17. Mai 2010

2 + 2 = 4…Wirtschaftsweiser Wolfgang Stützel hat es lange vor Global Change erkannt

Saldenmechanik Seite 1/2/3 - Wolfgang Stützel 1978

..wird aber leider manchmal übersehen, dass es neben Zusammenhängen, die vom menschlichen Verhalten abhängen, und häufig auch als Zwischenglieder solcher Zusammenhänge, viele Größenbeziehungen in der Wirtschaft gibt, über die sich streng Allgemeingültiges aussagen lässt…
Es geht freilich bei diesen Zusammenhängen häufig um recht primitive Dinge.

So besteht zwischen der Wirtschaftstätigkeit des Herrn Schulze und der Tätigkeit aller übrigen Mitglieder der Weltwirtschaft außer zahllosen anderen Beziehungen auch noch der primitive Zusammenhang, dass stets, sooft Herr Schulze mehr verkauft und einnimmt als er selbst kauft und ausgibt, die „übrige Weltwirtschaft“ im gleichen Zeitraum einen gleichgroßen Überschuss Ihrer Käufe über Ihre gleichzeitigen Verkäufe haben wird, da offensichtlich jeder Verkaufsakt für den Partner einen Kaufakt darstellt. Man braucht, um derartige Zusammenhänge darzustellen, keine höhere Mathematik, es genügt, im Bewusstsein zu halten, dass eben auf dieser Erde stets 2 + 2 = 4 bleibt.

Man könnte vermuten, dass solche arithmetischen Zusammenhänge….stets so primitiv und so selbstverständlich sind….muss man leider feststellen, dass gerade diese primitiven Zusammenhänge vielfach nicht beachtet werden.

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8 Kommentare

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  1. Welehamm

    Ich finde es toll, dass meinem alten Lehrer Stützel nochmals Referenz erwiesen wird. Er war grandios. Heiner Flassbeck und Peter Bofinger sind die letzten Ökonomen, die seine Schüler waren und noch denken gelernt haben. Welcher Wicht dagegen ist Hans-Werner Sinn, der nur Klientelökonomie betreibt, um mal nur den schlimmsten zu nennen.

  2. Jörg Buschbeck

    danke @Welehamm für diese Info,

    Flassbeck und Bofinger warenalso Stützels Schüler?

    Und Ottmar Issing hat wohl auch beim Ihm studiert? Also lässt sich ökonomische Kompetenz stark auf die Stützel Schüler eingrenzen. :o)

  3. Welehamm

    @ Jörg
    Issing kenne ich nicht besonders, aber nach eigenen Angaben war er auch bei Stützel. Was mir an Stützel gefallen hat, waren seine unkonventionellen Ansätze, Ökonomie zu erklären. Dazu gehörte seine Saldenmechanik und die Berücksichtigung menschlicher Faktoren (nur der “Penner” muss Kasse halten, Rothschild braucht kein Bargeld). Seine Anfängervorlesung hielt er morgens um 8 Uhr und die war trotz dieser unfreundlichen Studentenzeit erstaunlich gut besucht.

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