… wurde erst im Oktober letzten Jahres sichtbar, als sich Bundeskanzlerin Merkel anschickte, es den Engländern gleichzutun und ein nicht einlösbares Versprechen machte: “Die Einlagen sind sicher.”
Wieso sie dazu gezwungen war, wird nun auch in der Presse debattiert. Dadurch, dass vermehrt Bargeld abgehoben worden wurde, standen so nach der Northern Rock in England auch die deutschen Banken vor der Gefahr eines “Banken-Runs”. Interessant ist auch die dortige Abstimmung. So glauben 78% nicht, dass der Finanzsektor die schlimmste Krise schon hinter sich hat.
Wir sind eher für den dritten Weg - entmonopolisierte Marktwirtschaft statt Kapitalismus und Sozialismus. Soll wirklich die Welt untergehen wegen einer Lächerlichkeit - einem klitzekleinen Regelproblem - der Unmöglichkeit die Nachfragelücke zwischen Investition und Sparen durch eine wirklich flexible Zinsregelung zu schließen?
Also, für die mitlesenden James Bonds vom BND - fragt einfach mal einen gelernten Elektriker wie man ein stabil geregeltes System baut. So etwas funktioniert ganz einfach - mit negativer Rückkopplung.
Und wenn Ihr das Problem lieber von einem ehemaligen Bundesbank/EZB Chefvolkswirt beschrieben haben wollt - dann bitte hier entlang. Ausführliche Würdigung der perfekten Problembeschreibung durch Prof. Otmar Issing demnächst in diesem Blog. Er beschreibt in “Einführung in die Geldtheorie” am Ende (Seite 284) übrigens auch die Lösung - hält Sie nur für “kaum praktikabel”.
Aber ist nicht alles praktikabler als der 3.Weltkrieg?
sind die Banken nun ganz böse - aus meiner Sicht nicht - Sie verhalten sich nur ädequat zu der derzeit unlösbaren Situation der deflationären Depression - nicht Bankenbashing sondern grundlegende Spielregeländerungen sind gefragt.
Meint Jörg
PS
Bin heute auf einer Veranstaltung des ostdeutschen Bankenverbands in “Vertretung” eines Landtagsabgeordneten. :o)
Unser Film zu Global Change 2009 steht seit heute auch bei dotsub.com zur weltweiten Übersetzung bereit!
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Wenn die Sparguthaben über dem Kreditbedarf solventer Schuldner liegen, muss der Staat als Nachfragelückenschließer und Neuschuldnerersatz einspringen, um eine Wirtschaftskrise abzuwenden. Das geht solange gut, bis das Vertrauen in den Staat als Schuldner gewährleistet ist.
Dieser Beitrag von “Panorama” (ARD) vom 18.04.2002 weist auf diese wachsende Staatsverschuldung hin.
Der Staat sollte IMHO nur eins tun, schädliche Sachen besteuern - mehr kann er einfach nicht!
Im Steuereintreiben ist er richtig gut - nur ausgeben kann der Bürger besser - auch deshalb ein bedingungsloses Grundeinkommen aus Besteuerung von Monopolen, Resoursen und hoher Einkommen.