11. Mai 2010

Die Geldschöpfung der Geschäftsbanken

Um die Geldschöpfung der Banken - und insbesondere der Geschäftsbanken - kreisen die wildesten Vorstellungen. Bei einigen Autoren klingt es gerade zu so, als könnten die Geschäftsbanken Geld aus dem Nichts erzeugen und für dieses Geld Zinsen kassieren, also als könnten sie Kapital schöpfen. Im Kern liegt diesem Irrtum der Denkfehler #1 zugrunde, über den ich vor einigen Tagen schrieb: Die Verwechslung von Kapital und Liquidität.

Denn Geldschöpfung ist nichts weiter als die Hereinnahme uneinheitlicher, längerfristiger Schuldtitel bei gleichzeitiger Herausgabe einheitlicher kurzfristiger Schuldtitel. Und beide dokumentieren keine Dinge, sondern Beziehungen. Aus welchen Schritten die Geldschöpfung im einzelnen besteht, ist in diesem Dokument beschrieben:

mehr … (PDF)

 

9. Mai 2010

Sahra hat’s kapiert, BRD = Banken - Rettungsrepublik - Deutschland

 

9. Mai 2010

Operation gelungen - Patient tot (Politplatschquatsch Blog)

stunden_hektischer_krisendiplomatie

weiter bei Politplatschquatsch

 

9. Mai 2010

DLF - Interview vom feinsten mit Paul Jorion

sehr gutes Interview - nur die Möglichkeit der Renditedrückung über einen beliebig niedrigen Gleichgewichtszins wird nicht erwähnt. Auch das Bargeld auch nur die Verbriefung eines Kredits ist, weis er leider nicht - ansonsten echt Spitze

zur Person

Textversion

 

9. Mai 2010

Was kommt heute Nacht? Ich denk der direkte Aufkauf der Staatsanleihen durch die EZB?

mal sehen, ob ich zum Guru tauge. :-)

Wenn es zu diesem sogenanten quantitativ easing kommt, werden uns natürlich die bösen Spekulaten als Schuldige präsentiert werden. Dass wir die Verschuldung zum Ausgleich des Nachfrageverzichts so hoch treiben müssen bis Panik an den Märkten ausbricht, werden uns die obersten Sozialisten der “EU DSSR” wohl nicht erzählen.

EU-Sozialismus und Verarmung vorraus - besser als Krieg -aber deutlich schlechter als ein Update!

 

8. Mai 2010

8 Mrd. Hilfspaket der Banken? - die Banken sind bereit staatlich garantierte Zinsen zu kassieren!

soll man drüber lachen oder sollte man in unserer Lügenwelt sich so viel Verlogenheit als Ziel der Persönlichkeitsentwicklung zum Vorbild nehmen? :-) :-(

 

6. Mai 2010

Sparguthaben, was haben Sparguthaben mit der Schuldenkrise zu tun?

Sparguthaben sind dokumentierter Nachfrageverzicht aus Einkommen. Dieser Nachfrageverzicht durch Sparguthaben muss volkswirtschaftlich zwingend durch Verschuldung ausgeglichen werden. Sparguthaben ermöglichen Verschuldung, Sparguthaben erzwingen aber auch Verschuldung. Deshalb kann die Ausweitung von Sparguthaben erwünscht sein - weil sich andere verschulden wollen und dafür auch ein Pfand stellen können. Oder das Wachstum der Sparguthaben kann es wie heute erwingen, dass sich Staaten verschulden müssen. Sparguthaben wachsen in entwickelten Volkswirtschaften stark an, wenn die Investitionen in die Realwirtschaft wenig Rendite bringt. Dies weil man immer Sparzinsen über Null bekommen muss, ansonsten kann man ja Bargeld halten.

Das Bargeld ist der Schlüssel zur Lösung des Schuldenproblems und zur Rettung der Sparguthaben - ich habe es hier beschrieben

 

6. Mai 2010

Ramsch-Anleihen als Sicherheit für EZB-Kredite

Wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung in den letzten Tagen meldete, werden nun auch die praktisch wertlosen griechischen Anleihen als Sicherheit für Zentralbankgeld angenommen.

Das ist vergleichbar damit, dass ich beim Finanzamt meine Steuern mit einigen Schuldtiteln gegen Kunden bezahlen könnte, aus deren Insolvenzmasse aber die auf meinen Rechnungen genannten Summen nie gezahlt werden können. Das Finanzamt aber ist schlauer als die EZB, denn das Finanzamt lässt sich auf so einen “Kuhhandel” (leider) nicht ein.

Ab jetzt könnte man tatsächlich von der Geldschöpfung aus dem Nichts reden, ja sogar fast von der Finanzkapitalschöpfung aus dem Nichts. Aber natürlich gilt das nur für die Geschäftsbank, die dieses Geschäft macht. Im gleichen Zuge nimmt mittelfristig das Kapital aller anderen an Wert ab. Denn es wird nichts wirklich geschöpft, sondern nur umverteilt.

Insofern ist es auch eine völlig andere Situation als viele Geldsystemkritiker (z.B. Prof. Senf und Prof. Huber) als Ursache der Krise sehen. Die Geldschöpfung aus dem Nichts ist eine Folge der Krise, nicht deren Ursache.

 

6. Mai 2010

Geld-Denkfehler #1: Verwechslung von Kapital und Liquidität

Gerade wer erst anfängt, über Geld an sich und das Geldsystem nachzudenken, gerät oft in Denkfallen. Eine dieser Denkfallen ist die Verwechslung von Kapital und Liquidität, der viele Geldsystemkritiker aufsitzen. Aber auch Politiker und sogar Wirtschaftswissenschaftler gehen im Alltagsleben manches mal etwas leichtfertig mit den Begriffen um.

Beliebt ist z.B. die Mär von der Geldschöpfung der Geschäftsbanken, dass diese angeblich bei 2% Mindestreserve das 50-fache der Einlagen an Kredit vergeben können und auf dieses selbst geschöpfte Geld Zinsen kassieren könnten. Wäre dem so, hätte es wohl kaum eine Bankenkrise gegeben - auch nicht, weil angeblich diese Gewinne durch Dividendenzahungen längst an die Aktionäre ausgezahlt seien. (Erstens reichen die Dividendenzahlungen dafür bei weitem nicht aus. Und wohin sind dann diese Dividendenzahlungen, wenn nicht wieder als Einlagen bei den Banken?)

Grund für den Irrtum mit dem o.g. Geldschöpfungsmultiplikator ist eben die Verwechslung von Liquidität und Kapital. Liquidität kann von Geschäftsbanken geschöpft werden - aber eben nicht Geldbasis- (Euro-) Liquidität, sondern nur in Form Geschäftsbank-eigener Schuldtitel. Giroguthaben der Kunden sind solche. Verwirrend ist natürlich, dass auch diese in der Einheit Euro bemessen werden. Der Unterschied wird deutlich wenn eine Bank insolvent ist: Ein Giroguthaben von 10.000 Euro bei einer insolventen Bank (den Einlagensicherungsfonds mal außen vor) ist eben nicht 10.000 Euro wert, sondern wenn man Pech hat nichts mehr wert.

Bei der Geldschöpfung entstehen immer zwei Schulden-Guthaben-Paare, die sich kapitalmäßig ausgleichen. D.h. Geldschöpfung schafft kein neues Kapital. Und nur auf Kapital erhält man Zinsen, nicht aber auf Liquidität. Doch die Geldschöpfung selbst, ist ein so großes Thema, dass ich das an anderer Stelle ausführen möchte.

Die Verwechslung von Kapital und Liquidität taucht noch in anderen Zusammenhängen auf. Geldsystemkritik ist mehr als berechtigt, aber immer wenn jemand das Geldsystem kritisiert, sollte man akribisch darauf achten, ob die konkrete Argumentation nicht an irgendeiner Stelle eben dieser Verwechslung unterliegt. Das ist wie ein mathematischer Beweis, an dem an einer Stelle versteckt durch Null geteilt wird. Damit kann man sogar 1=2 beweisen.

 

6. Mai 2010

Hans Werner Sinn - schäm Dich

Wer hat den mit am lautesten die Trommel angeblich fehlender Konkurrenzfähigkeit Deutschlands geschlagen?
Der größte Schreihals für stagnierende Real- Löhne im Land. Jetzt wo das Kind im Brunnen liegt darf er immer noch als “Experte” Kommentare abgeben? schäm Dich mit - ARD