29. April 2010

Stolpersteine der Freiheit

Von Erika Reglin-Hormann

Das „Philosophische Quartett“ aus Berlin über das Grundeinkommen

Zunächst sollte das Grundeinkommen unter dem Freiheitsbegriff diskutiert werden und Herr Matthias Möhring Hesse, der an der Uni Vechta philsophische und theologische Grundlagen des sozialen Handelns unterrichtet, sagte hierzu ein paar kluge Dinge.

Wie, dass der Freiheitsbegriff als Handlungsfreiheit verstanden werden könne und diese Art der Handlungsfreiheit bedingt, dass die Gesellschaft dafür einige Voraussetzungen erfüllen müsse. Äußere Bedingung von Handlungsfreiheit sei, etwas zu wollen und das dann auch zu tun. „Wir müssen diese Handlungsfreiheit anderen zusprechen, wir sind nicht alleine frei, die Freiheit beruht auf der Vorleistung von anderen.“ Freiheit sei nicht „solitär“, also immer nur in der Verbindung mit anderen möglich. Freiheit müsse zudem eine Gleichheitsdimension haben (Egalität) – „als Freie sind wir alle gleich und als Gleiche sind wir frei.“

Um auszuführen, dass alleine frei sein, keinen Sinn macht, zog er ein Beispiel aus der Literatur heran. „Robinson Crusoe ist nicht frei, sondern einsam. Erst mit dem Auftauchen von Freitag ist er auch frei.“ Freiheit bedeute deshalb nicht nur die Gleichheit aller Freien, sondern die Zugehörigkeit zu den Freien sowie der wechselseitigen Gewährleistung von Freiheit. Diese drei Bedingungen von Freiheit beschreibt er mit den Attributen „nicht solitär, „egalitär“ und „inklusiv“.

Götz Werner, ebenfalls als Redner geladen, drückt es noch einfacher aus, indem er sagt, „Freiheit ist die Befähigung, nein zu sagen.“

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27. April 2010

WARUM gibt es jetzt so viele “faule Schulden”?

weil es viel zu viele “faule Guthaben” gibt.

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26. April 2010

45 Mrd. Euro für Griechenland? Wirklich für Griechenland?

Seit ein paar Tagen geht es durch die Medien: Griechenland braucht kurzfristig 45 Mrd. Genau genommen, fordert Griechenland Kredite in Höhe von 45 Mrd.  zu einem Zinssatz unter dem Marktzins. Doch fließt dieses Geld wirklich an Griechenland oder etwa an die Geschäftsbanken?

Da das Geld vor allem zur Ablösung fälliger Kredite benötigt wird, fließt es genau genommen schon zunächst an die Geschäftsbanken, bei denen Griechenland die nun fälligen Kredite genommen hatte. Aber die Kette dort zu beenden, wäre etwas kurz gegriffen. Eigentlich ist es wohl deutlich: Unter normalen Bedingungen könnten diese Kredite eben nicht vollständig getilgt werden, unter normalen Umständen würden also die Geschäftsbanken Abschreibungen vornehmen müssen.

Dies wiederum würde Eigenkapital der Geschäftsbanken verzehren, teilweise bis zu einer Unterbilanz - also praktisch Insolvenz. Rein rechnerisch bedeutet das aber auch, dass den Fremdkapital-Passiva der Geschäftsbanken (Kundeneinlagen) gar nicht mehr Aktiva in mindestens gleicher Höhe gegenüber stehen. Den Kundeneinlagen steht also gar nicht mehr Vermögen gleichen Wertes gegenüber. Würde man die Kreditverhältnisse auflösen, entstünde ein negativer Realzins auf die Einlagen!

Ähnliches hatten wir schon in der ersten Runde der Finanzkrise erlebt, wo das Problem durch erleichterte Bilanzierungsgesetze und Einspringen vermeintlich solventer Staaten wie den USA, Deutschland und Frankreich als “Ersatz”-Schuldner in die Zukunft verschoben wurde. Und anders als “in die Zukunft verschoben” kann man es kaum nennen. Wer glaubt, die Finanzkrise sei damit überwunden worden, der glaubt vermutlich auch noch heimlich an den Weihnachtsmann, der die Geschenke bringt. Zweimal hat nun also der Markt nun schon versucht, sich zu bereinigen. Zweimal wollte der Markt einen negativen Realzins realisieren. Einmal hatten dies bereits die Staaten (genauer: die Regierungen der Staaten) verhindert, nun steht ein zweites mal an.

Was machen die Staaten dort eigentlich? Sie kaufen Kredit ab, dessen Preis über dem Marktpreis liegt. Die Wirtschaftswissenschaften kennen eine solche Notwendigkeit auch für eine andere Situation, nämlich für staatliche Mindestpreise. Bei einem staatlichen Mindestpreis muss der Staat entweder Überproduktion verbieten oder sie abkaufen und dann vernichten, einlagern oder - z.B. im Ausland - weit unter dem Mindestpreis verkaufen. Genau das passiert hier auch: Der Staat kauft praktisch die Kredite (nimmt Schulden auf) auf, weil es zum überhöhten Marktpreis keine Nachfrage mehr gibt. Denn Nachfrage heißt nicht nur Bedarf, sondern auch Zahlungsfähigkeit - in diesem Falle in der Zukunft.

Wo landen nun also die Milliarden für Griechenland? Sie landen bei denjenigen, die Einlagen bei den Geschäftsbanken haben - die man landläufig als Sparer bezeichnen würde.

Nun ist es ein reines Rechenspiel, ob man als einzelner davon wirklich einen Nutzen hat. Nehmen wir mal an, dass ein negativer Realzins von 10% p.a. realisiert werden müsste. Wer aus durch diese Krise verursachte Arbeitslosigkeit z.B. 12.000 Euro Mindereinnahmen pro Jahr hat, müsste schon  über 120.000 Euro Sparguthaben verfügen, um zu den Gewinnern zu gehören. Bei den Steuerzahlern wird es schwieriger, weil kaum zu berechnen ist, welchen Steueranteil die Staaten für diese Umverteilung tatsächlich benötigen.

Fakt ist, dass hier eine gigantische Umverteilung von der Arbeit zum Kapital stattfindet, bei der die viele Berufstätigen zum Narren gehalten werden, weil sie nicht nur die Sicherung ihrer Spareinlagen selbst bezahlen müssen, sondern zudem noch die Sicherung der großen Finanzvermögen bezahlen dürfen.

 

25. April 2010

Global Change in Ahaus.

Einblicke von der Großdemo in Ahaus.

 

25. April 2010

Global Change jetzt auch in Österreich…

… und weiteren deutschen Städten.

 

22. April 2010

So fuktioniert ChangeWatch!

 

22. April 2010

“Update your Economy” - Sie werden Ihr neues menschlicheres System mögen!

Haben Sie auch ein Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, welches nur noch mit Staatsschulden und Subventionen am Leben gehalten werden kann? Leidet Ihr System an extremen sozialen Ungleichgewichten, wachsender Arbeitslosigkeit und Umweltzerstörung durch Wachstumszwang? Wird es etwa sogar zunehmend bürokratisch, unmoralisch und kommt es zu Depressionsschüben? Zeigt Ihr System Anzeichen von plutokratischer Scheindemokratie weil es offensichtlich erpressbar ist? Drohen gar handfeste Konflikte sowie der Staatsbankrott? Bezahlt Ihr System Abwrackprämien damit Dinge zerstört werden und ist mit einer Ausweitung dieser ”Zerstörungslösung” bei absehbarer Eskalation der Wirtschaftsprobleme zu rechnen?

Dies kann doch wohl unmöglich so bleiben - Ihr Global Change Thinktank liefert Ihnen kostenlos ein Update für Ihre völlig veraltete Systemversion.

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21. April 2010

Projekt ChangeWatch macht sich!

Auf immer mehr Seiten verlinkt, erreicht ChangeWatch immer mehr Aktive.

 

19. April 2010

Eine gute Idee?

 

16. April 2010

Aufklärungssendung ohne Aufklärung - Staatsbankrott 100%tig sicher?

ja nicht das Guthabenproblem ansprechen - sonst könnte man ja der Hoffnungslosigkeit solcher Beiträge mal was konstruktives entgegensetzen. Die “Guthabenkrise” ist tabu -die Guthabenkrise können und wollen die Guthabenfreaks nicht denken. Die Guthabenfreaks sind die wahren Junkies - die Subprimekreditnehmer dürfen und müssen “Guthaben-Stoff” produzieren, weil ohne eine Bedienung der Nachfrage der Wirtschaftskreislauf zusammen bricht. Jeder weis, dass der Geldkreislauf der Blutkreislauf der Wirtschaft ist, aber wenn es als gehortetes Guthaben dem Kreislauf entzogen wird, dann übersteigt dieses Problem die Vorstellungskraft des Normalsterblichen angeblich.

Ich kann die Heulerei der Guthabenhalter über die Schulden nicht mehr hören - irrationaler und dümmer geht es nicht - menschlich halt.
Dies wäre das gleiche, wenn sich der Drogensüchtige über die Drogenproduktion beklagt. Guthaben entstehen aus Schulden - wenn man diesen Stoff nachfragt, müssen Schulden wachsen, weil sonst die Wirtschaft kollabiert.
Also Guthabenjunkies, schweigt zum Schuldenwachstum oder investiert, oder macht wie ich Urlaub bis 01. Mai zum Guthabenabbau. Grüße JB