Saldenmechanik Seite 1/2/3 - Wolfgang Stützel 1978
..wird aber leider manchmal übersehen, dass es neben Zusammenhängen, die vom menschlichen Verhalten abhängen, und häufig auch als Zwischenglieder solcher Zusammenhänge, viele Größenbeziehungen in der Wirtschaft gibt, über die sich streng Allgemeingültiges aussagen lässt…
Es geht freilich bei diesen Zusammenhängen häufig um recht primitive Dinge.
So besteht zwischen der Wirtschaftstätigkeit des Herrn Schulze und der Tätigkeit aller übrigen Mitglieder der Weltwirtschaft außer zahllosen anderen Beziehungen auch noch der primitive Zusammenhang, dass stets, sooft Herr Schulze mehr verkauft und einnimmt als er selbst kauft und ausgibt, die „übrige Weltwirtschaft“ im gleichen Zeitraum einen gleichgroßen Überschuss Ihrer Käufe über Ihre gleichzeitigen Verkäufe haben wird, da offensichtlich jeder Verkaufsakt für den Partner einen Kaufakt darstellt. Man braucht, um derartige Zusammenhänge darzustellen, keine höhere Mathematik, es genügt, im Bewusstsein zu halten, dass eben auf dieser Erde stets 2 + 2 = 4 bleibt.
Man könnte vermuten, dass solche arithmetischen Zusammenhänge….stets so primitiv und so selbstverständlich sind….muss man leider feststellen, dass gerade diese primitiven Zusammenhänge vielfach nicht beachtet werden.
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20 Februar, 2010 um 18:28 Uhr
[...] weiter bei Global Change [...]
29 Mai, 2010 um 00:49 Uhr
Ich finde es toll, dass meinem alten Lehrer Stützel nochmals Referenz erwiesen wird. Er war grandios. Heiner Flassbeck und Peter Bofinger sind die letzten Ökonomen, die seine Schüler waren und noch denken gelernt haben. Welcher Wicht dagegen ist Hans-Werner Sinn, der nur Klientelökonomie betreibt, um mal nur den schlimmsten zu nennen.
29 Mai, 2010 um 01:36 Uhr
danke @Welehamm für diese Info,
Flassbeck und Bofinger warenalso Stützels Schüler?
Und Ottmar Issing hat wohl auch beim Ihm studiert? Also lässt sich ökonomische Kompetenz stark auf die Stützel Schüler eingrenzen. :o)
29 Mai, 2010 um 21:19 Uhr
@ Jörg
Issing kenne ich nicht besonders, aber nach eigenen Angaben war er auch bei Stützel. Was mir an Stützel gefallen hat, waren seine unkonventionellen Ansätze, Ökonomie zu erklären. Dazu gehörte seine Saldenmechanik und die Berücksichtigung menschlicher Faktoren (nur der “Penner” muss Kasse halten, Rothschild braucht kein Bargeld). Seine Anfängervorlesung hielt er morgens um 8 Uhr und die war trotz dieser unfreundlichen Studentenzeit erstaunlich gut besucht.
20 September, 2010 um 18:45 Uhr
[...] Wolfgang Stützel zur wissenschaftlichen Herleitung der automatischen Schuld (Kaufüberschüsse) aus dem Guthaben(Verkaufsüberschüsse) - hier lang [...]
25 September, 2010 um 07:59 Uhr
[...] Die globale Staatsverschuldung (staatliche Ausgabenüberschüsse) sind das exakte Spiegelbild der privaten Einnahmeüberschüsse (privater Guthabenaufbau) - siehe Saldenmechanik. [...]
10 September, 2011 um 13:49 Uhr
[...] Definition unterscheiden sich wesentlich nach der Betrachtungsperspektive. Wolfgang Stützel hat die dafür die Begrifflichkeiten der Partialsätze und Globalsätze geprägt. Partialsatz - [...]
25 November, 2011 um 17:35 Uhr
[...] eigene Beiträge 2+ 2 = 4 - Stüzel hat es lange vor uns erkannt [...]