18. Februar 2010

Staaten garantieren alles - dies kann nicht gut gehen

ein Beitrag zur Situation in USA im Wirtschaftsfacts-Blog

Staatliche US-Garantien: Neuer Problemverursacher?
By Roman | Februar 17, 2010

Die Leute sprechen über ein systemisches Risiko, besitzen jedoch keinerlei Metrik, um es zu messen, sagt Professor Edward Kane vom Boston College. Kane schlug vor, dass die Gesetzgeber eine unabhängige Einheit schaffen sollten, um Daten von allen gestützten Unternehmen zu sammeln, damit auf möglicherweise zusätzlich entstehende Bailoutkosten ein realistisches Preisschild geklebt werden kann. Denn weiterhin bezieht die US-Regierung die aus Garantievergaben potenziell entstehenden Kosten in keiner Weise mit ein in ihr Regierungsbudget. Und dies aus gutem Grunde!

weiter bei Wirtschaftsfacts

 

17. Februar 2010

Die Deutschen sind die Chinesen von Europa

noch mehr schweizer Wasser auf unserer Mühle:

“Das Grundproblem besteht jedoch letztlich nicht in modernen Finanzinstrumenten, sondern in Ungleichgewichten innerhalb der Weltwirtschaft. Was ist damit gemeint? Exporte und Importe müssen global gesehen null ergeben. Die Welt kann kein Handelsdefizit oder einen Handelsüberschuss mit sich selber haben. Deshalb ist es ungesund, wenn ein Land jährlich wiederkehrend viel mehr exportiert als importiert, oder umgekehrt. Beides führt dazu, dass die Balance verloren geht.”

Die Deutschen sind die Chinesen von Europa -weiter in der Berner Zeitung
Von Philipp Löpfe. Aktualisiert um 14:16 Uhr

 

17. Februar 2010

PM Offenbarungseid der Volkswirte in Atlanta: Der Verein Global Change bietet Weiterbildung zu realitätsnahen Grundlagen der Marktwirtschaft an

Pressemitteilung

Wie das Handelsblatt berichtete (1), muss es auf der weltweit wichtigsten Tagung für Volkswirte in Atlanta in der vorigen Woche wohl zu sensationellen Einsichten gekommen sein:

„Viele beschäftigen sich nicht mit der Welt, in der wir leben, sondern mit der Welt, in der sie gerne leben würden“, klagte Harvard-Professor Benjamin Friedman. Das habe zahlreiche Modelle hervorgebracht, die „einfach, elegant und falsch sind“. Modelle, die die Bedeutung von Banken und Krediten befriedigend erfassen, gebe es bislang nicht. „Das kann aber kein Argument dafür sein, dass wir unseren Studenten nur die alten, überholten Modelle beibringen“

Ähnlich formulierte es der Yale-Professor Robert Shiller, der als einer der ganz wenigen Volkswirte frühzeitig vor der Krise warnte:
„Viele Vertreter unserer Profession machen sich nicht die Mühe, auf dem Laufenden zu bleiben.“ Die moderne Makroökonomie müsse sich inhaltlich wie methodisch komplett neu erfinden – und deutlich näher an die Realität heranrücken.

„Genau dies ist das Problem der Volkswirte“ so Jörg Buschbeck, Vereinsvorstand des Global Change 2009 e.V., “schon die einfachsten Grundüberlegungen, auf welchen die ökonomischen Modelle aufbauen, entsprechen nicht der Realität. Schön, dass die ersten Wirtschaftswissenschaftler das jetzt öffentlich zugeben. Die meisten Ökonomen haben nicht einmal eine klare Vorstellung davon, was Geld ist und wie das Finanzsystem funktioniert. Grundlegende Marktstörungen, beispielsweise im wichtigen Geldmarkt, können so gar nicht erkannt werden.“ „Das ist folgenschwer, da die selben Ökonomen die Politik beraten. Fehlerhafte Modelle bedrohen so unmittelbar unseren Wohlstand und letztlich den Frieden.

Diese Problematik war einer der Hauptgründe für die Initiative „Global Change“. Wir erarbeiten deshalb Weiterbildungskurse für Wirtschaftsfachleute, Politiker und Multiplikatoren vor, die wir ab Oktober dieses Jahres anbieten“, so der Initiator Jörg Buschbeck. Der Inhaber von drei Firmen, der auch Vorstandschef einer Genossenschaft ist, gründete den Verein „Global Change“ Anfang 2009 nach eigenen ökonomischen Studien auch, um „die Wissenschaft aus dem intellektuellen Elfenbeinturm auf den Boden der Realität zu holen“.

(1)
Handelsblatt-Artikel

 

16. Februar 2010

Den Nobelpreisträgern ging in Atlanta ein Licht auf?

Der ganze Artikel ist ein Hammer - hier nur die besten Stellen :

Modelle, die die Bedeutung von Banken und Krediten befriedigend erfassen, gebe es bislang nicht

Ein funktionierendes Finanzsystem setzten die Forscher bislang so selbstverständlich voraus wie fließendes Wasser und Strom

„Wir haben uns unser Kapitel über Geldpolitik und Banken durchgelesen und gemerkt: Nichts davon ist mehr richtig“,

Kaum ein Ökonom hat die Krise kommen sehen, und die gängigen Modelle können das Geschehen weder abbilden noch erklären.

Die moderne Makroökonomie müsse sich inhaltlich wie methodisch komplett neu erfinden – und deutlich näher an die Realität heranrücken,

Zahlreiche Ökonomen kritisierten in Atlanta, große Teile ihres Fachs hätten sich über Jahrzehnte in einer theoretischen Traumwelt bewegt. „Viele beschäftigen sich nicht mit der Welt, in der wir leben, sondern mit der Welt, in der sie gerne leben würden“, klagte Harvard-Professor Benjamin Friedman. Das habe zahlreiche Modelle hervorgebracht, die „einfach, elegant und falsch sind“.

 

16. Februar 2010

Global Change Landestreffen Bayern - 20.02.2010

 

15. Februar 2010

“Die Deutschen sind schon wieder mal schuld?- “mit Ihrer Sparwut das System aus dem Gleichgewicht gebracht”

Nein - DIE Deutschen sind nicht schon wieder schuld.

1. Wir haben die Abschaffung der DM und damit der Wechselkurse nicht gewollt!

2.Wenn ein funktionierender Geldmarkt den Bürgern mit Zinsabbuchungen anzeigen würde, dass kein Bedarf an Ihrem Sparen besteht - sondern selbst investiert werden muss -dann würde es auch keine “Kaputtsparwut” geben. Bei minus 2% Zinsen spart keiner mehr was kaputt !

Schuld sind die Volkswirtschaftler - welche die Politik so grottenschlecht beraten - siehe hier -
ein Fall für den Verfassungsschutz

 

15. Februar 2010

Unser Finanzsystem samt Großteil der Volkswirte - ein Fall für den Verfassungsschutz?

Alles läuft wie vor 80 Jahren - demnächst wird die Demokratie durch die Hilflosigkeit der Politik gegenüber der Geldmarktstörung völlig diskreditiert sein. Sollte sich nicht auch bei uns mal der Verfassungsschutz mit dem Finanzsystem befassen?
In Spanien ist es wohl schon so weit.

Können wir nicht bei der Gelegenheit auch gleich den Großteil der Volkswirte wegen Problemverschleierung und Untätigkeit bei den Schlapphüten anzeigen?

Also, bitte kollektive Anklage wegen “demokratiegefährdender Untätigkeit”.
Den Tatbestand gibt es nicht? - dann einfach schnell beschließen.
Glühlampen hat die Politik wegen schlechtem Wirkungsgrad ja auch EU-weit verboten.

Hintergrundinfos für die Ermittlungen:
Der Großteil der Volkswirte gliedert sich in 2 Desinformations - Zellen auf:
“Geldmarktstörungsignorierer”(Neoklassiker - die radikalere Gruppe) und die
“Geldmarktstörung-durch-Staatsschulden-Kompensierer” (Keynesianer - Anklage hier einfacher, da Problem nachweislich bekannt!).

hier mal ein Video zu diesem gefährlichen Unfug als Beweismittel der Anklage

Da die Beseitigung der Geldmarktstörung zu einer selbstregulierenden, krisenfreien Wirtschaft führen würde - was den Bedarf an volkswirtschaftlicher Forschung und Beratung deutlich reduziert - ist hier anklageerschwerend von Vorsatz auszugehen.

 

15. Februar 2010

Westerwelles Amoklauf - Beitrag von Thomas Seltmann

Es lohnt sonst nicht, jede Äußerung des Vorsitzenden der einmal selbsternannten „Partei der Besserverdienenden“ zu kommentieren. Diesmal ist das anders und zwar aus zwei Gründen:

1. Es ist auffällig, wie energisch Guido Westerwelle trotz harrscher öffentlicher Kritik auf seinen Äußerungen beharrt und täglich eins draufsetzt.

2. Rückt man die Äußerungen nur ein klein wenig zurecht, offenbaren sie ein perfides Ablenkungsmanöver vom Kern der Wahrheit.

Was Westerwelle bewusst oder fahrlässig suggeriert ist, dass Arbeitenden und mittelständischen Unternehmern von ihrer Leistung vor allem deshalb immer weniger bleibt, weil Hartz-IV-Empfängern und anderen sozial Schwachen eine menschenwürdige Existenz ermöglicht werden soll. Ein Blick auf die Fakten: Dafür investierte der Staat im Jahr 2007 rund 42 Milliarden Euro.

Read the rest of this entry »

 

15. Februar 2010

Filme zur „Globalen Wende“

Der Film „Global Change 2009 – Premiere zum G20-Gipfel in London am 02.04.2009

Teil 1: Jahrhundertkrise – Jahrhundertchance

Teil 2: Wie funktioniert eigentlich die Wirtschaft?

Teil 3: Arbeit lohnt sich wieder

Teil 4: Unser Biotop erhalten und nun endlich handeln

Wir über uns – die Personen, die den Verein März 2009 initiiert haben

Trailer 2009

Radiointerview in HRinfo, 2010 – man beachte bitte die Prognosen.

Gastvortrag auf dem GCN-Geldkongress von 2011

 

15. Februar 2010

Ressourcen sind knapp - nicht Geld! Ölpflanzenanbau in der Wüste

Deshalb würde sich in funktionierenden (Geld)Märkten wohl der Ölplanzenanbau in der Wüste rechnen. Und dies völlig unabhängig von der umstrittenen CO2 Problematik
Beitrag dazu aus der Zeitung “Humanwirtschaft”
:

Nur ungefähr 10% der weltweit 36 Millionen km² Wüstenfläche werden dafür benötigt. Das Projekt kann in voller Ausbaustufe 190 Mill. Menschen, besonders in Entwicklungsländern,
ein Einkommen von ca 20 € pro Tag verschaffen und wird die Industrieländer keinen Cent Entwicklungshilfe kosten. Es ergeben sich effektive Erzeugungskosten von ca 0,43 €/Liter Öl, die schon bei einem Rohölpreis von 97 US$/bl konkurrenzfähig sind; bei Berücksichtigung der CO2-Zertifikate, die an CO2-„Einsammler“ ausgezahlt werden sollten, wäre der Verkaufspreis entsprechend niedriger. Aber dieser mit dem Rohöl konkurrierende Preis ist nur zu erreichen, wenn die Investitionen in solarthermische Kraftwerke, Meerwasserentsalzungsanlagen, Bewässerungstechnik und weiterverarbeitende Prozesse nicht durch Kapitalzinsen unnötig verteuert werden. In solchen besonders kapitalintensiven Technologien beträgt der Zinsanteil im Verkaufspreis häufig mehr als 50%.

Weiter zum Artikel der Zeitung Humanwirtschaft