch muss von seiner eigenen Hände Arbeit leben können“, hallt es von den Sozialisten durch die Straßen der Republik. Und die Republik nickt – unisono.</p>
<p>In dem Satz sind zwei Fehler enthalten. Erstens impliziert er, dass die Menschen nicht von Ihrer Arbeit leben können. Das ist so aber nicht richtig. Ohne die Belastung durch Sozialabgaben und Steuern könnten die Menschen sehr wohl von Ihrer Arbeit leben. Eine Putzfrau in München verlangt beispielsweise zehn Euro pro Stunde. Sie hat keine Ausbildung und kann oft nicht einmal deutsch. Trotzdem käme sie auf 1600 Euro netto im Monat, wenn die Abgaben nicht wären. Wenn also selbst jemand ohne Ausbildung und Sprachkenntnisse soviel verdienen kann, dann kann jeder von seiner Hände Arbeit leben. An anderen Orten ist dieser Satz sicherlich niedriger, aber dafür sind dort auch die Lebenshaltungskosten geringer.</p>
<p>Artikel weiterlesen: <a href="http://www.parteidervernunft.de/flexibilisierung_des_arbeitsmarktes.html" rel="nofollow">http://www.parteidervernunft.de/flexibilisierung_des_arbeitsmarktes.html</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Michael Hoennig</title>
		<link>http://www.global-change-2009.com/blog/arbeitsmarktgleichgewicht-in-abhangigkeit-vom-sozialsystem/2010/06/comment-page-1/#comment-1479</link>
		<dc:creator>Michael Hoennig</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 06:50:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-change-2009.com/blog/?p=3708#comment-1479</guid>
		<description>@Wolfgang Waldner

Das mit den Geld- und Reallöhnen ist mir natürlich bekannt. Aber erwartest du wirklich, das ich in der Einleitung zunächst einmal komplett Keynes Ideen erläutere? 

&gt; Es ist also bei Keynes nicht die Rede von MEHR 
&gt; angebotener Arbeitsleistung, sondern von 
&gt; gleichbleibender Arbeitsleistung trotz sinkender 
&gt; Reallöhne. Was aber auch der Neoklassik widerspricht.

Wie schon gesagt, ich kann nur anzubieten, bei der nächsten Fassung dieses Artikels, die Formulierung in der Einleitung umzubauen, um hier weniger falsche Eindrücke zu erwecken (die auch nicht beabsichtigt waren), Ich weiß aber noch nicht wie, weil ich auch nicht im ersten Satz den halben Artikel vorwegnehmen möchte.

&gt; Die von Dir im Artikel angesprochenen “Keynesianer” nun 
&gt; gehen heute aus historischer Erfahrung sicher fast alle 
&gt; davon aus, dass Arbeiter in einer Krise nicht nur in 
&gt; sinkende Löhne, sondern auch in steigende Arbeitszeiten 
&gt; und härtere Bedingungen für den Einzelnen einwilligen 
&gt; müssen.

Quelle? Und wenn es so ist: Warum spricht das niemand laut aus? Es gibt doch viele Keynesianer, die (anders als ich) durchaus Rang und Namen haben.

&gt; Zu genau dem Zweck werden die Krisen ja von der 
&gt; Geldpolitik erzeugt.

Ich glaube nicht an solche Verschwörungen, solange dasselbe Verhalten ganz ohne Verschwörung erklärbar ist.

&gt; Darum könnte man böswillig eine sinkende 
&gt; “Arbeitsbereitschaft” wegen niedrigerer Löhne behaupten, 
&gt; wie es die Neoliberalen dann auch machen.

Mit ex post Zahlen (realisiertes Angebot) kann man kaum auf ex ante Zahlen (geplantes Angebot) schließen, von ceris paribus kann schon eh nicht die Rede sein. Davon abgesehen, sinkt doch die (offizielle) Arbeitslosigkeit in Deutschland sogar drastisch (leider habe ich keine Beschäftigungszahlen im Kopf, die vielleicht interessanter wären). 

&gt; Falls Du von Keynes die “Essays in Persuasion” noch 
&gt; nicht kennen solltest, möchte ich Dir diese unbedingt 
&gt; zur Lektüre empfehlen. In denen wird nämlich klar, dass 
&gt; die Weltwirtschaftskrise die Folge einer absichtlichen 
&gt; Deflationspolitik mit dem Goldstandard war.

Dass die Wirtschaftskrise Folge der Deflationspolitik war, ist mir schon klar. Absichtlich war sie auch, aber nicht um die Arbeiter leiden zu lassen, sondern weil man die wahre Bedeutung von Deflation (positiver Mindestzins) nicht erkannt hat. Man sah nur auf die Preise, statt auch auf die Wirkung für den Zins. Bezüglich der Preise man man sogar Recht gehabt haben, fatal nur, dass im Zusammenhang mit dem gewählten Geldsystem eben der Zinseffekt der stärkere war.

&gt; Selber habe ich auch ein Buch dazu geschrieben:

Sehr schön. Leider muss ich sagen, fehlt mir die Zeit, alles zu lesen, was in mein Interessensgebiet fällt. In diesem Jahr sehe ich sogar für kein einziges VWL-Buch mehr Platz - neben Erwerbsarbeit, notwendiger beruflicher Weiterbildung und Familie, müsste ich sonst echt den Schlaf ausfallen lassen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Wolfgang Waldner</p>
<p>Das mit den Geld- und Reallöhnen ist mir natürlich bekannt. Aber erwartest du wirklich, das ich in der Einleitung zunächst einmal komplett Keynes Ideen erläutere? </p>
<p>> Es ist also bei Keynes nicht die Rede von MEHR<br />
> angebotener Arbeitsleistung, sondern von<br />
> gleichbleibender Arbeitsleistung trotz sinkender<br />
> Reallöhne. Was aber auch der Neoklassik widerspricht.</p>
<p>Wie schon gesagt, ich kann nur anzubieten, bei der nächsten Fassung dieses Artikels, die Formulierung in der Einleitung umzubauen, um hier weniger falsche Eindrücke zu erwecken (die auch nicht beabsichtigt waren), Ich weiß aber noch nicht wie, weil ich auch nicht im ersten Satz den halben Artikel vorwegnehmen möchte.</p>
<p>> Die von Dir im Artikel angesprochenen “Keynesianer” nun<br />
> gehen heute aus historischer Erfahrung sicher fast alle<br />
> davon aus, dass Arbeiter in einer Krise nicht nur in<br />
> sinkende Löhne, sondern auch in steigende Arbeitszeiten<br />
> und härtere Bedingungen für den Einzelnen einwilligen<br />
> müssen.</p>
<p>Quelle? Und wenn es so ist: Warum spricht das niemand laut aus? Es gibt doch viele Keynesianer, die (anders als ich) durchaus Rang und Namen haben.</p>
<p>> Zu genau dem Zweck werden die Krisen ja von der<br />
> Geldpolitik erzeugt.</p>
<p>Ich glaube nicht an solche Verschwörungen, solange dasselbe Verhalten ganz ohne Verschwörung erklärbar ist.</p>
<p>> Darum könnte man böswillig eine sinkende<br />
> “Arbeitsbereitschaft” wegen niedrigerer Löhne behaupten,<br />
> wie es die Neoliberalen dann auch machen.</p>
<p>Mit ex post Zahlen (realisiertes Angebot) kann man kaum auf ex ante Zahlen (geplantes Angebot) schließen, von ceris paribus kann schon eh nicht die Rede sein. Davon abgesehen, sinkt doch die (offizielle) Arbeitslosigkeit in Deutschland sogar drastisch (leider habe ich keine Beschäftigungszahlen im Kopf, die vielleicht interessanter wären). </p>
<p>> Falls Du von Keynes die “Essays in Persuasion” noch<br />
> nicht kennen solltest, möchte ich Dir diese unbedingt<br />
> zur Lektüre empfehlen. In denen wird nämlich klar, dass<br />
> die Weltwirtschaftskrise die Folge einer absichtlichen<br />
> Deflationspolitik mit dem Goldstandard war.</p>
<p>Dass die Wirtschaftskrise Folge der Deflationspolitik war, ist mir schon klar. Absichtlich war sie auch, aber nicht um die Arbeiter leiden zu lassen, sondern weil man die wahre Bedeutung von Deflation (positiver Mindestzins) nicht erkannt hat. Man sah nur auf die Preise, statt auch auf die Wirkung für den Zins. Bezüglich der Preise man man sogar Recht gehabt haben, fatal nur, dass im Zusammenhang mit dem gewählten Geldsystem eben der Zinseffekt der stärkere war.</p>
<p>> Selber habe ich auch ein Buch dazu geschrieben:</p>
<p>Sehr schön. Leider muss ich sagen, fehlt mir die Zeit, alles zu lesen, was in mein Interessensgebiet fällt. In diesem Jahr sehe ich sogar für kein einziges VWL-Buch mehr Platz - neben Erwerbsarbeit, notwendiger beruflicher Weiterbildung und Familie, müsste ich sonst echt den Schlaf ausfallen lassen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wolfgang Waldner</title>
		<link>http://www.global-change-2009.com/blog/arbeitsmarktgleichgewicht-in-abhangigkeit-vom-sozialsystem/2010/06/comment-page-1/#comment-1477</link>
		<dc:creator>Wolfgang Waldner</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 19:36:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-change-2009.com/blog/?p=3708#comment-1477</guid>
		<description>@Michael

Keynes hat das nicht ganz so erörtert, wie Du es zitiert haben möchtest. Er hat im zweiten Kapitel der Allgemeinen Theorie Abschnitt III. die Reaktion der Arbeiter und Gewerkschaften auf eine Kürzung der Reallöhne im Vergleich zu einer Kürzung der Geldlöhne diskutiert.

"Thus it is fortunate that the workers, though unconsciously, are instinctively more reasonable economists than the classical school, inasmuch as they resist reductions of money-wages, which are seldom or never of an all-round character, even though the existing real equivalent of these wages exceeds the marginal disutility of the existing employment; whereas they do not resist reductions of real wages, which are associated with increases in aggregate employment and leave relative money-wages unchanged, unless the reduction proceeds so far as to threaten a reduction of the real wage below the marginal disutility of the existing volume of employment. Every trade union will put up some resistance to a cut in money-wages, however small. But since no trade union would dream of striking on every occasion of a rise in the cost of living, they do not raise the obstacle to any increase in aggregate employment which is attributed to them by the classical school."
http://www.marxists.org/reference/subject/economics/keynes/general-theory/ch02.htm

Nach der Neoklassischen Theorie, in der die Geldlöhne nicht erörtert werden, müsste ein Sinken der Reallöhne zu einem Widertsand der Arbeiter in Form einer Verringerung ihres Arbeitsangebots führen. Keynes spricht natürlich von Streiks und nicht naiv wie die Neoklassiker davon, dass die Arbeiter einfach weniger arbeiten würden. Denn die Arbeiter sind ja immer lohnabhängig und müssen arbeiten, weil sie dazu keine Alternative haben.

Es ist also bei Keynes nicht die Rede von MEHR angebotener Arbeitsleistung, sondern von gleichbleibender Arbeitsleistung trotz sinkender Reallöhne. Was aber auch der Neoklassik widerspricht.

Die von Dir im Artikel angesprochenen "Keynesianer" nun gehen heute aus historischer Erfahrung sicher fast alle davon aus, dass Arbeiter in einer Krise nicht nur in sinkende Löhne, sondern auch in steigende Arbeitszeiten und härtere Bedingungen für den Einzelnen einwilligen müssen. 

Zu genau dem Zweck werden die Krisen ja von der Geldpolitik erzeugt. 

Weil in einer Krise die Lohnsenkung mit der Massenerwerbslosigkeit erzwungen wird, kann man selbstverständlich insgesamt keine steigenden Arbeitsvolumen messen. Darum könnte man böswillig eine sinkende "Arbeitsbereitschaft" wegen niedrigerer Löhne behaupten, wie es die Neoliberalen dann auch machen.

Falls Du von Keynes die "Essays in Persuasion" noch nicht kennen solltest, möchte ich Dir diese unbedingt zur Lektüre empfehlen. In denen wird nämlich klar, dass die Weltwirtschaftskrise die Folge einer absichtlichen Deflationspolitik mit dem Goldstandard war. 

Selber habe ich auch ein Buch dazu geschrieben:

Warum die Geldpolitik 1929-33 die Weltwirtschaftskrise verursacht hat 
http://www.amazon.de/Warum-Geldpolitik-1929-33-Weltwirtschaftskrise-verursacht/dp/3837093913/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1278790522&amp;sr=1-1</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Michael</p>
<p>Keynes hat das nicht ganz so erörtert, wie Du es zitiert haben möchtest. Er hat im zweiten Kapitel der Allgemeinen Theorie Abschnitt III. die Reaktion der Arbeiter und Gewerkschaften auf eine Kürzung der Reallöhne im Vergleich zu einer Kürzung der Geldlöhne diskutiert.</p>
<p>&#8220;Thus it is fortunate that the workers, though unconsciously, are instinctively more reasonable economists than the classical school, inasmuch as they resist reductions of money-wages, which are seldom or never of an all-round character, even though the existing real equivalent of these wages exceeds the marginal disutility of the existing employment; whereas they do not resist reductions of real wages, which are associated with increases in aggregate employment and leave relative money-wages unchanged, unless the reduction proceeds so far as to threaten a reduction of the real wage below the marginal disutility of the existing volume of employment. Every trade union will put up some resistance to a cut in money-wages, however small. But since no trade union would dream of striking on every occasion of a rise in the cost of living, they do not raise the obstacle to any increase in aggregate employment which is attributed to them by the classical school.&#8221;<br />
<a href="http://www.marxists.org/reference/subject/economics/keynes/general-theory/ch02.htm" rel="nofollow">http://www.marxists.org/reference/subject/economics/keynes/general-theory/ch02.htm</a></p>
<p>Nach der Neoklassischen Theorie, in der die Geldlöhne nicht erörtert werden, müsste ein Sinken der Reallöhne zu einem Widertsand der Arbeiter in Form einer Verringerung ihres Arbeitsangebots führen. Keynes spricht natürlich von Streiks und nicht naiv wie die Neoklassiker davon, dass die Arbeiter einfach weniger arbeiten würden. Denn die Arbeiter sind ja immer lohnabhängig und müssen arbeiten, weil sie dazu keine Alternative haben.</p>
<p>Es ist also bei Keynes nicht die Rede von MEHR angebotener Arbeitsleistung, sondern von gleichbleibender Arbeitsleistung trotz sinkender Reallöhne. Was aber auch der Neoklassik widerspricht.</p>
<p>Die von Dir im Artikel angesprochenen &#8220;Keynesianer&#8221; nun gehen heute aus historischer Erfahrung sicher fast alle davon aus, dass Arbeiter in einer Krise nicht nur in sinkende Löhne, sondern auch in steigende Arbeitszeiten und härtere Bedingungen für den Einzelnen einwilligen müssen. </p>
<p>Zu genau dem Zweck werden die Krisen ja von der Geldpolitik erzeugt. </p>
<p>Weil in einer Krise die Lohnsenkung mit der Massenerwerbslosigkeit erzwungen wird, kann man selbstverständlich insgesamt keine steigenden Arbeitsvolumen messen. Darum könnte man böswillig eine sinkende &#8220;Arbeitsbereitschaft&#8221; wegen niedrigerer Löhne behaupten, wie es die Neoliberalen dann auch machen.</p>
<p>Falls Du von Keynes die &#8220;Essays in Persuasion&#8221; noch nicht kennen solltest, möchte ich Dir diese unbedingt zur Lektüre empfehlen. In denen wird nämlich klar, dass die Weltwirtschaftskrise die Folge einer absichtlichen Deflationspolitik mit dem Goldstandard war. </p>
<p>Selber habe ich auch ein Buch dazu geschrieben:</p>
<p>Warum die Geldpolitik 1929-33 die Weltwirtschaftskrise verursacht hat<br />
<a href="http://www.amazon.de/Warum-Geldpolitik-1929-33-Weltwirtschaftskrise-verursacht/dp/3837093913/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1278790522&amp;sr=1-1" rel="nofollow">http://www.amazon.de/Warum-Geldpolitik-1929-33-Weltwirtschaftskrise-verursacht/dp/3837093913/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1278790522&amp;sr=1-1</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Michael Hoennig</title>
		<link>http://www.global-change-2009.com/blog/arbeitsmarktgleichgewicht-in-abhangigkeit-vom-sozialsystem/2010/06/comment-page-1/#comment-1476</link>
		<dc:creator>Michael Hoennig</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 12:12:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.global-change-2009.com/blog/?p=3708#comment-1476</guid>
		<description>@Wolfgang

Zunächst schrieb ich "Keynesianer" nicht Keynes. Aber insbes. im Falle "Keynes" wäre ich natürlich an einer Quelle interessiert, wo er beschreibt, dass bei geringeren Löhnen MEHR Arbeitsleisung am Markt angeboten wird und dass dies alleine schon die Gleichgewichtsbildung verhindert.

An der zitierten Stelle wird nämlich nur über diesen Aspekt (certeris paribus) geredet. Sicher gibt es auch noch andere Einflüsse auf die Lohnhöhe. Davon abgesehen, habe ich es genau so an der Hochschule gelernt (wenn auch nicht so prägnant formuliert):

&gt; dass der wirkliche Keynesianer wie auch schon Keynes 
&gt; die Arbeitsnachfrage als Funktion der Geld- und 
&gt; Finanzpolitik und damit der Konjunktur betrachtet und 
&gt; eben nicht als Funktion der Lohnhöhe, wie es die Unsi 
&gt; absichtlich verfälschend lehren.

War allerdings keine Universität. Verfälscht wurde zumindest dieser Aspekt in meiner VWL-Vorlesung also nicht.

Wenn ich den Test mal überarbeite, werde ich auch über eine andere Formulierung dieser Einleitung nachdenken, so dass es nicht so klingt, als hätte Keynes mit der Neoklassik übereingestimmt, was den Arbeitsmarkt betrifft. Wobei ich ehrlich nicht nachvollziehen kann, wie man das da rein lesen kann. Denn geschrieben habe ich nur, das das Gesamtarbeitsangebot bei beiden positiv vom Lohn abhängig ist. Aber wie gesagt: Gerne Quellennachweis, wo Keynes von einer negativen Abhängigkeit schrieb!

&gt; Bei Keynes findet man zum Beispiel die Erörterung, dass 
&gt; die Arbeiter keinen Einfluss auf die reale Lohnhöhe 
&gt; haben, weil Nominallöhne ausgehandelt werden. 

Was dann aber zu Arbeitslosigkeit führt und damit im Schnitt (Arbeiter+Arbeitslose) doch zu fallenden Löhnen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Wolfgang</p>
<p>Zunächst schrieb ich &#8220;Keynesianer&#8221; nicht Keynes. Aber insbes. im Falle &#8220;Keynes&#8221; wäre ich natürlich an einer Quelle interessiert, wo er beschreibt, dass bei geringeren Löhnen MEHR Arbeitsleisung am Markt angeboten wird und dass dies alleine schon die Gleichgewichtsbildung verhindert.</p>
<p>An der zitierten Stelle wird nämlich nur über diesen Aspekt (certeris paribus) geredet. Sicher gibt es auch noch andere Einflüsse auf die Lohnhöhe. Davon abgesehen, habe ich es genau so an der Hochschule gelernt (wenn auch nicht so prägnant formuliert):</p>
<p>> dass der wirkliche Keynesianer wie auch schon Keynes<br />
> die Arbeitsnachfrage als Funktion der Geld- und<br />
> Finanzpolitik und damit der Konjunktur betrachtet und<br />
> eben nicht als Funktion der Lohnhöhe, wie es die Unsi<br />
> absichtlich verfälschend lehren.</p>
<p>War allerdings keine Universität. Verfälscht wurde zumindest dieser Aspekt in meiner VWL-Vorlesung also nicht.</p>
<p>Wenn ich den Test mal überarbeite, werde ich auch über eine andere Formulierung dieser Einleitung nachdenken, so dass es nicht so klingt, als hätte Keynes mit der Neoklassik übereingestimmt, was den Arbeitsmarkt betrifft. Wobei ich ehrlich nicht nachvollziehen kann, wie man das da rein lesen kann. Denn geschrieben habe ich nur, das das Gesamtarbeitsangebot bei beiden positiv vom Lohn abhängig ist. Aber wie gesagt: Gerne Quellennachweis, wo Keynes von einer negativen Abhängigkeit schrieb!</p>
<p>> Bei Keynes findet man zum Beispiel die Erörterung, dass<br />
> die Arbeiter keinen Einfluss auf die reale Lohnhöhe<br />
> haben, weil Nominallöhne ausgehandelt werden. </p>
<p>Was dann aber zu Arbeitslosigkeit führt und damit im Schnitt (Arbeiter+Arbeitslose) doch zu fallenden Löhnen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

